Frauenfeindliche Werbung ist Werbung, die die „normale“ (!) Verwendung von Frauen und Frauenklischees zynisch auf die Spitze treibt. Die Darstellung und Kritik solcher Werbung in dieser Materialsammlung weist auf ein durchgängiges und charakteristisches Merkmal unserer Gesellschaft hin: auf die menschenverachtende Verwendung von Frauen zur Steigerung des Konsums. Das millionenfach verbreitete und überall angebotene Frauenbild der Werbung prägt unsere Vorstellungen über Daseins- und Verwendungszwecke von Frauen. Bei Männern und Frauen. Und bei Kindern.
Christiane Schmerl Knihy



Alltag und Biografie - 5: Das Frauen- und Mädchenbild in den Medien
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Die vorliegende Expertise versucht, einen Oberblick zu geben liber den wis- senschaftlichen Erkenntnisstand zum Bild von Madchen und Frauen in den Massenmedien. Die Betrachtung dieser 'Bilder' soU nicht nur unter dem Ge- sichtspunkt der Bilder 'von' Frauen oder Madchen geschehen, sondern insbe- sondere der Bilder 'fiir' Madchen und junge Frauen, also unter dem Gesichts- punkt des potentieUen Sozialisationseinflusses. DaB diese gelieferten Bilder ebenso Sozialisationsangebote fur junge und erwachsene Manner darsteUen, die mit solcherart erworbenen Frauenbildern ihrerseits den Madchen und Frauen gegeniibertreten und entsprechende Verhaltensangebote machen, diirfte die sei- tens der Madchen und Frauen primlir empfangenen Bilder zwar verstlirken, kann hier aber sicht gesondert behandelt werden. Die Bilder, die in den verschiedenen Medien von Frauen entworfen werden und von Frauen rezipiert werden, sind mit unterschiedlicher Intensitat unter- sucht worden. So gibt es relativ viele Untersuchungen iiber die Darstellung von Madchen und Frauen in S chulbiich ern, da hier wegen des expliziten padago- gischen Auftrags dieser Materialien eine Sozialisationswirkung stets fur selbst- verstandlich gehalten wurde. Relativ umfassend ist auch das Frauenbild der Frauenzeitschriften untersucht worden, von denen man annahm, daB sie we- gen ihres sich gezielt an Frauen richtenden Angebots (liese auch besonders wirksam beeinflussen konnten. Erst relativ spat wurden auch das Fernsehen sowie die in seinem Rahmen enthaltenen Spielfume untersucht. Presse und Radiosendungen dagegen sind selten bis gar nicht auf die in ihnen stattfindende Frauenprasentation untersucht worden.