»Friedrich Hollaender kam um 1934 in Hollywood an, als Teil einer ganzen Welle deutscher Flüchtlinge – verzweifelte Ausgestoßene, die sich einer fremden neuen Welt und einer fremden neuen Sprache gegenübersahen. Schon bald darauf schrieb er dieses Buch auf ENGLISCH. Ich war davon nicht besonders überrascht, denn für uns, die wir ihn aus Berlin kannten, war er immer ein Genie gewesen – von Kopf bis Fuß, das kann ich beschwören, ein GENIE. Der Roman, den er da schrieb, handelte von einer Gruppe von Menschen, die Hitlers Machtergreifung miterleben müssen. Lassen Sie mich Thomas Mann zitieren, damals ebenfalls ein Flüchtling: “Ein außergewöhnliches und schönes Werk … Es überwindet das Elend dieser Zeiten durch Kunst, durch Liebe zum Leben, zu Schönheit und Geist.” Wie könnte ich Thomas Mann widersprechen! Ich gratuliere dem Verlag, der sich entschlossen hat, nach über fünfzig Jahren Hollaenders Buch endlich ins Deutsche zu übersetzen. Was für ein Hochgenuß für die deutschen Leser!« Billy Wilder (der im Roman als »Bobby Steil« auftritt)
Friedrich Hollaender Knihy
- Frederick Hollander






Von Kopf bis Fuß – auch wer Friedrich Hollaender nicht kennt, weiß, aus welchem Song diese Worte stammen. Marlene Dietrich wurde damit ein Star und verdankt dies nicht zuletzt dem Komponisten und Texter. Wie es dazu kam, erzählt Hollaender (1896-1976 ) ausführlich in seiner Autobiographie. Und nicht nur das: Er läßt das Panorama der Zwanziger Jahre wiedererstehen, die große Zeit der Kabarett-Revuen mit Namen wie Kurt Tucholsky und Walter Mehring, die Texte zu Hollaender-Melodien schrieben, und Paul Graetz, Blandine Ebinger, Curt Bois und so vielen anderen, die diese Songs dann verkörperten. Doch das alles 1933 mußte Hollaender aus Deutschland fliehen, zuerst nach Paris und dann nach Hollywood, wo er eine zweite Karriere als Filmkomponist begann, die ihn wieder mit den alten Berliner Freunden zusammenbrachte. Billy Wilder, Ernst Lubitsch, Joe May, Peter Lorre, Franz Waxman und natürlich Marlene Dietrich. 1956 nach Deutschland zurückgekehrt, läßt er sich in München nieder, macht wieder Kabarett und schreibt schließlich seine Erinnerungen, die 1965 erstmals erschienen sind. »Wer ihn und seine Sachen schätzt und liebt, wird seine Freude an dem witzigen und wehmütigen, dem charmant boshaften und versöhnlich aufrichtigen Buch haben.«
"... und sonst gar nichts!"
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