Goethe und die Arabische Welt
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Schillers und Goethes Bündnis im Spiegel ihrer Dichtungen
Katharina Mommsen hat sich intensiv mit dem Einfluß des Islam auf Goethes Leben und Werk auseinandergesetzt und ist dabei zu Ergebnissen gelangt, die dem Leser neue Perspektiven eröffnen.
Goethe und die Weltkulturen
Katharina Mommsen versammelt hier ihre wichtigsten Aufsätze, Reden und Vorträge zu Goethes kultureller Neugier. »Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen« - diese von Goethe 1826 ebenso kühn wie prophetisch formulierte und vorgelebte Einsicht erscheint angesichts unserer globalisierten Gegenwart geradezu zwingend. Goethes Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen, seine Gabe, sich ihnen anzuvertrauen und sie sich produktiv anzuverwandeln, hat der Verständigung zwischen den Völkern neue Wege gebahnt und dem Dichter in allen Teilen der Welt Sympathie und Bewunderung eingetragen. Sie verdient heute größere Beachtung denn je. Katharina Mommsen ist in ihrer jahrzehntelangen Forschungsarbeit und ihrem Wirken für eine Verständigung zwischen den Kulturen Goethes Spuren gefolgt. Sie zeigt Goethe als geistigen Dolmetscher und echten Brückenbauer zwischen den Kulturen - mithin in seinen heute wahrscheinlich aktuellsten Rollen.
Neuauflage der umfassenden Untersuchung von Goethes freundschaftlicher, überaus fruchtbarer Beziehung zu dem Berliner Orientforscher Heinrich Friedrich von Diez, der für den Dichter zum «Ankergrund» in dem für ihn «sehr stürmischen orientalischen Meerbusen» wurde. Aus diesem «Ankergrund» holte Goethe nicht weniger als 60 Gedichte des West-östlichen Divans , der Zahmen Xenien und der Sammlung Sprichwörtlich herauf, die alle durch Diez' Publikationen und Übersetzungen aus dem Türkischen angeregt wurden. Darüber hinaus gibt das Buch Einblick in Goethes Beziehungen zu den anderen Orientalisten seiner Zeit, besonders zu Joseph v. Hammer, dem mächtigen Antipoden von Diez, und zeigt, wie der Dichter sich selbst die polemischen Auseinandersetzungen unter den Orientexperten zunutze machte.
Die Erzählungen aus 1001 Nacht gelten seit dem 18. Jahrhundert als das schönste Geschenk des Morgenlandes an die Welt. Kaum jemand, der nicht mindestens in seiner Kindheit mit diesen fantasievollen arabischen Märchen in Berührung kam. Katharina Mommsen untersucht Goethes starke Beeinflussung durch Scheherazade und zeigt die kulturelle Dankesschuld der deutschen und der Weltliteratur gegenüber diesem Meisterwerk der arabischen Erzählkunst. Viele Dichter wurden von 1001 Nacht inspiriert, doch niemand so sehr wie Goethe. Die Autorin belegt seine lebenslange Beschäftigung mit der orientalischen Märchenwelt und zeigt, dass 1001 Nacht zu seinen Lieblingsbüchern gehörte, aus denen er reichlich Anregungen schöpfte. In vielen seiner Werke, in denen er Traum und Zauber verbreitet, greift er auf Motive und Handlungsabläufe aus 1001 Nacht zurück. Um Goethes Schaffen zu verstehen, ist es entscheidend zu wissen, in welchem Maße Scheherazade wirkte. Ihr Einfluss erstreckt sich nicht nur auf epische Werke, sondern auch überraschend stark auf das Drama, einschließlich Szenen im 2. Teil von Faust, die nach 1001-Nacht-Erzählungen gestaltet sind. Ein echtes Verständnis dieser Szenen erfordert Kenntnis ihrer orientalischen Herkunft. Goethes Schaffung der klassischen Figur Helena ist ebenfalls von Märchenprinzessinnen inspiriert. Diese west-östlichen Berührungen helfen, viele langjährige Fragen zu klären und bieten wertvolle Einblicke in Goethes Ar
Der achte Band der "Frankfurter Anthologie" enthält sechzig Gedichte mit Interpretationen, die zwischen Oktober 1982 und Dezember 1983 in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlicht wurden. Die Beiträge sind chronologisch nach den Geburtsdaten der Dichter geordnet und umfassen Werke von Martin Luther bis Ulla Hahn.
Die Sammlung umfasst verschiedene Beiträge, die sich mit der Wirkung und Relevanz von Goethe und seiner Zeitgenossen beschäftigen. Sigrid Bauschinger untersucht Goethes Spuren in Susan Sontags Werk, während Alfred Behrmann Einblicke in Jacob Burckhardts Briefe gibt. Martin Bidney widmet sich der Freundschaft und deren lyrischen Ausdruck. Dieter Borchmeyer thematisiert Globalisierung und Weltliteratur sowie Goethes Altersfuturismus. Robert Charlier beleuchtet Goethes Rolle als Übersetzer im digitalen Zeitalter. Konrad Feilchenfeldt analysiert Varnhagen von Ensens Einfluss auf die Literaturkritik und Philologie im 19. Jahrhundert. Jochen Golz reflektiert über Goethes Paria-Trilogie und deren komplexe Relevanz. Weitere Beiträge behandeln Themen wie Kulturtransformationen, Goethes Autographensammlung, seine Beziehungen zu den Brüdern Humboldt, und die Relevanz seiner Werke im 21. Jahrhundert. Ute Maack und Peter von Matt setzen sich mit Goethes Symbolik und der Figur Medea auseinander. Manfred Osten und Bernd Sösemann beleuchten Goethes Einfluss auf die nationalsozialistische Propaganda und die wirtschaftlichen Aspekte seiner Zeit. Abschließend wird die Forschungslage zur Germanistik und ein bisher unbekannter Brief Goethes thematisiert.
Eine repräsentative Auslese aus Werken, Briefen und Dokumenten. Hrsg. u. Nachw. v. Karin Mommsen
Die Auslese richtet sich an Goethe-Liebhaber und Neueinsteiger. Sie beleuchtet aktuelle Themen und vermittelt ein Bild von Goethe als sozial engagiertem Menschen, dessen Lebensleistung er höher schätzte als sein dichterisches Werk.