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Von Moria bis Hanau - Brutalisierung und Widerstand

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Seit dem »langen Sommer der Migration« 2015 hat sich das europäische Grenzregime grundlegend verändert, gekennzeichnet durch eine Brutalisierung der Grenzschutzpraktiken und eine Politik des aktiven Sterbenlassens an den Außengrenzen. Die Vorverlagerung der Grenze in die Sahelzone, die Aufrüstung libyscher Milizen und die Einrichtung geschlossener Lager auf griechischen Inseln sind Beispiele für die repressive Reaktion auf Migrationsbewegungen. Das »Migrationsmanagement« wird in regionalen Laboratorien erprobt, die zu Orten von Gewalt und Widerstand geworden sind. Gleichzeitig gewinnen rechte Bewegungen und Regierungen innerhalb Europas an Einfluss. Trotz der sozialen Realität einer post-migrantischen Gesellschaft bleibt das neue Grenzregime von Rassismus geprägt. Die Kämpfe um Teilhabe und Bewegungsfreiheit haben sich seit 2015 ebenfalls gewandelt, mit neuen Allianzen, die für radikale Vielfalt und Offenheit eintreten. Dieser Band dokumentiert die vielfältigen Entwicklungen und verbindet rassismustheoretische sowie postkoloniale Perspektiven mit Methoden der kritischen Migrations- und Grenzregimeforschung. Widerständige Praktiken und der Kampf gegen die repressive Neuordnung des Grenzregimes werden aufgezeigt, die durch die Migration immer wieder herausgefordert werden.

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Von Moria bis Hanau - Brutalisierung und Widerstand, Valeria Hänsel

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2022
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Titul
Von Moria bis Hanau - Brutalisierung und Widerstand
Jazyk
německy
Vydavatel
Assoziation A
Rok vydání
2022
Vazba
měkká
ISBN10
3862414825
ISBN13
9783862414826
Série
Hodnocení
1 z 5
Anotace
Seit dem »langen Sommer der Migration« 2015 hat sich das europäische Grenzregime grundlegend verändert, gekennzeichnet durch eine Brutalisierung der Grenzschutzpraktiken und eine Politik des aktiven Sterbenlassens an den Außengrenzen. Die Vorverlagerung der Grenze in die Sahelzone, die Aufrüstung libyscher Milizen und die Einrichtung geschlossener Lager auf griechischen Inseln sind Beispiele für die repressive Reaktion auf Migrationsbewegungen. Das »Migrationsmanagement« wird in regionalen Laboratorien erprobt, die zu Orten von Gewalt und Widerstand geworden sind. Gleichzeitig gewinnen rechte Bewegungen und Regierungen innerhalb Europas an Einfluss. Trotz der sozialen Realität einer post-migrantischen Gesellschaft bleibt das neue Grenzregime von Rassismus geprägt. Die Kämpfe um Teilhabe und Bewegungsfreiheit haben sich seit 2015 ebenfalls gewandelt, mit neuen Allianzen, die für radikale Vielfalt und Offenheit eintreten. Dieser Band dokumentiert die vielfältigen Entwicklungen und verbindet rassismustheoretische sowie postkoloniale Perspektiven mit Methoden der kritischen Migrations- und Grenzregimeforschung. Widerständige Praktiken und der Kampf gegen die repressive Neuordnung des Grenzregimes werden aufgezeigt, die durch die Migration immer wieder herausgefordert werden.