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Caesar

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Luciano Canfora, ein international renommierter Altertumswissenschaftler aus Italien, präsentiert eine moderne und glänzend geschriebene Biografie über Caesar. Das traditionelle Bild des charismatischen Feldherrn und souveränen Strategen wird durch den Nachweis von Caesars vielfältigen Bemühungen, Standesgenossen und das Volk in seine Politik einzubinden, neu beleuchtet. Plutarch beschreibt, wie Caesar beteuert, gegen seinen Willen zum Volk getrieben zu werden, was Canforas Urteil widerspiegelt. In seiner Biografie rekonstruiert er die Auflösung der römischen Republik und zeigt, wie Caesar versuchte, die auseinanderstrebenden Machtfaktoren neu zu formen. Durch sensible Analysen antiker Texte skizziert er die Beziehungsgeflechte, in denen Caesar und Persönlichkeiten wie Cicero, Brutus und Marc Anton eine entscheidende Rolle spielten. Es wird deutlich, dass selbst die vielen, die Caesar mit Schmeicheleien und Geschenken beeinflussten, sich fragten, ob es besser gewesen wäre, er wäre nie geboren. Unter seiner Herrschaft erstarrte die politische Streitkultur in Rom. Canfora wahrt in seiner Darstellung stets die Grenze zwischen Erklären und Entschuldigen. Er wird nie zum Apologeten, sondern kritisiert Caesars brutalen Vernichtungsfeldzug gegen die Gallier als Ausdruck seiner egozentrischen Machtpolitik. Letztlich zeigt sich, dass Caesar ein Konzept zur Erlangung der Herrschaft hatte, jedoch nicht zur deren Bewahrung.

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Caesar, Luciano Canfora

Jazyk
Rok vydání
2001
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Titul
Caesar
Jazyk
německy
Vydavatel
Beck
Rok vydání
2001
Vazba
pevná
ISBN10
3406466400
ISBN13
9783406466403
Série
První vydání
1996
Původní název
Giulio Cesare. Il dittatore democratico
Hodnocení
4,65 z 5
Anotace
Luciano Canfora, ein international renommierter Altertumswissenschaftler aus Italien, präsentiert eine moderne und glänzend geschriebene Biografie über Caesar. Das traditionelle Bild des charismatischen Feldherrn und souveränen Strategen wird durch den Nachweis von Caesars vielfältigen Bemühungen, Standesgenossen und das Volk in seine Politik einzubinden, neu beleuchtet. Plutarch beschreibt, wie Caesar beteuert, gegen seinen Willen zum Volk getrieben zu werden, was Canforas Urteil widerspiegelt. In seiner Biografie rekonstruiert er die Auflösung der römischen Republik und zeigt, wie Caesar versuchte, die auseinanderstrebenden Machtfaktoren neu zu formen. Durch sensible Analysen antiker Texte skizziert er die Beziehungsgeflechte, in denen Caesar und Persönlichkeiten wie Cicero, Brutus und Marc Anton eine entscheidende Rolle spielten. Es wird deutlich, dass selbst die vielen, die Caesar mit Schmeicheleien und Geschenken beeinflussten, sich fragten, ob es besser gewesen wäre, er wäre nie geboren. Unter seiner Herrschaft erstarrte die politische Streitkultur in Rom. Canfora wahrt in seiner Darstellung stets die Grenze zwischen Erklären und Entschuldigen. Er wird nie zum Apologeten, sondern kritisiert Caesars brutalen Vernichtungsfeldzug gegen die Gallier als Ausdruck seiner egozentrischen Machtpolitik. Letztlich zeigt sich, dass Caesar ein Konzept zur Erlangung der Herrschaft hatte, jedoch nicht zur deren Bewahrung.