Vertont ein Komponist ein literarisches Werk, dann kann er seine Komposition auf verschiedene Ebenen des Textes hin ausrichten – auf dessen formalpoetischen Bau, die Atmosphäre, den Inhalt, die Metaphorik und andere. Franz Schubert hat sich bei seinen Liedkompositionen vor allem auf den Sprechvorgang konzentriert. Für ihn stand im Mittelpunkt, dass die Musik das gedruckte poetische Wort wieder hörbar werden lässt. Wie das geschieht und welche Wirkungen sich daraus auf Inhalt und Aussage der Dichtung ergeben, zeigt Michael Hoyer an zwölf teils bekannten, teils wenig bekannten Liedern aus Schuberts mittlerer und später Schaffensperiode. Nach eingehender Analyse der dichterischen Vorlage untersucht er jeweils, wie die Komposition die poetischen Vorgaben aufgreift, modifiziert, erweitert oder auch konterkariert. Präzise musikanalytische Angaben zu Singstimme und Begleitung belegen Hoyers Ausführungen und machen sie nachvollziehbar. Die vollständigen Notentexte aller besprochenen Kompositionen sind im Anhang des Buches abgedruckt.
Michael Hoyer Knihy



Es gab wohl nie kommunikativere Zeiten als heute. Immer schneller, auf immer mehr Kanälen wird kommuniziert. Doch der erfreuliche Schein des Austauschs trügt: Es wird übereinander und aneinander vorbeigeredet oder niedergemacht. Aus Angst vor anderen Meinungen und falsch verstandener Rücksichtnahme werden Aussagen relativiert, sie bleiben im Ungefähren oder werden trivialisiert. Dabei bleiben Offenheit, Respekt und Klarheit auf der Strecke. Mit fatalen Folgen: Die einen fühlen sich nicht verstanden. Die anderen kommunikativ abgehängt. Doch wie entsteht die Kluft zwischen Sender und Empfänger? Warum ist Kommunikation zum belanglosen Schauspiel verkommen? Warum hat die direkte Kommunikation ein so schlechtes Image? Antworten darauf liefert das neue Buch von Michael Hoyer. Mit seinem neuen Modell beschreitet er einen innovativen Weg. Er führt uns die Abgründe der etablierten, rücksichtslosen und beliebigen Kommunikation vor und zeigt, wie wir zur klaren und wertschätzenden Kommunikation zurückfinden. Für Michael Hoyer ist Kommunikation kein Werkzeug, kein Mittel zum Zweck. Sie ist vielmehr eine Grundhaltung von Menschen und einer Gesellschaft. Denn erst geradlinige Kommunikation eröffnet uns den respektvollen Umgang miteinander und ermöglicht es, Grenzen zu überwinden.
Aufwachsen in sozialen Netzwerken
Chancen und Gefahren von Netzgemeinschaften aus medienpsychologischer und medienpädagogischer Perspektive
- 274 stránek
- 10 hodin čtení
Die Auswirkungen des Internets auf unsere Gesellschaft in den letzten 20 Jahren sind enorm. Soziale Netzwerke wie Facebook, mit über 800 Millionen Nutzern, haben eine neue Publikations- und Kommunikationskultur geschaffen. Diese massive Nutzung wirft Fragen auf: Führt die digitale Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken zur Aufgabe von Privatsphäre oder zu einer neuen Form von Netzexhibitionismus? Wie verändert sich unser Verständnis von Freundschaft, wenn wir im Schnitt 130 „Freunde“ haben? Welche Rolle spielen soziale Ausgrenzung und Cybermobbing? Zudem stellt sich die zentrale Frage, welche Hilfestellungen Eltern und Erzieher den Jugendlichen im Umgang mit dem Social Web bieten können. Der Sammelband greift diese Entwicklungen auf und präsentiert Forschungsansätze zu Social Network Sites. Durch die Zusammenführung aktueller Forschungsergebnisse und theoretischer Ansätze werden fundierte Erkenntnisse über Medienrezeption und Nutzungsmotive vermittelt. Neben neuen Forschungsergebnissen werden auch Handlungsempfehlungen gegeben. Der Tagungsband bietet einen vielschichtigen Einblick in das Thema soziale Netzwerke und richtet sich an alle, die sich sowohl einführend als auch vertiefend mit aktuellen Forschungsergebnissen auseinandersetzen möchten. Die Veröffentlichung erfolgt zeitgleich zum Kongress, was die Aktualität der Informationen unterstreicht.