Knihobot

Angelika Wesenberg

    Wilhelm von Bode als Zeitgenosse der Kunst - Zum 150. Geburtstag
    Ilja Repin
    Berliner Impressionismus - Werke der Berliner Secession aus der Nationalgalerie
    Impressionismus - Expressionismus. Kunstwende
    Nationalgalerie Berlin
    • In einem Café sitzt eine junge Frau in einem weißen Kleid, selbstbewusst und mit einer Zigarette in der Hand. Das Gemälde „Boheme-Café“ von Leo von König und Ernst Ludwig Kirchners „Grüne Dame im Gartencafé“ zeigen beide moderne, emanzipierte Frauen, die sich nicht von Männern im Hintergrund verunsichern lassen. Diese Werke verdeutlichen, dass Frauen keinen starken Mann an ihrer Seite benötigen. Während König 1909 im impressionistischen Stil mit hellen Farben und feinen Pinselstrichen malt, verwendet Kirchner drei Jahre später im expressionistischen Stil grobe Farben und kantige Formen. Der Katalog „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“ untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser beiden Stilrichtungen, insbesondere die Darstellung von Freizeit im Café. Dieses Motiv ist für beide Künstler von Bedeutung, da es als Schnittstelle zwischen Privatheit und Öffentlichkeit dient. Beide Bewegungen stehen für einen Aufbruch in die Moderne und spiegeln sich in der Darstellung unabhängiger Frauen wider. Die sichtbaren Pinselstriche der Werke wirken unfertig und kontrastieren mit klassischer Kunst. Der Katalog bietet eine umfassende Einführung in die Entstehung und Merkmale beider Kunstgattungen und präsentiert auf 320 Seiten bedeutende Werke von Künstlern wie Vincent van Gogh und Henri de Toulouse-Lautrec, die überraschende Parallelen aufzeigen.

      Impressionismus - Expressionismus. Kunstwende
    • 1898 gründete sich auch in Berlin eine Secession: Unzufriedene Künstler schlossen sich zur Ausrichtung kleiner, erlesener Ausstellungen zusammen. Sie distanzierten sich damit von den offiziellen Berliner Kunstausstellungen. Die in den jährlichen Secessionsausstellungen gezeigten Werke sollten unabhängig von ihrem Stil allein auf Grund ihres individuellen Ausdrucks zugelassen sein. Die meisten der damals ausgestellten Werke zeugen vom Einfluss impressionistischer Kunstauffassungen. Die Motive sind dem alltäglichen Leben entnommen, mythologische oder allegorische Themen werden selten. Die Bilder zeigen die Bürger der urbanen Gesellschaft, ihre Häuser und Gärten, Biergärten und Ferienlandschaften. Der Orientierung auf das Private entsprechen auch die zahlreichen Darstellungen von Frauen und Kindern, Interieurs und Stillleben.

      Berliner Impressionismus - Werke der Berliner Secession aus der Nationalgalerie