Das Glück im Exil
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Post mortem ist eine scharfe Anklage von Yoram Kaniuk gegen seine Eltern und deren Generation – und gleichzeitig ein unvergessliches Requiem für das Tel Aviv der zwanziger, dreißiger und vierziger Jahre mit seiner deutschen Flüchtlingskultur und seiner Bauhaus-Architektur. Im Mittelpunkt steht Sarah Kaniuk, die herrschsüchtige, sture Frau, die ihre Enttäuschung über das Leben an ihrem Sohn ausließ. Etwas besser kommt Vater Kaniuk davon, der heimatlose Immigrant in Israel, der erstarrt blieb und sich nach der deutschen Kultur sehnte, die er hatte hinterlassen müssen. In einer Mischung aus Erinnerung und Fantasie versucht der Erzähler, das Leben seiner Eltern zu durchdringen, das auch das Leben eines Ortes und einer Zeit war. Gleichzeitig ist das Buch der Kampf von Yoram Kaniuk mit seiner schwierigen, aber auch bezaubernden Vergangenheit.









