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Die Struktur des idealen Staates in Platons Politeia

Die Grundgedanken des platonischen Idealstaates angesichts antiker und moderner Kritik

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Platon kann leicht missverstanden werden, was zu verschiedenen problematischen Interpretationen führt: (a) Die Suche nach einem normativen Guten könnte enge Moralvorstellungen fördern; (b) seine utopischen Ideen könnten als Flucht in Wunschträume missdeutet werden; (c) die richtige Balance könnte mit einem schlechten Kompromiss verwechselt werden; (d) die Wertschätzung des Sachverstands könnte in bloße Technisierung umschlagen; (e) die Forderung nach Gehorsam gegenüber Gesetzen könnte ungute Gesetze legitimieren; (f) das Einfügen des Einzelnen in die Gemeinschaft könnte zur totalitären Verherrlichung des Kollektivs führen. Das Erkennen dieser Missdeutungen könnte den Eindruck erwecken, dass eine Trennung von Platon notwendig sei: Seine Ansichten waren nicht totalitär, doch er gehört zu den Weltverbesserern, deren gutgemeinte Utopien oft missverstanden wurden und in Intoleranz und Gewalt endeten. Das Buch bietet eine philologische und philosophische Analyse der Grundstruktur des Idealstaates sowie der gesellschaftlichen Ordnungen in Platons Politeia, unter Berücksichtigung antiker und moderner Kritik. Es fasst das Verständnis der Voraussetzungen des idealen Staates und die Grundintention seiner Staatsphilosophie zusammen, geleitet von den Tübinger Ansätzen der Platoninterpretation, insbesondere den neuen historischen Perspektiven von H.-J. Krämer, K. Gaiser und Th. A. Szlezák.

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Die Struktur des idealen Staates in Platons Politeia, Sung-Chul Rhim

Jazyk
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2005
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Titul
Die Struktur des idealen Staates in Platons Politeia
Podtitul
Die Grundgedanken des platonischen Idealstaates angesichts antiker und moderner Kritik
Jazyk
německy
Rok vydání
2005
Vazba
měkká
Počet stran
169
ISBN10
3826031091
ISBN13
9783826031090
Série
Anotace
Platon kann leicht missverstanden werden, was zu verschiedenen problematischen Interpretationen führt: (a) Die Suche nach einem normativen Guten könnte enge Moralvorstellungen fördern; (b) seine utopischen Ideen könnten als Flucht in Wunschträume missdeutet werden; (c) die richtige Balance könnte mit einem schlechten Kompromiss verwechselt werden; (d) die Wertschätzung des Sachverstands könnte in bloße Technisierung umschlagen; (e) die Forderung nach Gehorsam gegenüber Gesetzen könnte ungute Gesetze legitimieren; (f) das Einfügen des Einzelnen in die Gemeinschaft könnte zur totalitären Verherrlichung des Kollektivs führen. Das Erkennen dieser Missdeutungen könnte den Eindruck erwecken, dass eine Trennung von Platon notwendig sei: Seine Ansichten waren nicht totalitär, doch er gehört zu den Weltverbesserern, deren gutgemeinte Utopien oft missverstanden wurden und in Intoleranz und Gewalt endeten. Das Buch bietet eine philologische und philosophische Analyse der Grundstruktur des Idealstaates sowie der gesellschaftlichen Ordnungen in Platons Politeia, unter Berücksichtigung antiker und moderner Kritik. Es fasst das Verständnis der Voraussetzungen des idealen Staates und die Grundintention seiner Staatsphilosophie zusammen, geleitet von den Tübinger Ansätzen der Platoninterpretation, insbesondere den neuen historischen Perspektiven von H.-J. Krämer, K. Gaiser und Th. A. Szlezák.