Knihobot

Heinz Haaker

    83 Jahre Flender Dock-, Eisen und Stahlschiffbau in Lübeck-Siems (Band 2)
    Flender 1901 bis 2002
    • Flender 1901 bis 2002

      Vom Brücken- und Dockbau in Benrath zur modernen Großschiffbauwerft in Lübeck-Siems

      Lübeck hat eine lange Werftentradition, die bis in die Zeit der Hanse zurückreicht. Die „Lastadie“ an der Trave war bis ins 19. Jahrhundert ein zentraler Ort für den Schiffbau, wo zahlreiche Handels- und Transportschiffe, darunter die „Adler von Lübeck“ und das erste Lübecker Dampfschiff, die GAUTHIOD, entstanden. Mit der Industrialisierung ab 1870 wandelte sich Lübeck von einer Handelsstadt zu einem bedeutenden Standort für die Werftindustrie. Unternehmen wie die 1873 gegründete Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft trugen zu diesem Wandel bei und schufen eine starke Industriearbeiterschaft, die für den Erfolg der Betriebe entscheidend war. Die Brückenbau AG Flender, gegründet 1917, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eines der größten Schiffbauunternehmen Deutschlands, mit bekannten Schiffen wie der NILS HOLGERSSON und der Reparatur der PASSAT. Der Schließung der letzten Großwerft 2002 war ein herber Verlust für Lübeck. Der Autor beleuchtet die Werftentradition und die Geschichte der Familie Flender mit großem Engagement. Besonders hervorzuheben ist die Errichtung eines Werftendenkmals an der Priwallpromenade im September 2022, das in Zusammenarbeit mit Schülern des Trave-Gymnasiums entworfen wurde, um die jüngere Generation in die Erinnerung einzubeziehen.

      Flender 1901 bis 2002
    • Lübeck hat eine lange Werftentradition, die bis in die Hansezeit zurückreicht. Auf der „Lastadie“ wurden bis ins 19. Jahrhundert zahlreiche Schiffe gebaut, darunter die „Adler von Lübeck“, das größte Schiff seiner Zeit, und 1840 das erste Lübecker Dampfschiff, die GAUTHIOD. Mit der Industrialisierung nach 1870 wandelte sich Lübeck von einer Handels- zu einer Handels- und Industriestadt, was auch eine bedeutende Werftindustrie zur Folge hatte. Unternehmen wie die 1873 gegründete Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft trugen dazu bei, Lübeck zu einem wichtigen Standort für den Schiffbau zu machen. Diese Entwicklung brachte tiefgreifende soziale Veränderungen mit sich, darunter eine starke Industriearbeiterschaft, die für den Erfolg der Betriebe unerlässlich war. Ein herausragendes Unternehmen in diesem Bereich war die 1917 gegründete Brückenbau AG Flender, die nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem der größten Schiffbauunternehmen in Deutschland wurde. Zu den bekanntesten Schiffen zählen die 1967 fertiggestellte NILS HOLGERSSON und die Reparatur der PASSAT 1997. Der Betrieb der letzten Großwerft in Lübeck endete 2002, was einen tiefen Einschnitt für die Stadt darstellt. Der Autor hat die Geschichte der Flender-Werft und ihrer Familie umfassend recherchiert und sich für ein Werftendenkmal eingesetzt, das 2022 an der Priwallpromenade eingeweiht wurde. Besonders erfreulich ist, dass Schüler des Trave-Gymnasiums an der Gestaltung des Denkm

      83 Jahre Flender Dock-, Eisen und Stahlschiffbau in Lübeck-Siems (Band 2)