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An den Rändern der Literatur. Dokument und Literatur in zentraleuropäischen Kulturen

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Die Integration von Dokumenten wird als Geste der Spaltung betrachtet, die das Zusammenspiel faktischer und fiktionaler Wahrheitsbehauptungen in literarischen Texten betont. Dies führt zu einem Widerspruch zwischen dem dokumentarischen Anspruch auf Glaubwürdigkeit und der Literarizität des Textes. Die erste Prämisse des Bandes behandelt die Auswirkungen des dokumentarischen Paktes auf die Bestimmung von Literatur. Die Referenzfunktion der Dokumentarliteratur führt zum ständigen Überschreiten der Grenze zwischen Fakt und Fiktion, wobei diese Grenze instabil bleibt und die Realität transfiguriert. Um die verschiedenen Ausprägungen des Dokumentarischen zu erfassen, wird eine kommunikativ-funktionale Bestimmung der Literatur vorgeschlagen, die vom dokumentarischen Gestus und der exponierten Text-Kontext-Beziehung ausgeht. Eine weitere Prämisse ist, dass das Jahr 1989 – mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende des Kalten Krieges – als politische Zäsur angesehen werden kann, die das Aufkommen neuer dokumentarischer Verfahren in zentraleuropäischen Literaturen begünstigte und die Grenzen zwischen dem Literarischen und Dokumentarischen neu positionierte.

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An den Rändern der Literatur. Dokument und Literatur in zentraleuropäischen Kulturen, Milka Car

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2023
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Titul
An den Rändern der Literatur. Dokument und Literatur in zentraleuropäischen Kulturen
Jazyk
německy
Autoři
Milka Car
Rok vydání
2023
Vazba
pevná
Počet stran
277
ISBN10
320521711X
ISBN13
9783205217114
Série
Anotace
Die Integration von Dokumenten wird als Geste der Spaltung betrachtet, die das Zusammenspiel faktischer und fiktionaler Wahrheitsbehauptungen in literarischen Texten betont. Dies führt zu einem Widerspruch zwischen dem dokumentarischen Anspruch auf Glaubwürdigkeit und der Literarizität des Textes. Die erste Prämisse des Bandes behandelt die Auswirkungen des dokumentarischen Paktes auf die Bestimmung von Literatur. Die Referenzfunktion der Dokumentarliteratur führt zum ständigen Überschreiten der Grenze zwischen Fakt und Fiktion, wobei diese Grenze instabil bleibt und die Realität transfiguriert. Um die verschiedenen Ausprägungen des Dokumentarischen zu erfassen, wird eine kommunikativ-funktionale Bestimmung der Literatur vorgeschlagen, die vom dokumentarischen Gestus und der exponierten Text-Kontext-Beziehung ausgeht. Eine weitere Prämisse ist, dass das Jahr 1989 – mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende des Kalten Krieges – als politische Zäsur angesehen werden kann, die das Aufkommen neuer dokumentarischer Verfahren in zentraleuropäischen Literaturen begünstigte und die Grenzen zwischen dem Literarischen und Dokumentarischen neu positionierte.