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Im Jahr 1500 waren die Territorialherrschaften im Alten Reich als Sieger aus dem Machtkampf zwischen Kaiser und Landesfürsten hervorgegangen. Diese neuen fürstlichen Repräsentationsbedürfnisse und die gestiegene höfische Konkurrenz führten zu einer größeren Wertschätzung der Künste und einem gewachsenen Selbstbewusstsein der Künstler an den Höfen. Die Künstler unterstützten den Wunsch der Fürsten nach exklusiver medialer Inszenierung sowie historisch-mythologischer Legitimation und religiöser Absicherung ihrer Herrschaftsansprüche. Angeregt von Humanisten traten sie in einen produktiven Wettstreit sowohl untereinander als auch mit ihren legendären antiken Vorgängern. Ein markantes Merkmal dieses Paradigmenwechsels war die neue Bedeutung des Porträts als eigenständige Gattung. Zu den bedeutenden bildnerischen Aufgaben gehörten auch Herrschermemoria und die von Fürsten geschaffenen Zeugnisse ihrer Frömmigkeit, wie Reliquiensammlungen oder Altäre, sowie die Gestaltung des höfischen Lebens, der Jagd und der Turnierkunst. Die Ausstellung der Kunstsammlungen der Veste Coburg beleuchtet erstmals die Besonderheiten der deutschen Hofkunst um 1500 aus einer kultur- und mediengeschichtlichen Perspektive, mit besonderem Augenmerk auf die kulturell und künstlerisch herausragenden Höfe Kaiser Maximilians und der sächsischen Kurfürsten, wobei Lucas Cranach d.Ä. als führende Künstlerpersönlichkeit hervorsticht.

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Apelles am Fürstenhof, Matthias Müller, Kunstsammlungen der Veste Coburg

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2010
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Titul
Apelles am Fürstenhof
Jazyk
německy
Vydavatel
Lukas Verlag
Rok vydání
2010
Vazba
pevná
Počet stran
316
ISBN10
3867320926
ISBN13
9783867320924
Série
Anotace
Im Jahr 1500 waren die Territorialherrschaften im Alten Reich als Sieger aus dem Machtkampf zwischen Kaiser und Landesfürsten hervorgegangen. Diese neuen fürstlichen Repräsentationsbedürfnisse und die gestiegene höfische Konkurrenz führten zu einer größeren Wertschätzung der Künste und einem gewachsenen Selbstbewusstsein der Künstler an den Höfen. Die Künstler unterstützten den Wunsch der Fürsten nach exklusiver medialer Inszenierung sowie historisch-mythologischer Legitimation und religiöser Absicherung ihrer Herrschaftsansprüche. Angeregt von Humanisten traten sie in einen produktiven Wettstreit sowohl untereinander als auch mit ihren legendären antiken Vorgängern. Ein markantes Merkmal dieses Paradigmenwechsels war die neue Bedeutung des Porträts als eigenständige Gattung. Zu den bedeutenden bildnerischen Aufgaben gehörten auch Herrschermemoria und die von Fürsten geschaffenen Zeugnisse ihrer Frömmigkeit, wie Reliquiensammlungen oder Altäre, sowie die Gestaltung des höfischen Lebens, der Jagd und der Turnierkunst. Die Ausstellung der Kunstsammlungen der Veste Coburg beleuchtet erstmals die Besonderheiten der deutschen Hofkunst um 1500 aus einer kultur- und mediengeschichtlichen Perspektive, mit besonderem Augenmerk auf die kulturell und künstlerisch herausragenden Höfe Kaiser Maximilians und der sächsischen Kurfürsten, wobei Lucas Cranach d.Ä. als führende Künstlerpersönlichkeit hervorsticht.