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Anaesthesie und ärztliche Sorgfaltspflicht

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In keinem Beruf geht es tagtaglich so sehr und so oft um Men- schenleben, wie in der Anaesthesiologie und Intensivmedizin. Denn "der Schlaf ist der Bruder des Todes", wie schon in der antiken Medizin diskutiert Schon die schone Helena kannte einen Trank, der Schmerzen und Leiden vergessen lieB ( Ilias), eine Mischung aus Alrau- ne, Mandragora, Opium und griechischem Wein. Die Mortalitat der frtiheren Schlaf- und Betaubungstranke war jedoch hoch ( Tod von Gretchens Mutter). Ich schatze die Anaesthesiemortalitat noch im Mittelalter (Schlafschwamme) auf 1: 10 (ihre Anwendung wurde deshalb zeit- weise von Kirche und Staat verboten). Noch urn das Jahr 1900 betrug die Anaesthesiemortalitatan der chirurgischen Universitatsklinik Heidelberg 1: 100 (Disserta- tion von URSULA BRIAN Heidelberg 1957). Auch he ute noch rechnet man im Durchschnitt der Weltliteratur mit einem Narkosetodes- fall auf 1000 bis 3000 Anaesthesien, an den Spitzenkliniken mit gut funktionierenden Anaesthesieabteilungen mit 1: 10.000 bis 1: 30.000. Unter dies en Umstanden ist es verstandlich, daB Narkosezwischen- und Todesfalle auch heute noch groBe Beachtung finden und haufig Gegenstand von arztlichen Gutachten sind, wie jeder altere Anaesthesist von den an ihn herangetragenen Gutachtenanforde- rungen weiB. Umgekehrt verlangen die Haftpflichtversicherungen auf der ganzen Welt von den Anaesthesisten mit die hochsten Beitrage tiberhaupt.

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Anaesthesie und ärztliche Sorgfaltspflicht, H. W. Opderbecke

Jazyk
Rok vydání
1978
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Titul
Anaesthesie und ärztliche Sorgfaltspflicht
Jazyk
německy
Vydavatel
Springer
Rok vydání
1978
Vazba
měkká
Počet stran
136
ISBN10
3540089764
ISBN13
9783540089766
Série
Anotace
In keinem Beruf geht es tagtaglich so sehr und so oft um Men- schenleben, wie in der Anaesthesiologie und Intensivmedizin. Denn "der Schlaf ist der Bruder des Todes", wie schon in der antiken Medizin diskutiert Schon die schone Helena kannte einen Trank, der Schmerzen und Leiden vergessen lieB ( Ilias), eine Mischung aus Alrau- ne, Mandragora, Opium und griechischem Wein. Die Mortalitat der frtiheren Schlaf- und Betaubungstranke war jedoch hoch ( Tod von Gretchens Mutter). Ich schatze die Anaesthesiemortalitat noch im Mittelalter (Schlafschwamme) auf 1: 10 (ihre Anwendung wurde deshalb zeit- weise von Kirche und Staat verboten). Noch urn das Jahr 1900 betrug die Anaesthesiemortalitatan der chirurgischen Universitatsklinik Heidelberg 1: 100 (Disserta- tion von URSULA BRIAN Heidelberg 1957). Auch he ute noch rechnet man im Durchschnitt der Weltliteratur mit einem Narkosetodes- fall auf 1000 bis 3000 Anaesthesien, an den Spitzenkliniken mit gut funktionierenden Anaesthesieabteilungen mit 1: 10.000 bis 1: 30.000. Unter dies en Umstanden ist es verstandlich, daB Narkosezwischen- und Todesfalle auch heute noch groBe Beachtung finden und haufig Gegenstand von arztlichen Gutachten sind, wie jeder altere Anaesthesist von den an ihn herangetragenen Gutachtenanforde- rungen weiB. Umgekehrt verlangen die Haftpflichtversicherungen auf der ganzen Welt von den Anaesthesisten mit die hochsten Beitrage tiberhaupt.