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Armenierinnen und Armenier in der Türkei

Postgenozidale Gesellschaft, Politik und Geschichte

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Talin Suciyan füllt, wie Raymond Kevorkian, Autor des Standardwerkes The Armenian Genocide: A Complete History (2011) anmerkt, mit ihrer Geschichte der Türkei eine historiografische Lücke. In deren Zentrum stehen die Überlebenden des Völkermordes an den Armeniern im Jahre 1915, deren Nachfahren und ihre Quellen. Suciyan hat Armenier/-innen in und außerhalb der Türkei befragt, und diese Oral History mit diversen armenischen Primärquellen (Zeitschriften, Jahrbüchern, Veröffentlichungen des Istanbuler Patriarchats) sowie mit Quellen aus türkischen staatlichen Archiven zusammengebracht. Es zeigt sich, dass der Alltag der armenischen Community wie der gesamten türkischen Gesellschaft geprägt ist von der permanenten Leugnung des Völkermordes, die den türkischen Staat vor und nach der Gründung der Republik auf allen Ebenen durchzieht. Welche Art von Gesellschaft hat sich so in den letzten 100 Jahren gebildet? Und wie haben Überlebende und Nachkommen in dieser Leugnungsgesellschaft gelebt? Während der heutige Diskurs die Republiksgründung oft als fortschrittlich, modern und säkular behauptet, dreht Suciyan das Rad der Geschichte zurück und bringt die Stimmen und das Schweigen der Überlebenden ins Hier und Jetzt (Jean Luc Nancy).

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Armenierinnen und Armenier in der Türkei, Talin Suciyan

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Titul
Armenierinnen und Armenier in der Türkei
Podtitul
Postgenozidale Gesellschaft, Politik und Geschichte
Jazyk
německy
Rok vydání
2021
Vazba
pevná
Počet stran
294
ISBN10
3110653842
ISBN13
9783110653847
Série
Anotace
Talin Suciyan füllt, wie Raymond Kevorkian, Autor des Standardwerkes The Armenian Genocide: A Complete History (2011) anmerkt, mit ihrer Geschichte der Türkei eine historiografische Lücke. In deren Zentrum stehen die Überlebenden des Völkermordes an den Armeniern im Jahre 1915, deren Nachfahren und ihre Quellen. Suciyan hat Armenier/-innen in und außerhalb der Türkei befragt, und diese Oral History mit diversen armenischen Primärquellen (Zeitschriften, Jahrbüchern, Veröffentlichungen des Istanbuler Patriarchats) sowie mit Quellen aus türkischen staatlichen Archiven zusammengebracht. Es zeigt sich, dass der Alltag der armenischen Community wie der gesamten türkischen Gesellschaft geprägt ist von der permanenten Leugnung des Völkermordes, die den türkischen Staat vor und nach der Gründung der Republik auf allen Ebenen durchzieht. Welche Art von Gesellschaft hat sich so in den letzten 100 Jahren gebildet? Und wie haben Überlebende und Nachkommen in dieser Leugnungsgesellschaft gelebt? Während der heutige Diskurs die Republiksgründung oft als fortschrittlich, modern und säkular behauptet, dreht Suciyan das Rad der Geschichte zurück und bringt die Stimmen und das Schweigen der Überlebenden ins Hier und Jetzt (Jean Luc Nancy).