Knihobot

Susanne Klingenstein

    1. leden 1959
    Die Andere Bibliothek - 396: Die Selmenianer
    Wege mit Martin Walser
    Es kann nicht jeder ein Gelehrter sein
    • Wege mit Martin Walser

      Zauber und Wirklichkeit eines Schriftstellers

      • 380 stránek
      • 14 hodin čtení

      Herbst 2014. Eine Frau und ein Mann, eine Literaturwissenschaftlerin aus Boston und ein Schriftsteller vom Bodensee. Zusammen gehen Sie auf Lesereise*, beobachtet vom deutschen Feuilleton. Walser, gebannt von der Sprachmacht des großen jiddischen Romanciers Abramovitsh, den Susanne Klingenstein ihm durch ihre Erzählkunst entdeckt hat. Sie, fasziniert von der Sprachkraft, dem Charme und der Virilität des großen deutschen Autors. Ihr gemeinsames Ziel: Leser für die ostjüdische Welt zu begeistern. Die Reise wurde für Susanne Klingenstein eine Reise ins Herz eines anderen Schriftstellerlebens. Wer ist dieser Martin Walser? Wie entstehen seine Romane? Warum versteckt sich der Intellektuelle hinter der Maske des Biedermanns? In diesem Buch nähert sich Klingenstein, seit 2009 mit Walser befreundet, dem Phänomen Walser – dem Fallensteller und Spieler, dem Verführer und Verkaufsgenie. So entsteht ein Porträt Martin Walsers, wie es noch keines gegeben hat.

      Wege mit Martin Walser
    • Die Andere Bibliothek - 396: Die Selmenianer

      Roman

      • 400 stránek
      • 14 hodin čtení

      Die Selmenianer sind eine jüdische Großfamilie, deren traditionelle Schtetl-Sentimentalität durch die Umwälzungen der Russischen Revolution und die neue sowjetische Ordnung aus den Fugen gerät. In ihre Stadt schleicht sich das Gespenst des Bolschewismus ein und wird nicht mehr weichen: Sowjetmacht plus Elektrifizierung. Vier Generationen von Selmenianern, allesamt »schwarzhaarig und knochig gebaut«, mit einer »breiten, niedrigen Stirn, fleischigen Nasen und Grübchen in den Wangen« leben auf dem Hof des längst verstorbenen Ahnen Selmele. In dieser Geschichte einer Familie, die sich im Konflikt zwischen Modernisierungsverweigerung und Fortschrittsglauben behaupten muss, leben die dynastischen Erzählungen des Alten Testaments und die heitermelancholische Haltung chassidischer Überlieferungen fort, während zugleich die literarische Doktrin des Sozialistischen Realismus einzieht. In seinem als Fortsetzungsroman in einer Minsker Zeitung zwischen 1929 und 1935 verfassten Selmenianern, stellt sich Moische Kulbak dem Konflikt zwischen dem Jüdisch-Sein und den stalinistischen Vorstellungen vom »Neuen Menschen«.

      Die Andere Bibliothek - 396: Die Selmenianer