Historische Kritik bei Polybios
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Die Sophistik, die im 5. Jahrhundert in Griechenland entstand, markiert eine anthropologische Wende in der griechischen Philosophie. Im Gegensatz zu den ionischen Naturphilosophen erklärten die Sophisten den Menschen zum Maß aller Dinge. Diese von Platon kritisierte Bewegung wird hier neu bewertet: Die Sophisten erscheinen als anregende, vielseitige und moderne Denker. Klaus Meister behandelt zunächst definitorische Fragen, bevor er die Lehrmeinungen und Hauptthemen der Sophisten ausführlich darstellt. Dazu gehören die sophistische Ontologie und Erkenntnistheorie, Universalität, Bildung, Erziehung, Rhetorik, Dialektik, Sprache, Literatur und Dichtung. Das Buch behandelt auch spezifischere Themen wie das Verhältnis von positivem Recht und Naturrecht, die Entstehung von Staat, Kultur und Zivilisation, den Gesellschaftsvertrag sowie die Religionskritik der Sophisten und naturwissenschaftliche Fragestellungen. Im letzten Kapitel werden die Hauptvertreter wie Protagoras, Gorgias, Prodikos, Hippias, Antiphon und Thrasymachos vorgestellt. Ihr Leben und ihre Lehren werden anhand von Zeugnissen und Fragmenten in Auseinandersetzung mit der Forschung dargestellt, wobei ihre historische Bedeutung und ihr Einfluss bis in die Gegenwart beleuchtet werden.
Das Zeitalter des Hellenismus, welches die ca. drei Jahrhunderte vom Regierungsantritt Alexanders des Großen 324 bis zur Begründung des Prinzipats durch Kaiser Augustus 27 v. Chr. umfasst, war geprägt durch eine enorme Entfaltung aller Bereiche der Kultur und der Wissenschaften. Das Buch stellt in einem umfassenden Überblick zentrale Aspekte der hellenistischen Geistes- und Kulturgeschichte sowie deren Nachwirkungen dar: die Bildende Kunst, die Wissenschaften (etwa Geographie, Astronomie, Mathematik, Physik, Medizin), die Literatur (Philologie, Geschichtsschreibung und Dichtung), die Philosophie (Epikureismus, Stoizismus und Skeptizismus) sowie die religiöse Entwicklung (u. a. Götterverehrung, Mysterienreligionen und Herrscherkult).
Etwa um die Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. ist die griechische Geschichtsschreibung als eigenständige literarische Gattung entstanden: Herodot (ca. 485-425 v. Chr.) wurde bereits in der Antike als „Vater der Geschichte“, Thukydides dagegen (ca. 455-395 v. Chr.) als Begründer der kritischen Historiographie betrachtet. Der Autor schildert die historischen Voraussetzungen für die Entstehung der griechischen Historiographie und skizziert die hauptsächlichen Entwicklungslinien. Die wichtigsten Autoren werden mit Textproben vorgestellt und ihr Stellenwert innerhalb der griechischen Historiographie herausgearbeitet. Das Werk belegt auch das Nachwirken der griechischen Geschichtsschreiber bis in die Moderne und zeigt ihre besondere Aktualität auf.
Schwerpunkt: Antike. Rom.