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Sichtbares Urbild

Goethes Augenblicks-Initiation am Odilienberg 1771 und ihre Ausstrahlung auf das Werk im Echo Homerischer Poetik

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Ist die in Dichtung und Wahrheit einsilbig-lakonisch berichtete ›Pfingstwallfahrt‹ auf den Odilienberg im Mai 1771 wahrhaft Goethes kryptisch dargebotener Hinweis auf seine lebenswendende Initiation und resultiert aus der daraus entspringenden Erkenntnis für uns der Schlüssel zu seinem Werk? – Diese entscheidenden Fragen beantwortet die Studie mit dem Resultat, dass all die Werke auf dieser von Goethes zeitlebens verborgen gehaltenen visio-Erfahrung aufruhen, die sich damit als der Werk-stiftende nucleus und anamnetische Nabel Goethe’schen Schaffens entdecken lässt. So erweist sich, dass in der Autopsie der Toponoetik des Odilienbergs wie in der Begegnung mit der Augen-heilenden Odilia die Präfiguration der Goethe’schen Augenblicks-Emphase zu veranschlagen ist, die als der ›reine Begriff‹ des Werks gelten muss, mithin für uns als das real-ideelle Zentrum einer einheitlichen Werkdeutung, das nahezu alle Hervorbringungen regulativ bestimmt. – Insbesondere: Goethes Autopsie der dortigen großen Mauer spendete ihm ein imaginatives Nachbild des Mauerkampfs der Ilias, das kraft dieser daselbst lokalisierten Idee-Versinnlichung seine tiefere Homer-Entflammung motivierte. Was bisher unter restloser Verkennung dieses biographischen Prinzipiums nicht in Betracht zu ziehen war, wird damit erstmals aufgewiesen wie werkanalytisch abgeglichen: dass die Anamnesis-Stätte des Odilienbergs Goethe zum sichtbaren Urbild wurde.

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Sichtbares Urbild, Albrecht Huber

Jazyk
Rok vydání
2023
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Titul
Sichtbares Urbild
Podtitul
Goethes Augenblicks-Initiation am Odilienberg 1771 und ihre Ausstrahlung auf das Werk im Echo Homerischer Poetik
Jazyk
německy
Rok vydání
2023
ISBN10
3826078403
ISBN13
9783826078408
Série
Štítky
Beletrie, Poezie
Anotace
Ist die in Dichtung und Wahrheit einsilbig-lakonisch berichtete ›Pfingstwallfahrt‹ auf den Odilienberg im Mai 1771 wahrhaft Goethes kryptisch dargebotener Hinweis auf seine lebenswendende Initiation und resultiert aus der daraus entspringenden Erkenntnis für uns der Schlüssel zu seinem Werk? – Diese entscheidenden Fragen beantwortet die Studie mit dem Resultat, dass all die Werke auf dieser von Goethes zeitlebens verborgen gehaltenen visio-Erfahrung aufruhen, die sich damit als der Werk-stiftende nucleus und anamnetische Nabel Goethe’schen Schaffens entdecken lässt. So erweist sich, dass in der Autopsie der Toponoetik des Odilienbergs wie in der Begegnung mit der Augen-heilenden Odilia die Präfiguration der Goethe’schen Augenblicks-Emphase zu veranschlagen ist, die als der ›reine Begriff‹ des Werks gelten muss, mithin für uns als das real-ideelle Zentrum einer einheitlichen Werkdeutung, das nahezu alle Hervorbringungen regulativ bestimmt. – Insbesondere: Goethes Autopsie der dortigen großen Mauer spendete ihm ein imaginatives Nachbild des Mauerkampfs der Ilias, das kraft dieser daselbst lokalisierten Idee-Versinnlichung seine tiefere Homer-Entflammung motivierte. Was bisher unter restloser Verkennung dieses biographischen Prinzipiums nicht in Betracht zu ziehen war, wird damit erstmals aufgewiesen wie werkanalytisch abgeglichen: dass die Anamnesis-Stätte des Odilienbergs Goethe zum sichtbaren Urbild wurde.