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Universitätstaschenbücher - 406: Nuklearmedizin

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Als Pionierleistung in der Nuklearmedizin gilt die Entwicklung der Indikatortechnik mit radioaktiven Isotopen durch den ungarischen Physikochemiker und Nobelpreisträger Georg von Hevesy. Diese Methode basiert auf der Annahme, dass lebende Organismen die verschiedenen Isotope eines Elements nicht unterscheiden können. Einem Organismus zugeführte radioaktive Isotope erleiden das gleiche Schicksal wie die inaktiven Isotope, was bedeutet, dass sie an denselben Transport-, Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozessen teilnehmen. Aufgrund ihrer Strahlung können radioaktive Isotope qualitativ und quantitativ verfolgt werden und dienen somit als Indikatoren oder Tracer. Zunächst beschränkten sich die Untersuchungen auf natürliche radioaktive Isotope, später kamen künstlich erzeugte hinzu. Der Bau von Kernreaktoren ab 1942 ermöglichte die Erzeugung radioaktiver Isotope nahezu aller Elemente in erforderlichem Umfang. Mit der Entwicklung empfindlicher Strahlungsdetektoren und Fortschritten in der Elektronik wurden die technischen Voraussetzungen für den Aufschwung der Nuklearmedizin geschaffen. Diese Verfahren bieten erhebliche Vorteile, da sie krankhafte Abweichungen erkennen, die mit anderen Methoden nicht erfasst werden können, und in der Regel weniger eingreifend für den Patienten sind. Zudem können in der Nuklearmedizin minimale Substanzmengen verwendet werden, wodurch toxische, pharmakologische oder allergische Wirkungen weitgehend ver

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Universitätstaschenbücher - 406: Nuklearmedizin, Konrad Hennig, Peter Woller

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1974
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Dobrá
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69 Kč

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