Hans Duggen Knihy



Dieses Buch ist ein ganz Besonderes: Es erscheint 2002, wurde jedoch bereits vor Jahren geplant und diskutiert. Über 100 Autorinnen und Autoren fanden die Idee faszinierend und lieferten ihre Beiträge, die schließlich in einem Schuhkarton voller Disketten in verschiedenen Formaten zusammenkamen. Nach mehreren redaktionellen Durchgängen liegt nun ein fertiges Werk vor, das fast wie ein Wunder erscheint. Das Lexikon richtet sich an alle, die sich für das nördlichste Bundesland interessieren – sei es in Schulen, Hochschulen, Fortbildung oder als Feriengast. Es bietet präzise und knappe Antworten auf viele Fragen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur und hebt hervor, was Schleswig-Holstein so unverwechselbar und liebenswert macht. Mit insgesamt 142 Artikeln von 92 Autorinnen und Autoren bietet es eine breite Themenvielfalt von „Ämter“ bis „Zweckverbände“. Die Herausgeber haben auf ein Register verzichtet, da sie glauben, dass das Verzeichnis der Stichworte übersichtlich genug ist, um schnell die gewünschten Informationen zu finden. Die Stärke des Lexikons liegt darin, dass die Beiträge in der Regel von Fachleuten stammen, die nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch in ihrem Themenfeld arbeiten. Die Nutzer werden von diesem Wissen profitieren.
Beim Projekt „Europa“ geht es nicht nur um Geld und harte Währung - so wichtig beides ist. Das wird in der gegenwärtigen Debatte gelegentlich verges sen. Die Versöhnung der Völker nach dem Zweiten Weltkrieg und der europäi sche Integrationsprozeß haben dazu beigetragen, daß wir nunmehr seit etlichen Jahrzehnten in Frieden, Sicherheit und materiellem Wohlstand leben. Das ist, wie wir täglich den Nachrichten entnehmen können, keineswegs selbstver ständlich. Freies Reisen und das Kennenlernen anderer Kulturen haben unseren Horizont erweitert. Manches von dem, was wir heute in Europa als normal empfinden, haben sich unsere Mütter und Väter kaum vorstellen können. Die Beiträge dieses Bandes greifen die aktuelle Diskussion um die Euro päische Währungsunion, den Euro und „Maastricht 11“ auf und weisen zu gleich darüber hinaus. Sie gehen zurück auf - teilweise überarbeitete und aktualisierte - Vorträge, die im Rahmen eines Europatages der Verwaltungs fachhochschule Altenholz am 6. Mai 1997 gehalten wurden. Diese Veranstal tung diente - wie es dem Selbstverständnis der Hochschule entspricht - dem Dialog zwischen Wissenschaft und Praktikern aus Verwaltungen, Unterneh men und Verbänden. Davon profitieren beide Seiten und, so bleibt zu hoffen, auch die Leserinnen und Leser dieses Bandes. Die Beiträge machen zweierlei deutlich: Zum einen wird die einheitliche europäische Währung - so oder so - kommen, ein Zurück gibt es nicht mehr.