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Weimar, einst ein Zentrum kultureller Strömungen, zieht erneut alle Blicke auf sich und weckt Hoffnungen. Seit Goethes Zeiten ist die Stadt ein Symbol für den Kampf der guten Geister gegen böse Mächte und verdeutlicht, wie weit ästhetische Prinzipien wirken können. Die lokale Geschichtsschreibung unterscheidet drei Epochen: das goldene, silberne und bronzene Zeitalter. Die goldenen Jahre sind Goethes Schaffen und der Höhepunkt der Aufklärung gewidmet. In den silbernen Zeiten, unter Großherzog Carl Alexander, erlebte Weimar einen kulturellen Aufschwung mit Persönlichkeiten wie Liszt und Nietzsche. Im bronzenen Zeitalter suchten Idealisten und Zivilisationsmüde, darunter Harry Graf Kessler und Walter Gropius, nach neuen Wegen. Thomas Steinfeld beleuchtet die Biografie dieser ästhetischen Provinz und fordert dazu auf, den Glanz Weimars mit anderen Thüringer Residenzen sowie Städten wie Paris, Darmstadt, Rom und Kopenhagen zu vergleichen. Der Wechsel von Ankunft und Abreise offenbart die Macht einer Illusion: der Vorstellung, dass es einst einen Ort gab, an dem das Leben selbst ein Kunstwerk war. Weimar bleibt ein Versprechen, dessen Einlösung durch einen kulturpolitischen Epilog erörtert wird.

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Weimar, Thomas Steinfeld, Barbara Klemm

Jazyk
Rok vydání
1998
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Titul
Weimar
Jazyk
německy
Vydavatel
Klett-Cotta
Rok vydání
1998
Vazba
pevná
Počet stran
288
ISBN10
3608919414
ISBN13
9783608919417
Série
Hodnocení
4 z 5
Anotace
Weimar, einst ein Zentrum kultureller Strömungen, zieht erneut alle Blicke auf sich und weckt Hoffnungen. Seit Goethes Zeiten ist die Stadt ein Symbol für den Kampf der guten Geister gegen böse Mächte und verdeutlicht, wie weit ästhetische Prinzipien wirken können. Die lokale Geschichtsschreibung unterscheidet drei Epochen: das goldene, silberne und bronzene Zeitalter. Die goldenen Jahre sind Goethes Schaffen und der Höhepunkt der Aufklärung gewidmet. In den silbernen Zeiten, unter Großherzog Carl Alexander, erlebte Weimar einen kulturellen Aufschwung mit Persönlichkeiten wie Liszt und Nietzsche. Im bronzenen Zeitalter suchten Idealisten und Zivilisationsmüde, darunter Harry Graf Kessler und Walter Gropius, nach neuen Wegen. Thomas Steinfeld beleuchtet die Biografie dieser ästhetischen Provinz und fordert dazu auf, den Glanz Weimars mit anderen Thüringer Residenzen sowie Städten wie Paris, Darmstadt, Rom und Kopenhagen zu vergleichen. Der Wechsel von Ankunft und Abreise offenbart die Macht einer Illusion: der Vorstellung, dass es einst einen Ort gab, an dem das Leben selbst ein Kunstwerk war. Weimar bleibt ein Versprechen, dessen Einlösung durch einen kulturpolitischen Epilog erörtert wird.