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Flughafen Berlin-Tegel

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Am 8. November 2020 startete das letzte Verkehrsflugzeug vom Flughafen Berlin-Tegel. Zurück bleibt Leere. Zurück bleibt aber auch ein utopischer Raum, der sich an die Idee dieses Ortes, seine Architektur und Geschichte knüpft. In dieser Hinsicht gleicht der ehemalige Flughafen nicht den großen internationalen Drehkreuzen in Shanghai, Denver, London oder Frankfurt am Main, die sich in ihrer Aufmachung aus endlosen Wartehallen, Check-in-Schaltern, Absperrbändern, Rolltreppen und Einkaufsmöglichkeiten kaum voneinander unterscheiden. Berlin-Tegel ist nicht nur einer von vielen Transiträumen einer globalisierten Gegenwart, sondern auch ein ganz konkreter Ort mit historischer und gesellschaftlicher Bedeutung. Andreas Gehrke war 2020/2021 dort, um das einst überfüllte Terminal der Haupthalle, das außer Betrieb genommene Flugfeld sowie die verlassenen Sekundärbauten zu fotografieren. Seine Bilder zeigen einen entscheidenden Moment in der Geschichte des Areals, in dem Stillstand und Vision offen zutage treten. Ohne Flugbetrieb ist Berlin-Tegel ein unter Denkmalschutz gestelltes Bauensemble, legitimiert durch seine verkehrs-, architektur- und sozialgeschichtliche Bedeutung, seiner eigentlichen Funktion benommen und für die Umnutzung freigegeben. Ein Flughafen, der kein Flughafen ist.

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Flughafen Berlin-Tegel, Andreas Gehrke

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Titul
Flughafen Berlin-Tegel
Jazyk
německy
Vydavatel
Drittel Books
Rok vydání
2023
Vazba
pevná
Počet stran
144
ISBN10
398188664X
ISBN13
9783981886641
Série
Anotace
Am 8. November 2020 startete das letzte Verkehrsflugzeug vom Flughafen Berlin-Tegel. Zurück bleibt Leere. Zurück bleibt aber auch ein utopischer Raum, der sich an die Idee dieses Ortes, seine Architektur und Geschichte knüpft. In dieser Hinsicht gleicht der ehemalige Flughafen nicht den großen internationalen Drehkreuzen in Shanghai, Denver, London oder Frankfurt am Main, die sich in ihrer Aufmachung aus endlosen Wartehallen, Check-in-Schaltern, Absperrbändern, Rolltreppen und Einkaufsmöglichkeiten kaum voneinander unterscheiden. Berlin-Tegel ist nicht nur einer von vielen Transiträumen einer globalisierten Gegenwart, sondern auch ein ganz konkreter Ort mit historischer und gesellschaftlicher Bedeutung. Andreas Gehrke war 2020/2021 dort, um das einst überfüllte Terminal der Haupthalle, das außer Betrieb genommene Flugfeld sowie die verlassenen Sekundärbauten zu fotografieren. Seine Bilder zeigen einen entscheidenden Moment in der Geschichte des Areals, in dem Stillstand und Vision offen zutage treten. Ohne Flugbetrieb ist Berlin-Tegel ein unter Denkmalschutz gestelltes Bauensemble, legitimiert durch seine verkehrs-, architektur- und sozialgeschichtliche Bedeutung, seiner eigentlichen Funktion benommen und für die Umnutzung freigegeben. Ein Flughafen, der kein Flughafen ist.