Knihobot

Manfred Thorn

    Von der Leibstandarte zum Sündenbock & Prügelknaben
    • Die Erinnerungen des 92-jährigen Manfred Thorn, einst Fahrer eines Panzers IV in der 7. Kompanie der 1. SS-Panzerdivision „Leibstandarte Adolf Hitler“, bieten einen einzigartigen Einblick in die Militärgeschichte aus der Perspektive eines einfachen Soldaten. Aufgewachsen bei seinen Großeltern im Sudetenland, meldet sich Thorn nach seiner Ausbildung zum Graphiker freiwillig zur Waffen-SS. Nach seiner Zeit beim Reichsarbeitsdienst und einem kurzen Einsatz bei der 13. Panzerdivision wird er 1943 zur Leibstandarte versetzt, wo er trotz seiner Schwimmunfähigkeit die Tauglichkeitsprüfung besteht. Nach der Grundausbildung in Charkow wird er zum Panzerfahrer ausgebildet und nimmt an verschiedenen Einsätzen teil, darunter die Entwaffnung der italienischen Truppen und schwere Kämpfe in der Ukraine. Seine Einheit kämpft in der Normandie und nimmt an der Ardennenoffensive teil, bevor Thorn am 9. Mai 1945 in US-amerikanische Gefangenschaft gerät. Dort beginnt die wahre Tragödie, als er in Hungerlager und als Zivilinternierter in Schwäbisch Hall und Dachau landet, während er fälschlicherweise des „Malmedy-Massakers“ beschuldigt wird. Thorns Nachkriegsengagement in der Hilfsgemeinschaft der ehemaligen Waffen-SS und seine Tätigkeit als Dokumentarfilmer runden seine Erlebnisse ab. Ein Kapitel widmet sich seinem Kommandeur Joachim „Jochen“ Peiper und beleuchtet die Umstände seiner Ermordung 1976.

      Von der Leibstandarte zum Sündenbock & Prügelknaben