Jana Mikota Knihy






Alice Rühle-Gerstel
Ihre kinderliterarischen Arbeiten im Kontext der Kinder- und Jugendliteratur der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und des Exils
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Alice Rühle-Gerstels (1894-1943) geschlechter- und erziehungstheoretische sowie kinderliterarische Arbeiten sind heute weitgehend unbekannt und werden nur vereinzelt diskutiert. Im Mittelpunkt dieser Studie stehen die Kinderbeilagen der Zeitschriften Prager Tagblatt und Svět Práce, die von Alice Rühle-Gerstel redigiert wurden. Sie werden mit der Kinderpresse der 1920er Jahre und des Exils verglichen. Dabei bemerkt man, dass die Arbeiten von Alice Rühle-Gerstel eine herausragende Rolle innerhalb der Kinderpresse des Exils einnehmen. In einem Exkurs werden auch die Kinder- und Jugendliteratur des Exils und die Haupttendenzen des Literaturangebots für Kinder vorgestellt. Die Arbeit fragt nicht nur nach der Situation der Kinder- und JugendbuchautorInnen, sondern auch nach dem Leben von Kindern im Exil. Nimmt man die Schriften von Alice Rühle-Gerstel und die Kinder- und Jugendliteratur des Exils zur Hand, so bemerkt man, wie vielfältig der kinderliterarische Markt in den 1930er Jahren war. Ergänzt wird die Arbeit durch eine biographische Skizze zu Alice Rühle-Gerstel und eine Bibliographie ihrer Schriften.
Ben muss erleben, dass seine Mutter unerwartet stirbt, sein Vater den Lebensmut verliert und er die Verantwortung für seinen jüngeren Bruder übernehmen muss. Dennoch ist der Grundton des Romans nie deprimierend oder verzweifelt. Sensibel und dennoch mit ”leichter Hand“ nähert sich der Roman auf 180 Seiten den Themen Tod, dem Leben nach dem Verlust und dem Leben selbst. Dabei wählt Höfler eine raffinierte Dramaturgie, denn Ben unterbricht seine Schilderung über die Woche nach dem Tod der Mutter, erzählt von Erinnerungen an eine glückliche Kindheit mit einer lebensfrohen Mutter und gibt Einblicke in eine Zukunft ohne die Mutter. Bis in die Nebenfiguren hinein bietet der Text Möglichkeiten für den Einsatz in der 7. Klasse an und entfaltet einen Tiefgang, der ein literarisches Gespräch sowie eine Figuren- und Erzählanalyse ermöglicht.
Lesen für die Umwelt
Verantwortung für Schöpfung, Umwelt und Natur in Kinder- und Jugendbüchern entdecken
Vor rund 10 Jahren begann die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt, monatlich Empfehlungen für Kinder- und Jugendbücher auszusprechen, um die Bedeutung von Klima- und Ressourcenschutz sowie notwendige gesellschaftliche Veränderungen in der Kinder- und Jugendliteratur hervorzuheben. Begleitend fanden zahlreiche Ausstellungen, interdisziplinäre Workshops und Buchpräsentationen statt, die auf ein wertegeleitetes Zusammenspiel aller Menschen zur Bewahrung unserer Schöpfung abzielten. Die Auseinandersetzung mit Umwelt und Natur in der Kinder- und Jugendliteratur zeigt, dass häufig gesellschaftspolitische Schlagwörter wie Klima-, Umwelt- und Naturschutz übernommen werden, ohne dass Fragen der Wertschöpfung und sozialen Solidarität explizit formuliert werden. Die Beschäftigung mit Umweltfragen erfordert jedoch eine Perspektive auf eine zukunftsorientierte, wertebasierte Gemeinschaft. Der Band versucht, beide Aspekte in seiner Auswahl zu berücksichtigen und bietet didaktische Überlegungen, die zur Nutzung der Bücher in Familien, Kindergärten, Bibliotheken, Schulen und außerschulischen Lernorten anregen. Zudem enthält er eine Liste der prämierten Klima-, Umwelt- und Naturbuchtipps der Akademie aus den Jahren 2011 bis 2022.
Dieses Lehrbuch bietet eine Didaktik, Narrativik und Ästhetik des modernen Kinderromans und dient vor allem der Einführung in die literaturdidaktische Arbeit mit dem Kinderroman in der Grundschule. Der Band zeichnet die Geschichte des Kinderromans seit 1945 nach und entwirft eine Typologie. In diesem Kontext liefert er sowohl eine Einführung in die Erzähltheorie am Beispiel des Kinderromans als auch einen Überblick über zentrale didaktische Konzepte und unterrichtspraktische Vorschläge zum Umgang mit Kinderliteratur in der Primar- und frühen Sekundarstufe. Beispielanalysen ausgewählter Kinderromane runden das Lehrbuch ab. Es ist für die Arbeit in kinderliteraturwissenschaftlichen und literaturdidaktischen Seminaren an der Universität konzipiert, wendet sich aber auch an (angehende) Lehrer: innen.
Literarisch-kulturelle Begegnungen mit dem Judentum
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Die Jahrestagung 2015 der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur widmete sich der literarisch-kulturellen Begegnung mit dem Judentum, einem zentralen Thema der Kinder- und Jugendliteratur. Diese Thematik wurde bereits 1985 von der Gründergeneration der Akademie behandelt, wobei der Holocaust nicht im Mittelpunkt steht, aber dennoch berücksichtigt wird. Die Beiträge der Tagung bieten Einblicke in die verschiedenen Darstellungen des Judentums in der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur, beleuchten den Nahostkonflikt in Comics und setzen sich mit dem Judentum aus religiöser Perspektive auseinander. Zudem werden Wege des Austauschs in Sachbüchern, historischen Romanen, Musicals, Schulbüchern und Ausstellungsprojekten aufgezeigt. Der Ariella Verlag, der erste jüdische Kinderbuchverlag in Deutschland, wird ebenfalls vorgestellt. Erstmals erscheint ein Jahrbuch im Kontext der Akademie, das über die Tagung hinaus Beiträge in Form von Laudationes, Empfehlungen und Rezensionen enthält. Zudem wird der Große Preis an Rafik Schami sowie Nachwuchspreise an Nele Brönner und Stefanie Höfler verliehen. Personen mit herausragenden Verdiensten in der Kinder- und Jugendliteratur, wie Ulrich Störiko-Blume und Dr. Franz-Josef Payrhuber, werden ebenfalls gewürdigt.
Vor einem theoretischen Hintergrund werden praktische Leseförderungskonzepte für alle vorgestellt, die mit Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren zusammenarbeiten – ob in Schule, Bibliothek oder außerschulischer Bildung. „Es gibt keine Zielgruppe, die in ihrer Diversität größer ist: Ein 10-jähriger Fünftklässler, der gerade den Übergang von der Grundschule erlebt und somit auch am Beginn der Adoleszenz steht, daneben ein 14-jähriger Schüler einer Mittelschule, mitten in der Pubertät und vor der Entscheidung, welche Ausbildung er machen soll und eine 16-jährige Gymnasiastin, die sich Gedanken darüber macht, wie sie das Abitur schaffen wird. Das nur als drei holzschnittartige stereotype Beispiele einer Gruppe, die unterschiedlicher nicht sein kann. Ist trotz der immensen Heterogenität dieser Zielgruppe Leseförderung möglich? Ja, ist sie – und sie ist wichtig!“ (Petra Bamberger, Stadtbibliothek Nürnberg)
Der Vampir in den Kinder- und Jugendmedien
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Mikota und Planka (Hrsg.) untersuchen die vielfältigen Darstellungen von Vampiren in Medien für Kinder und Jugendliche. Seit den 1980er Jahren hat der Vampir in diesem Bereich an Popularität gewonnen, mit einem Höhepunkt durch die Twilight-Romane von Stephenie Meyer. Der Sammelband analysiert diese medialen Ausformungen umfassend und betrachtet sowohl literarische als auch filmische und kulturwissenschaftliche Aspekte. Die Beiträge beginnen mit den volkskundlichen Grundlagen des Vampirs und beleuchten dessen Entwicklung in der Kinder- und Jugendliteratur, angefangen bei Angela Sommer-Bodenburgs „Der kleine Vampir“ und Renate Welshs „Das Vamperl“. Es werden verschiedene Gesellschaftsformen thematisiert, in denen sich Vampire bewegen, sowie mediale Darstellungen wie Graf Zahl und die TV-Serie „Buffy“. Auch die Vampire aus den Twilight-Romanen werden behandelt, die einen neuen Boom in der Vampirliteratur ausgelöst haben. Durch diese umfassende Analyse wird die kulturelle Bedeutung des Vampirs in der Medienlandschaft für junge Zielgruppen deutlich.
Von Kindheit an ist Lesen Vorbereitung auf das Leben
Lesegeschichten von Autorinnen und Autoren. Mit Bildern von Hanni Müller-Kranzhoff
