Knihobot

Werner Wüthrich

    1948: Brechts Zürcher Schicksalsjahr
    Emil Zbinden
    Koloman Wallisch
    • Koloman Wallisch

      Drama nach einem Handlungsplan von Bertolt Brecht

      • 227 stránek
      • 8 hodin čtení

      Koloman Wallisch, Arbeitersekretär und Nationalratsabgeordneter, wurde im Februar 1934 nach Kämpfen zwischen der Heimwehr und dem Republikanischen Schutzbund von einem Standgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet. Er wurde zu einer Symbolfigur für die Verteidigung der Ersten Republik und den Widerstand gegen den aufkommenden Faschismus in Europa. In den 30er-Jahren beschäftigte sich Bertolt Brecht intensiv mit dem bewaffneten Widerstand der Arbeiterbewegung in Österreich, insbesondere den Februarkämpfen in der Obersteiermark. Geplant war ein antifaschistischer Gedichtzyklus über den Februar 1934 in Form einer Kantate, die der Komponist Hanns Eisler vertonen wollte. Die „Koloman Wallisch Kantate“, 1935 im dänischen Exil geschrieben, blieb jedoch unvollständig, obwohl Uraufführungen um 1937 und 1948 in Vorbereitung waren. Nach neuen Funden von Brecht-Manuskripten in Zürich verfasste der Schweizer Theaterautor und Brecht-Forscher Werner Wüthrich, basierend auf Brechts Handlungsplan, das Drama „Koloman Wallisch“ und integrierte die Gedichte aus dem Brecht-Fragment in seinen Text. Das Buch enthält den Dramentext, einen Essay zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der Kantate sowie historisches Bildmaterial und erstmals Brechts Handlungsplan für die „Koloman Wallisch Kantate“.

      Koloman Wallisch2012
    • Emil Zbinden

      Selbstzeugnisse und Bilddokumente

      • 275 stránek
      • 10 hodin čtení

      Diese Künstler-Monografie zeigt Emil Zbinden zum ersten Mal in seiner ganzen Breite. Sie speist sich aus dem weitgehend unbekannten künstlerischen Nachlass mit mehreren tausend Skizzen, Zeichnungen und Bildern und dürfte auch für Zbinden-Kenner eine Überraschung und unerwartete Entdeckung sein. Im Zentrum steht der Künstler, der kritische Geist, der Zeitzeuge, der Chronist seiner Zeit und der visionäre Realist. In Texten und Bildern stellt der Band den Künstler vor als Partner im Gespräch und im Austausch mit Freunden und Künstlerkollegen wie Frans Masereel, Clément Moreau, Emil Burki, Eugen Jordi und mit Schriftstellern wie Carl Albert Loosli, Traugott Vogel, Alfred A. Häsler, Hans Ulrich Schwaar. Das Buch zeigt Emil Zbinden bei seiner Arbeit und gibt vielfältige Einblicke in die Werkstatt des Künstlers während allen Perioden seines Schaffens von 1928 bis 1991.

      Emil Zbinden2008
    • 1948: Brechts Zürcher Schicksalsjahr

      • 191 stránek
      • 7 hodin čtení

      Bertolt Brecht, nach all den Strapazen des Fliehens und der Exiljahre wieder zurück in Europa, bekam in seiner kurzen Schweizer Zeit Schwierigkeiten und Probleme zuhauf, die die Brecht-Forschung so bisher noch nicht gekannt hatte. Es ist nicht übertrieben, von mehreren Extremsituationen zu sprechen, in der sich der Exil-autor damals befand. Ihm folgten nicht nur im Abstand von wenigen Tagen die 'Steckbriefe' der Geheimdienste, er wurde immer wieder auch mit seinen persönlichen Konflikten konfrontiert; den Schwierigkeiten im Umgang mit Partnerinnen und Mitarbeiterinnen etwa, die Brecht mehr, als ihm lieb war, anzog und die ihn auch in Zürich wieder eingeholt hatten. Die Schauspielerin Valeria Steinmann, die mit ihm in Chur 1948 bei der Uraufführung der Antigone des Sophokles gearbeitet hatte, erinnerte sich an einen Eindruck, den Brecht damals vermittelte: dieser Mensch passte gar nicht in ein Land, das vom Krieg unversehrt geblieben sei, und nicht in die Schweiz von damals, wo alles relativ harmonisch schien: 'Ich glaube sogar, Bertolt Brecht hat Spannungen, Schwierigkeiten und Probleme, all dieses, einfach auch schöpferisch gebraucht.'

      1948: Brechts Zürcher Schicksalsjahr2006