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Jenseits von Eigennutz

Potentiale und Grenzen evolutionstheoretischer Perspektiven zur Beschreibung der christlichen Religion

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Gegenwärtige evolutionstheoretische Perspektiven analysieren Religion hinsichtlich ihrer evolutionären Entstehung und Vorteile. Diese Arbeit beleuchtet das biblische Sozialethos im Vergleich zu evolutionär erfolgreichen Verhaltensweisen. Nächstenliebe gegenüber Fremden und Statusverzicht werden als gebotene Verhaltensweisen betrachtet, während evolutionär erfolgreiches Verhalten oft auf die Erhöhung der eigenen Überlebens- und Reproduktionschancen abzielt, häufig auf Kosten anderer. Aus der Sicht einer evolutionären Anthropologie ist der Mensch sowohl Natur- als auch Kulturwesen, geprägt von archaischen Instinkten, aber auch fähig zu lernen und zu lehren. Er kann Narrative und Rituale entwickeln, die sein Verhalten über diese Instinkte hinaus beeinflussen. Der christliche Glaube fördert eine Wahrnehmung der Welt, die auf der angenommenen Güte Gottes basiert und darauf abzielt, Lebensmöglichkeiten nicht gegeneinander auszuspielen, sondern gemeinsam zu entwickeln. Dies steht im Widerspruch zu evolutionär bedingten Verhaltens- und Wahrnehmungsstrukturen des Menschen, wie sie in der Soziobiologie und evolutionären Psychologie beschrieben werden.

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Jenseits von Eigennutz, Corinna Klodt

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Titul
Jenseits von Eigennutz
Podtitul
Potentiale und Grenzen evolutionstheoretischer Perspektiven zur Beschreibung der christlichen Religion
Jazyk
německy
Rok vydání
2021
Vazba
pevná
Počet stran
266
ISBN10
3525568576
ISBN13
9783525568576
Série
Anotace
Gegenwärtige evolutionstheoretische Perspektiven analysieren Religion hinsichtlich ihrer evolutionären Entstehung und Vorteile. Diese Arbeit beleuchtet das biblische Sozialethos im Vergleich zu evolutionär erfolgreichen Verhaltensweisen. Nächstenliebe gegenüber Fremden und Statusverzicht werden als gebotene Verhaltensweisen betrachtet, während evolutionär erfolgreiches Verhalten oft auf die Erhöhung der eigenen Überlebens- und Reproduktionschancen abzielt, häufig auf Kosten anderer. Aus der Sicht einer evolutionären Anthropologie ist der Mensch sowohl Natur- als auch Kulturwesen, geprägt von archaischen Instinkten, aber auch fähig zu lernen und zu lehren. Er kann Narrative und Rituale entwickeln, die sein Verhalten über diese Instinkte hinaus beeinflussen. Der christliche Glaube fördert eine Wahrnehmung der Welt, die auf der angenommenen Güte Gottes basiert und darauf abzielt, Lebensmöglichkeiten nicht gegeneinander auszuspielen, sondern gemeinsam zu entwickeln. Dies steht im Widerspruch zu evolutionär bedingten Verhaltens- und Wahrnehmungsstrukturen des Menschen, wie sie in der Soziobiologie und evolutionären Psychologie beschrieben werden.