Das Jahrbuch untersucht die mystischen Elemente in der Bibel sowie deren Rezeption und analysiert das Potenzial der Mystik für eine zeitgemäße Biblische Theologie. Es beleuchtet, wie mystische Erfahrungen und Interpretationen das Verständnis biblischer Texte bereichern können und welche Relevanz dies für die heutige theologische Diskussion hat.
Katharer, Waldenser und andere religiöse Bewegungen
128 stránek
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Auf der Suche nach der idealen christlichen Gemeinschaft entstanden im Mittelalter religiöse Bewegungen, die neue, „alternative“ Lebensformen erprobten. Christoph Auffarth schildert anschaulich die unterschiedlichen Gruppierungen und erklärt, warum Katharer, Waldenser, Templer und andere von einer machtbewußten Kirche zu Ketzern erklärt und verfolgt wurden und wie die Franziskaner diesem Schicksal entgingen.
Das Ende des Opfer gilt als ein Meilenstein in der Entwicklung der Menschheit. Der Illusion der Moderne, die Gewalt und ihre sakrale Rechtfertigung uberwunden zu haben, stellt diese Kulturgeschichte dieses Selbstbild geradezu auf den Kopf. Die Moderne ist entfesselt von der religiosen Zuruckhaltung der Totung von Tieren und Menschen. Zudem ist das Opfer ein Zeichen der Anerkennung sowohl Gottes als auch Gottes gegenuber den Menschen als Geschenk. In einer zupackenden Sprache versteht es der Autor, sowohl historische Kulturen und Entwicklungen zu charakterisieren als auch vom konkreten Beispiel ausgehend grosse Bogen und Vergleiche zu schlagen: So beschreibt er das Opfer als Fest in der griechisch-romische Antike. Die judisch-christliche Entwicklung sei nicht Abbruch ("das Ende des Opfers"), sondern Mutation vom sakralen Ritual zur Innerlichkeit und Verkorperung. Das Opfer im Islam. Das christliche Verstandnis des Lebens als Leiden und Selbstopfer ermoglicht in der Europaischen Religionsgeschichte die Metapher, die Toten in den Nationalkriegen als Hingabe fur die Nation zu bewerten bis hin zur Benennung des Genozids an den Juden als Holocaust. Geschichte dient als Basis der Gegenwartsanalyse.
Kreuzzug, Jerusalem und Fegefeuer in religionswissenschaftlicher Perspektive
320 stránek
12 hodin čtení
Im Zentrum des Mittelalterbildes der Romantik steht die Vorstellung, dass alles Denken der Menschen auf das Leben im Jenseits gerichtet gewesen sei. Doch sie wussten sehr wohl zwischen dem irdischen und dem Himmlischen Jerusalem zu unterscheiden. Im Unterschied zum apokalyptischen Saeculum des Spätmittelalters und der Reformation motivierte die Menschen im »Zeitalter des Glaubens« jedoch eher eine Kontinuität zwischen dem irdischen und dem künftigen Reich denn eine Umkehr. In der genauen Beobachtung der Medien und der sozialen Stellung der Adressaten wird deutlich, dass das Weltbild der Apokalypse durch die Schrift und die theologische Arbeit der Kommentare zwar weitergetragen, in der Pragmatik der Rituale – in den Osterspielen, bei Bestattungen, auf den Kreuzzügen – aber präsentisch ausgelegt wird: eine unapokalyptische Lesart der Apokalypse. Christoph Auffarth nimmt als Historiker und Religionswissenschaftler die Problemstellung der Mentalitätsgeschichte auf, weitet sie aber – in bewusster Anknüpfung an die großen Entwürfe um 1900 – zu einer Kulturwissenschaft aus. Mit diesen Untersuchungen liegt nicht weniger als ein Modell für das Programm einer Europäischen Religionsgeschichte vor.
Von den Afroamerikanischen Religionen über Christentum, Islam bis zum Zen-Buddhismus - 120 Einträge vermitteln das Wissen über die Religionen der Welt. Der Kompakt-Band öffnet zugleich einen leichten Zugang zur Vielfalt der Traditionen. Damit man Religionen und Religiosität besser versteht.