Rainer Gross Knihy






Alles fängt harmlos an. Ein Theologiedozent und Myriel, eine Studentin, machen sich gemeinsam auf eine Motorradreise in den hohen Norden Europas. Doch nichts ist harmlos: In seinem Gepäck steckt ein Revolver, und die Fahrt folgt den Spuren einer dunklen Vergangenheit. Damals war er mit Jan und Vera unterwegs, doch Jan überlebte die Fahrt nicht. Jahre später will er die tragische Geschichte in den weißen Nächten des Polarsommers zu einem Ende bringen.
Grafeneck
- 191 stránek
- 7 hodin čtení
„Ich weiß von nichts. Hier in Buttenhausen ist kaum was passiert. Nazis haben wir keine gehabt, und die Juden waren schon weg." Vergangenheit ist nie vorbei. Auch nicht am Ende der Welt, in einem Dorf auf der Schwäbischen Alb. Ein brutales Verbrechen bringt die Erinnerung zurück. Viele sagen, Hermann Mauser sei ein verschrobener Kauz. Ein Eigenbrötler. Das stimmt. Schon immer gewesen. Er ist einundsechzig Jahre alt, seit dreißig Jahren ist er Grundschullehrer in Buttenhausen auf der Schwäbischen Alb. Als er den toten Mann im Berg entdeckt, wird die Vergangenheit wieder lebendig. Und Hermann Mauser erkennt, dass es Verbrechen gibt, die nie verjähren. Und Schuld, die niemand vergeben kann. Ein melancholischer Krimi, ein dunkler Heimatroman, ein glänzendes Debüt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Mann allein mit einer Schuld, die plötzlich in sein Leben tritt, die nicht seine ist und die er zu seiner macht.
Leon trifft eine radikale Entscheidung und verlässt über Nacht sein altes Leben, einschließlich seiner Familie und Karriere als Professor. Auf seiner Reise in den Süden sucht er nach neuen Erfahrungen und der Freiheit, die ihm bisher verwehrt blieb. Die Geschichte beleuchtet Themen wie Selbstfindung, Flucht vor gesellschaftlichen Erwartungen und die Herausforderungen, die mit einem Neuanfang verbunden sind. Leons Abenteuer wird zu einer Reise in sein eigenes Inneres, während er sich mit den Konsequenzen seiner Entscheidung auseinandersetzt.
Yuomo, Abendgesicht. Neun Monate dauerte die obsessive Liebe zwischen dem Ich- Erzähler, einem erfolgreichen Schriftsteller Anfang vierzig, und der in Deutschland geborenen Japanerin. Neun Monate, in denen sie die Fremdheit zwischen sich pflegten und förderten und Vertrautheit und menschliche Nähe als trügerische Idylle boykottierten. Dann bringen die katastrophalen Ereignisse in Fukushima Yuomo dazu, in ihr nie gesehenes Heimatland zurückzukehren. In einer einzigen Nacht versucht der Erzähler, seine Liebe zu ihr und seinen Verlust zu bewältigen, auf dem Weg, den er am besten kann: im Erzählen. Ein wortmächtiges, hypnotisches, verzweifeltes Selbstgespräch, das ins Kreisen gerät, wie in einem Strudel immer mehr Material aus den Tiefen seiner Lebensgeschichte zutage fördert und damit ein neues Licht auf die Beziehung zu Yuomo und ihr Scheitern wirft.
Ein Nachmittag am Bondi Beach
Erzählung
Ein Nachmittag am Bondi Beach. Der Manager, ein jovialer Zyniker, will am schönsten Strand Sydneys abhängen und begegnet in den Klippen einem lebensmüden Kinderbuchillustrator. Sie beginnen ein Gespräch - über Politik, Klimawandel und Kunst, über die Sechziger, Außerirdische und Evolution, über Motorradfahren und Mystik, über Geld, Macht und den Sinn des Lebens. Verborgenes kommt zutage, Geheimnisse werden aufgedeckt, Lebenslügen entlarvt. Ein Gespräch, das beider Leben verändert und unerwartet endet.
Allein oder einsam?
Die Angst vor der Einsamkeit und die Fähigkeit zum Alleinsein
In Zeiten der Corona-Pandemie ist die zunehmende Vereinsamung in der Gesellschaft in den Mittelpunkt politischer und medialer Debatten gerückt. Rainer Gross beleuchtet dieses Thema aus soziologischer, psychologischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive und beantwortet die Frage, wie es im Zeitalter von Lockdowns, sozialen Netzwerken und zunehmender Entfremdung um unser soziales Gefüge bestellt ist. Mit fundiertem Fachwissen und kulturwissenschaftlichen Exkursen, sei es zu Jean-Jacques Rousseau, Hermann Melville bis hin zu den Beatles oder Game of Thrones, werden die vielen Facetten des Allein- und Zusammenseins anschaulich dargestellt. Das Buch ist nicht nur ein Wegweiser durch die Krise, sondern auch ein Plädoyer für mehr Solidarität und Toleranz sich selbst, aber auch anderen gegenüber.
Ein melancholischer Krimi, ein dunkler Heimatroman In Kettenacker, einem Dorf auf der Schwäbischen Alb, entdeckt der pensionierte Lehrer und Hobbyarchäologe Hermann Mauser bei seinen Ausgrabungen ein Skelett. Bald stellt sich heraus, dass es sich um die Überreste eines Mädchens handelt, das in den 1930er Jahren spurlos verschwand. Die Dorfbewohner schweigen beharrlich, und nur mit Mausers Hilfe erfährt der ermittelnde Polizeikommissar Greving zumindest Bruchstücke dessen, was damals geschehen sein könnte. Was soll hier vertuscht werden? Und welche Rolle spielt Mausers eigene Familie dabei? Der Fall lässt Mauser nicht mehr los.
Angst bei der Arbeit – Angst um die Arbeit
Psychische Belastungen im Berufsleben
Burnout und Depression sind inzwischen weit verbreitete Phänomene in der Arbeitswelt. Doch meist geht ihnen eine lange Geschichte voraus - eine Geschichte der Angst. Viele Menschen sorgen sich, den ständig wachsenden Anforderungen, der Beschleunigung und Optimierung, dem Druck an allen Fronten nicht mehr gewachsen zu sein. Sie haben Angst vor dem Scheitern, vor Exklusion, sozialem Abstieg, vor Kündigung. Oft fällt es schwer, zwischen äußeren Belastungsfaktoren und individuellen Befindlichkeiten zu unterscheiden. Rainer Gross analysiert die verschiedenen Formen der Angst in der Arbeitswelt und hilft Betroffenen, die Fähigkeit zur Selbstreflexion zu stärken. Was sind innere Muster, die diesen Ängsten zugrunde liegen, was hat es z. B. mit dem Zwang zum Erfolg auf sich? Warum können sich manche Menschen gegen Überforderung besser wehren als andere, und welche Rolle spielt dabei die Resilienz? Anhand von Fallbeispielen und eines Praxisteils bietet das Buch Betroffenen auch bewährte Hilfestellungen, z. B. zur Selbststeuerungsfähigkeit, zur Achtsamkeit und Empathie. Dennoch, so Rainer Gross, sei am Ende die Frage erlaubt: Reicht es wirklich, unser Verhalten zu ändern, oder braucht es auch eine andere Arbeitswelt?


