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Der gekaufte Staat

Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben - Aktualisierte Neuausgabe

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Gesetze werden von Konzernen beeinflusst, deren Vertreter in Ministerien sitzen und von diesen bezahlt werden. Früher wäre dies als Korruption bezeichnet worden. Die Recherchen der Autoren führten zu einem bedeutenden journalistischen Erfolg: Der Bundesrechnungshof entsandte Prüfer in alle Bundesministerien, und die Bundesregierung erließ neue Verwaltungsvorschriften. Über hundert Mitarbeiter großer deutscher Unternehmen sind in Ministerien tätig, arbeiten an Gesetzen mit und gefährden damit die Unabhängigkeit staatlicher Entscheidungen und die Demokratie. Beispiele wie das Fluglärmgesetz, die Legalisierung von Heuschreckenfonds und milliardenschwere Investitionsprojekte zeigen, wie Unternehmen Einfluss nehmen. In Hessen überwachen Mitarbeiter des Flughafenkonzerns Fraport sogar die Einhaltung des Nachtflugverbots. Auch die EU-Kommission nutzt „U-Boote“ der Industrie, wie im Fall der Chemikalienrichtlinie REACH, wo ein BASF-Mitarbeiter sowohl in der EU-Kommission als auch im Bundeswirtschaftsministerium tätig war, um die Richtlinie im Sinne der Industrie zu beeinflussen. Die Autoren decken die Einflusskanäle der Wirtschaft auf staatliche Entscheidungen auf und kritisieren demokratische Regelverstöße.

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Der gekaufte Staat, Sascha Adamek

Jazyk
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2009
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Titul
Der gekaufte Staat
Podtitul
Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben - Aktualisierte Neuausgabe
Jazyk
německy
Rok vydání
2009
Vazba
měkká
ISBN10
3462040995
ISBN13
9783462040999
Série
Hodnocení
3,8 z 5
Anotace
Gesetze werden von Konzernen beeinflusst, deren Vertreter in Ministerien sitzen und von diesen bezahlt werden. Früher wäre dies als Korruption bezeichnet worden. Die Recherchen der Autoren führten zu einem bedeutenden journalistischen Erfolg: Der Bundesrechnungshof entsandte Prüfer in alle Bundesministerien, und die Bundesregierung erließ neue Verwaltungsvorschriften. Über hundert Mitarbeiter großer deutscher Unternehmen sind in Ministerien tätig, arbeiten an Gesetzen mit und gefährden damit die Unabhängigkeit staatlicher Entscheidungen und die Demokratie. Beispiele wie das Fluglärmgesetz, die Legalisierung von Heuschreckenfonds und milliardenschwere Investitionsprojekte zeigen, wie Unternehmen Einfluss nehmen. In Hessen überwachen Mitarbeiter des Flughafenkonzerns Fraport sogar die Einhaltung des Nachtflugverbots. Auch die EU-Kommission nutzt „U-Boote“ der Industrie, wie im Fall der Chemikalienrichtlinie REACH, wo ein BASF-Mitarbeiter sowohl in der EU-Kommission als auch im Bundeswirtschaftsministerium tätig war, um die Richtlinie im Sinne der Industrie zu beeinflussen. Die Autoren decken die Einflusskanäle der Wirtschaft auf staatliche Entscheidungen auf und kritisieren demokratische Regelverstöße.