A magyarországi Volksbund Berlin és Budapest között 1938 - 1944
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Die osmanisch-habsburgische Grenzregion vom 16. bis zum 18. Jahrhundert
In letzter Zeit sind Grenzen und Grenzregionen wieder verstärkt in den Fokus der Forschung gerückt: Wie entstehen Grenzen? Welche trennenden und gesellschaftlich wie kulturell übergreifenden Funktionen erfüllen sie? Wie steht es um das Verhältnis von Zentrum und Peripherie? Der Grenzraum zwischen dem westlichen Kulturkreis und der islamischen Welt bietet in diesem Zusammenhang ein hervorragendes Forschungsfeld, denn hier lässt sich eine lange und vielfältige Beziehungsgeschichte nachzeichnen. Im Zeitraum der frühen Neuzeit wurde die Region zum Berührungspunkt mehrerer Großreiche. Vor diesem Hintergrund untersuchen in diesem Band Fachleute mit internationalem Renommee exemplarisch reale Grenzen, Grenzvorstellungen und Grenzkonzeptionen sowie (bleibende) mentale Grenzen – gleichermaßen auf politischem, diplomatischem, gesellschaftlichem, kulturellem, kirchlichem und wirtschaftlichem Feld.
Der "Nachlass László Fritz" und die Deutschen in Ungarn 1934–1945
Die Zeitgeschichtsforschung widmet sich verstärkt solchen Personen, die als „Akteure der zweiten Reihe“ in Partei- und Beamtenapparat neben der bloßen Befehlsausführung auch im beträchtlichen Maße Eigeninitiative entwickelten und dadurch politische Aktivitäten maßgeblich (mit-)gestalteten. Eine solche „graue Eminenz“ verkörperte der Ministerialbeamte László Fritz, der zunächst aus der Position der ungarischen Minorität im Königreich Rumänien agierte, um bald darauf aus der Position der magyarischen Majorität bei der Gestaltung der „deutschen Frage“ im Königreich Ungarn gewichtig zu wirken. Diese Quellenedition zeichnet anhand von 54 Dokumenten in vier Schwerpunktthemen aus dem unedierten „Nachlass László Fritz“ den Werdegang dieses homo politicus nach – inbesondere im Hinblick auf die Gestaltung der „deutschen Frage“ in Ungarn, die mit der Vertreibung der Deutschen aus Ungarn einen tiefen Einschnitt erfuhr. Des Weiteren konnte Fritzens Lebenslauf umfassend rekonstruiert und damit zugleich verdeutlicht werden, dass er es nie verstand, zwischen Privatleben und politischem Sendungsbewusstsein zu unterscheiden. Allen Quellen wurde ein ausführliches Regest vorangestellt, das auch nicht ungarischsprachigen Lesern den Zugang zu den Dokumenten erleichtert.
Franz Anton Basch (1901-1946), 1938-1945 Vorsitzender des „Volksbundes der Deutschen in Ungarn“, wurde in einem von Oktober 1945 bis zum April 1946 dauernden Verfahren vom Budapester Volksgericht als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt und anschließend hingerichtet. Die vorliegende Edition enthält alle Akten des Gerichtsverfahrens im ungarischen Original und in deutscher Übersetzung. Die ausführliche Einleitung der beiden Herausgeber nimmt die Einordnung des Prozeßgeschehens in größere, europäische und ungarische Zusammenhänge vor und analysiert Überlieferung und Authenzität der edierten Quellen.