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Für den Arsch

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Nie waren die Hoffnungen über die politischen Möglichkeiten einer schwulen Subjektivität und Gemeinschaft sowie die Analyse ihres Scheiterns so erbarmungslos wie in diesem Text, der ursprünglich 1973 anonym in der Zeitschrift Recherches veröffentlicht wurde. Christian Maurels Werk stellt die provokante Frage nach der subjektiven, sozialen und politischen Bedeutung der libidinösen Besetzung des Arsches beim Sex zwischen Männern. Diese Frage, die im Kontext einer auf rechtliche Anerkennung und Respektabilität fokussierten Schwulen- und Lesbenbewegung als skandalös gilt, beleuchtet die Verknüpfung von Politik und Begehren in der Moderne. Maurel betont, dass queere Kritik nicht ohne Bezug auf das 'Perverse' der Sexualität auskommen kann. Die theoretischen Grundlagen dieses Denkens, das nach den Ereignissen von 1968 entstand, beziehen sich auf die Arbeiten von Guy Hocquenghem sowie die Psychoanalyse-Kritik von Gilles Deleuze und Félix Guattari. Diese Perspektiven sind für aktuelle queere Debatten von Bedeutung, da eine Deleuzianische Queer Theory als Alternative zu Judith Butlers performativem Identitätsverständnis fungiert. Der Text, der nach seiner Veröffentlichung 1973 verboten wurde, erscheint nun erstmals als eigenständiger Band in einer neuen Übersetzung von Tobias Haberkorn, begleitet von einem ausführlichen Essay von Peter Rehberg.

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Für den Arsch, Christian Maurel

Jazyk
Rok vydání
2019
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Titul
Für den Arsch
Jazyk
německy
Vydavatel
August Verlag
Rok vydání
2019
Vazba
měkká
ISBN10
3941360639
ISBN13
9783941360631
Série
Hodnocení
4 z 5
Anotace
Nie waren die Hoffnungen über die politischen Möglichkeiten einer schwulen Subjektivität und Gemeinschaft sowie die Analyse ihres Scheiterns so erbarmungslos wie in diesem Text, der ursprünglich 1973 anonym in der Zeitschrift Recherches veröffentlicht wurde. Christian Maurels Werk stellt die provokante Frage nach der subjektiven, sozialen und politischen Bedeutung der libidinösen Besetzung des Arsches beim Sex zwischen Männern. Diese Frage, die im Kontext einer auf rechtliche Anerkennung und Respektabilität fokussierten Schwulen- und Lesbenbewegung als skandalös gilt, beleuchtet die Verknüpfung von Politik und Begehren in der Moderne. Maurel betont, dass queere Kritik nicht ohne Bezug auf das 'Perverse' der Sexualität auskommen kann. Die theoretischen Grundlagen dieses Denkens, das nach den Ereignissen von 1968 entstand, beziehen sich auf die Arbeiten von Guy Hocquenghem sowie die Psychoanalyse-Kritik von Gilles Deleuze und Félix Guattari. Diese Perspektiven sind für aktuelle queere Debatten von Bedeutung, da eine Deleuzianische Queer Theory als Alternative zu Judith Butlers performativem Identitätsverständnis fungiert. Der Text, der nach seiner Veröffentlichung 1973 verboten wurde, erscheint nun erstmals als eigenständiger Band in einer neuen Übersetzung von Tobias Haberkorn, begleitet von einem ausführlichen Essay von Peter Rehberg.