Knihobot

Josef Winkler

    3. březen 1953
    Na ostrovy tanečnic a démonů
    Táhni k čertu, otče
    Až nastane čas (vyprávění)
    Knížka chovance Jeana Geneta
    Mrtvola slídící ve vlastní rodině
    Domra
    • Die Ukrainerin

      Njetotschka Iljaschenko erzählt ihre Geschichte

      Nach einem längeren Aufenthalt in Wien zog sich Josef Winkler im Jahre 1981 auf einen Bauernhof in Kärnten zurück, um seinen Roman Muttersprache zu beenden. Dort fand er Quartier bei der Familie der Bergbäuerin Njetotschka Wassiljewna Iljaschenko, einer im März 1943 von Hitlers Schergen verschleppten Ukrainerin ‒ die ihm über ein Jahr lang ihre Lebensgeschichte erzählte. Die Bäuerin berichtet dem Autor vom Leben ihrer verzweifelt um die Existenz der Familie ringenden Mutter am Ufer des Dnjepr und von ihrer eigenen Kindheit während der Zeit der Kollektivierung und Hungersnot (Holodomor) im Dorf Dobenka, das später vom Stausee von Krementschug überflutet wurde. Sie erzählt von ihrer gewaltsamen Verschleppung aus der Ukraine zur Zwangsarbeit nach Kärnten, und sie berichtet von ihrem ersten Jahr auf dem Kärntner Bergbauernhof. Der Band erscheint mit einem Nachwort von Josef Winklers französischem Übersetzer Bernard Banoun sowie erstmals mit Briefen, die Hapka Davidowna Iljaschenko aus der Ukraine an ihre Tochter Njetotschka in Kärnten schrieb.

      Die Ukrainerin2022
      4,0
    • Wer Winkler liest, wird Winklers Sprachlust nicht vergessen. Sie entzündet sich an Leben und Sterben im heimatlichen Kamering, am Gewimmel italienischer Märkte – an der Turbulenz zwischen den Scheiterhaufen im indischen Varanasi. Aber auch an Büchern, Gemälden und Skulpturen kann sie sich entzünden, wie diese Sammlung zeigt. Und manchmal kommt es zu einer Selbstentzündung, die Sprachlust fängt einfach so an zu brennen – wenn der Autor aus Traum und Tag zusammenkehrt, was zu besingen ist. Dann entsteht ein Text wie »Specter of the Gardenia«: »Auf die Stimme der weißen Kreide / Auf die Wasseroberfläche des Tintenkleckses (…) / Auf die Unterseite einer gespaltenen Leguanzunge am Bug des sinkenden Schiffes und auf die Meerestiefe meines Tintenfasses – königsblau SCHREIB ICH DEINEN NAMEN …«

      Begib dich auf die Reise oder Drahtzieher der Sonnenstrahlen2020
      3,0
    • Táhni k čertu, otče

      • 222 stránek
      • 8 hodin čtení

      V knize s výmluvným názvem se tentokrát nezjevují ve své smrti všichni mrtví z Kameringu, autor se tu soustřeďuje pouze na dva místní mrtvé; jedním je bývalý nacista a pronásledovatel Židů Odilo Globocnik, jehož tělo hnije nepohřbené na poli „na Svinským, kde dozrávalo zrno na chléb vezdejší a po celá desetiletí tak zamořovalo a otravovalo životy lidí v celém údolí Drávy“, druhým je autorův otec, který o této skutečnosti beze všech pochyb věděl, a přesto o tom nikdy nepromluvil. V mohutném slovním vodopádu zde autor demaskuje skutečný příběh své rodné vesnice, plné skrývaného tajemství, zla, pokrytectví a neštěstí.

      Táhni k čertu, otče2020
      4,0
    • Der Stadtschreiber von Kalkutta

      • 105 stránek
      • 4 hodiny čtení

      Und mit meinem Notizbuch, auf dem ein plitschnasser indischer Knabe am Ufer des Meeres abgebildet war, der keck lachend zwischen mehreren über und über mit gelben und orangefarbenen Blumengirlanden behängten Ganeshas, Statuen des indischen Elefantengotts, hockt, ging ich kreuz und quer durch die Straßen von Kalkutta und begann meine Beobachtungen aufzuschreiben ...

      Der Stadtschreiber von Kalkutta2019
      2,8
    • Erst vor wenigen Jahren hat Josef Winkler erfahren, dass sein Kärntner Landsmann Odilo Globocnik, der sich als Leiter der »Aktion Reinhardt« mit den Worten »Zwei Millionen ham‘ ma erledigt« des Massenmords an den Juden gerühmt hatte, nach seinem Zyankali-Freitod im Mai 1945 auf einem Gemeinschaftsfeld von Winklers Heimatdorf Kamering verscharrt wurde, in den »Sautratten« – dort, wo Winklers Vater und Großvater ihr Getreide anbauten und ernteten. In einem bösen Wortmarathon exhumiert der Autor das Skelett des SS-Massenmörders – und mit dem Skelett die Geschichte Kamerings nach dem Krieg. Ausgrabung und die neuerliche Visitation des vielleicht meistbeschriebenen Dorfs der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ergeben: Der Boden, auf dem Kamering steht, ist vergiftet. Laß dich heimgeigen legt den Finger in die Wunde eines Jahrzehnte währenden kollektiven Verschweigens.

      Laß dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe2018
      4,1
    • Abschied von Vater und Mutter

      • 254 stránek
      • 9 hodin čtení

      Abschied von Vater und Mutter vereinigt die beiden Requiemtexte Roppongi – Requiem für einen Vater (2007) und Mutter und der Bleistift (2013). Als Josef Winkler sich im Jahre 2004 eine Zeitlang in Tokio im Stadtteil Roppongi aufhält, ereilt ihn die Nachricht vom Tod seines fast hundertjährigen Vaters. Noch ein Jahr zuvor hatte der Alte ihn beschworen, seinem Begräbnis fernzubleiben, weil der Sohn nicht müde geworden war, den seligen Frieden seines Kärntner Heimatdorfes mit seiner Schreibhand zu durchkreuzen. Eine Zeit danach erscheint die Erinnerungsgeschichte Roppongi – Requiem für einen Vater, die den Leser an Schauplätze in Japan, Kärnten und Indien führt. Das Requiem für Josef Winklers im Jahre 2011 verstorbene Mutter Mutter und der Bleistift, in dem die Mutter ihren am Küchentisch kritzelnden linkshändigen Sohn immer wieder auffordert, den Bleistift in die rechte Hand zu nehmen, entsteht in Südfrankreich, Indien und Kiew. „Reisen, um heimatlos zu werden“, heißt es bei Henri Michaux. Nach dem Tod von Vater und Mutter ist der Linkshänder, der mit der rechten Hand schreiben gelernt hat, seine Heimat losgeworden.

      Abschied von Vater und Mutter2015
      4,0
    • Winnetou, Abel und ich

      • 141 stránek
      • 5 hodin čtení

      Der Autor der Indianergeschichten war des jungen Josef Winkler Lektüregott. Als der älter und selber Autor (und 2008 Georg-Büchner-Preisträger) Gewordene ein halbes Jahrhundert nach seiner ersten Begegnung die drei »Winnetou«-Bände sowie »Weihnacht« wiederlas und die Bilder Sascha Schneiders betrachtete, entstanden vier Nacherzählungen der wichtigsten Szenen. Eingeleitet werden sie von der Titelgeschichte »Winnetou, Abel und ich«, die noch einmal in Winklers Kärntner Indianerkindheit zurückführt. »Mutter und Vater beäugten mich beim Lesen mit misstrauischen Blicken, denn die Nachbarin sagte einmal zu meiner ahnungslosen Mutter, die ihr ganzes Leben kein Buch gelesen hatte: > Karl May verdirbt ihn!< Erlöst wurde ich erst vom Tierarzt, dem vornehmen Dr. Weber, der nach einer Operation im Stall, als er in der Küche mit einer Terpentinseife seine Hände wusch und dabei fragte, was ich denn da lese, in Anwesenheit meiner Eltern ein Lob spendete: > Sehr gut! Sehr gut!<«

      Winnetou, Abel und ich2014
      3,0
    • Wortschatz der Nacht

      • 109 stránek
      • 4 hodiny čtení

      „Gestern abend, im Bett auf dem Rücken liegend, stellte ich mir meinen Tod vor. Ich schloß die Hände zum Gegengebet. Ich begann zu lächeln und versuchte diesen Gesichtsausdruck solange wie möglich zu bewahren. Meine Maske also …“ Dass Tod lebendig macht, es gilt jedenfalls für das Schreiben dieses Autors. Todesfurcht – Sehnsucht, Schrecken und Faszination – treibt Josef Winkler von Werk zu Werk. 1979, direkt nach der Niederschrift seines ersten Romans »Menschenkind«, brachte er in einem »Wortanfall« weniger Nächte hundert Seiten rauschhafter Prosa, einen »Bildersturm«, zu Papier. Im selben Jahr erschien der Text in der Grazer Literaturzeitschrift »manuskripte«. Jetzt, vierunddreißig Jahre später, zum 60. Geburtstag des Büchner-Preisträgers, wird dieses Jugendwerk zum ersten Mal als Buch veröffentlicht. Eine Neu- und Wiederbegegnung steht an.

      Wortschatz der Nacht2013
      2,0
    • Die Salzburger Rede von Josef Winkler und die Fotos von Gerhard Maurer erscheinen als erstes Buch des Frühjahrs. Die Rede, eine Art Fortsetzung der Winkler’schen Bachmannrede (2009) und seines viel beachteten Bandes „Die Wetterhähne des Glücks und die Totenkulterer von Kärnten“, sind unser Beitrag, den „Versuch einer Gegenwartsbewältigung mit künstlerischen Mitteln“ fortzusetzen. Begonnen wurde dieser Versuch mit „Saualm reflux“ – ein von Barbara Maier initiiertes Kunstprojekt, das an allen Standorten der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec präsentiert wurde. Ausgestellt waren Aufnahmen vom und um das Asylwerberheim in Wölfnitz auf der Saualpe, fotografiert von Gerhard Maurer, literarisch unterlegt mit Bildbeschreibungen von den Kärntner Autorinnen und Autoren Delphine Blumenfeld, Antonio Fian, Alfred Goubran, Peter Handke, Silke Hassler, Lydia Mischkulnig, Jani Oswald, Peter Turrini und Josef Winkler.

      Wenn wir den Himmel sehen wollen, müssen wir donnern helfen2013
    • Matka a tužka

      • 116 stránek
      • 5 hodin čtení

      V roce 2007 napsal Josef Winkler knížku Roppongi. Rekviem za otce (česky 2011), kterou se pokusil o osobní vyrovnání se s právě zesnulým otcem. V roce 2013 vydává knihu Matka a tužka, v níž se vyznává ze svého vztahu k nedávno zesnulé matce. Zatímco otcova smrt jej zastihla v Japonsku a tam situoval i svou vzpomínku, vzpomínky na matku, na rozdíl od otce milující a milovanou, se mu vybavují – „slovo vzlétlo“ – během jedné z jeho indických cest pod dojmem právě čtených textů Petera Handkeho a Ilse Aichinger. Opět zde ožívají vzpomínky na detaily z dětství na statku v rodném Kameringu, prožívané pod ochranou obrazu Raffaelovy madony a poznamenané smrtí tří matčiných bratrů ve 2. světové válce. Pojítkem vzpomínek je tentokrát mimo jiné svěcená voda, kterou „Seppl“ nosíval matce z kostela, a s vírou v její léčivé účinky se znovu setkává v ukrajinském pravoslavném kostele. A byla to právě matka, která jej učila „držet tužku v té správné ruce“.

      Matka a tužka2013
      3,1
    • Im Jahr 1993 verbrachte ich von März bis Mai einige Zeit in Indien, obwohl ich lieber nach Marokko oder Tunesien gereist wäre. Meine Frau Christina hatte als Kind vier Jahre in Indien gelebt, und ich wollte das Land ihrer Kindheit kennenlernen. Ihre Familie wohnte in Rourkela, Orissa, wo ihr Vater in den Sechzigerjahren als Ingenieur am Bau eines modernen Stahlwerks mitwirkte, das von 35 deutschen und indischen Firmen errichtet wurde. Um das Werk zu bauen, enteigneten die Behörden 32 Dörfer, wobei 16 vollständig zerstört wurden. 13.000 Ureinwohner, die sogenannten „Adivasi“, wurden umgesiedelt und lebten fortan als rechtlose Landarbeiter oder in Slums. Rourkela hatte damals mehrere Tausend Einwohner, heute ist es eine Industriestadt mit 300.000 Menschen. Das Gelände für das Hüttenwerk und die Wohnstadt umfasste über achttausend Hektar. In dieser „Steel City“ lebten 1800 Deutsche, die als „Rourkela-Deutsche“ bekannt waren, und 40.000 Menschen arbeiteten im Stahlwerk, das eines der größten Auslandsprojekte der Bundesrepublik war.

      Kalkutta 22012
    • Kniha je souborem sedmdesáti tří miniatur, stručných metaforických vzpomínek na určující detaily z autorova života. Josef Winkler se zde z velké části vrací k zážitkům již zpracovávaným v předchozích knihách, ale podává je tu komprimované do několikařádkových volných próz, v nichž lze číst jak osobní zpověď toužící po rozhřešení, tak i zanícenou zášť vůči osobním i neosobním křivdám. Obrazový kosmos, který tu Winkler nabízí, je nám už z dřívějších románů znám. Jakoby autor zalistoval ve svých četných, do poslední stránky popsaných zápisnících a využil staršího materiálu pro sepsání nové knihy.

      Mrtvola slídící ve vlastní rodině2012
      4,0
    • Kalkutta 1

      • 96 stránek
      • 4 hodiny čtení

      Am 7. September schaue ich aus dem Fenster eines Restaurants und suche nach Bildern für mein indisches Notizbuch. Dabei fällt mein Blick auf einen übergroßen Bildschirm, der für „Tata Sky“ wirbt: Ein Inder kehrt Augengläser zu einem großen Haufen zusammen und schaufelt sie in einen Müllbehälter. Diese Szene erinnert mich an meinen gestrigen Fußweg über einen Zebrastreifen in der Nähe des Hotels. Ich hatte Angst, zwischen den vorbeifahrenden Autos überfahren zu werden und fühlte mich so hilflos, dass ich fast weinen musste. In Kalkutta sind Autofahrer den Fußgängern gegenüber rücksichtslos; man kann an keinem Zebrastreifen oder selbst bei Grün sicher die Straße überqueren. Vor ein paar Tagen erzählte ich meinem zehnjährigen Sohn Kasimir von meinen Ängsten und sagte: „Es geht mir schlecht!“. Seine Antwort war: „Laß es dir gutgehen!“ Auch meine dreijährige Tochter Siri, die meine Schwierigkeiten bemerkt hat, sagt: „Babu soll kommen!“ und sucht Nähe. Christina erwähnte, dass sie das Bett während meines Aufenthalts nicht frisch überziehen werde. Diese kleinen Momente und die Herausforderungen des Alltags in Kalkutta belasten mich, während ich versuche, mich in dieser fremden Stadt zurechtzufinden.

      Kalkutta 12011
    • Eigentlich gehört die Urne des verstorbenen Landeshauptmannes in eine bewachte Gefängniszelle, es kann ja sein, dass er wie ein Phönix aus seiner Asche steigt, denn schon zu seinen Lebzeiten hat er, der immer wieder damit kokettiert hat, sich politisch zurückzuziehen, öfter gesagt: „Ich bin weg! Ich bin wieder da! Ich bin wieder weg! Und gleich wieder da!“ Einbalsamieren! Ausbalsamieren! Einbalsamieren! Ausbalsamieren!

      Die Wetterhähne des Glücks und Die Totenkulterer von Kärnten2011
    • Nachdem Josef Winkler am 1. November 2008 in Darmstadt den Georg-Büchner-Preis entgegengenommen hatte, hielt er zum Dank eine Rede, aus der dieses Buch entstand. Es gibt Antwort auf einige Fragen: Josef Winkler, wer ist das? Wo kommt er her? Was hat ihn geprägt? Wie ist er zum Schriftsteller geworden? Warum schämt er sich seit kurzem nicht mehr, wenn er nicht jeden Tag an Selbstmord denkt? Josef Winkler, der in einem kleinen katholischen Kärntner Dorf auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, in dem es – außer den alten, abgegriffenen schwarzen Gebetbüchern, auf denen reliefartig, also mit den Fingerkuppen berühr- und erfahrbar, ein goldenes, sich tief in den Kinderseelen verankerndes Kreuz eingraviert war – keine Bücher gab, nicht einmal die Bibel, erzählt von seiner frühen Sehnsucht nach Sprache und Bildern. Mit gestohlenem Geld kaufte er sich die Bücher von Camus, Hemingway, Sartre, Peter Weiss und Jean Genet. Er las diese Bücher, als ob er sie selber geschrieben hätte, und sagte sich, kaum hatte er den Ministrantenmantel abgelegt: »Eines Tages werde ich ein Buch schreiben!« Aus- und abschweifend entwirft Winkler ein Selbstporträt – auf dem auch zwei seiner Schutzheiligen, der Maler Chaim Soutine und der Schriftsteller und Dieb Jean Genet, Platz finden.

      Die Realität so sagen, als ob sie trotzdem nicht wär oder die Wutausbrüche der Engel2011
      5,0
    • »Reisen, um heimatlos zu werden«, schreibt Henri Michaux. Der Österreicher Josef Winkler ist während der Niederschrift seiner Romane über sein Heimatland Kärnten immer wieder nach Italien gereist, später nach Indien und dann auch nach Mexiko, im Gepäck die Erzählungen anderer Autoren, aus denen er kurze Zitate als Intarsien in seine poetologischen Reportagen einsetzt: von Reisen, die ihn zu seiner eigenen Überraschung mit Variationen eines Bildes aus der Kindheit – ein am Straßenrand liegendes, bereits mit Packpapier abgedecktes, überfahrenes Kind – heimholen. Zuletzt in Klagenfurt, wo bei Straßenarbeiten zur Vorbereitung der Fußballeuropameisterschaft 2008 ein Kind überfahren wird und stirbt. Erzählung für Erzählung, Todesfall für Todesfall rückt Winkler seiner Heimatlosigkeit näher.

      Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot2008
      3,5
    • Wir Sind Helden

      • 405 stránek
      • 15 hodin čtení

      Wir sind helden - Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen - bk67; Fischer Verlag; Hrg. Josef Winkler & Albert Koch; pocket_book; 2008

      Wir Sind Helden2008
      4,0
    • Roppongi : (rekviem za otce)

      • 141 stránek
      • 5 hodin čtení

      V knize autor zkoumá svůj vztah k otci, jehož smrt ho zastihla v Japonsku a naplnila otcovo prokletí, které mu zakazovalo účast na pohřbu. Při pohledu na starou fotografii otce se noří do vzpomínek a snaží se porozumět otcovu pohledu na život, který je v kontrastu s jeho vlastním. Klíčovým bodem jeho nových zkušeností se stává Indie, kam se vydal za otcova života s cílem překonat své traumatizující téma a hledat nové začátky. Vzpomínky na život proplétá s pohřebními rituály z různých koutů světa. Kapitoly jsou uvedeny citacemi z japonské novely o vědomém odchodu ze života, přičemž autor konfrontuje tradiční katolické obřady v Korutanech se zpopelňovacími rituály v indickém Váránasí. V jeho rodné vesnici panuje klid, zatímco v Hindustánu se život a smrt prolínají. Autor se snaží osvobodit od patriarchálního otce a najít svou identitu mimo katolické rituály a korutanskou společnost, skládáním autobiografických fragmentů z paměti a fotografií.

      Roppongi : (rekviem za otce)2007
      3,5
    • In seinem neuen Buch Leichnam, seine Familie belauernd führt uns Josef Winkler in 80 Prosaminiaturen sein poetisches, stilistisches und geographisches Universum vor. 80 kleine Geschichten über Liebe und Tod, Kindheit und Jugend; über Lesen und Schreiben, über seinen Umgang mit Angst um Sprache und Sprachlosigkeit – gern auch ironisch, sarkastisch, leidenschaftlich und selbstentblößend.

      Leichnam, seine Familie belauernd2003
      4,2
    • Natura morta

      • 93 stránek
      • 4 hodiny čtení

      Římská novela Dotírá na vás, podmaní si vás nezvyklým využitím oka, ucha, čichu, hmatu v popisu Věčného města tam, kde je nejživější: ve všední dny na tržištích na náměstí Viktora Emanuela, o nedělích a svátcích před branami Vatikánu. Smrtelná nehoda Piccolettova z řady příběhů prostých Římanů zapadá do nikdy nekončícího koloběhu života a smrti jednoho z nejstarších center naší civilizace.

      Natura morta2001
      3,3
    • V centru vyprávění o tom, co se děje v korutanské katolické vesnici, když někdo zemře, stojí postava sběrače kostí, jenž z kostí zabitých zvířat vyráběl mazadlo odpuzující od tažných koní mouchy a komáry. Jeho konání přejímá v metaforickém smyslu hlavní vyprávěcí postava smutečních příběhů, devadesátiletý stařík, jenž skládá do pomyslného milíře ostatky zemřelých v průběhu minulého století a skládá z nich labyrint lidských vztahů, tragédií a hrůz a také způsobu života, který vždycky - dříve či později - končí pohřebním rituálem. Nad všemi a nad vším bdí přísné oko farářovo, socha bezrukého Ježíše Krista, zachráněná z potoka, a vyobrazení pekelných muk pod křídly ďáblovými v kapličce uprostřed vsi. Trvale přítomný nesoulad života, víry, smrti a rituálu se koncentruje do svérázných historek o bezpočtu přirozených i násilných úmrtí, jež společně s popisem nejdrobnějších detailů ze života i smrti obyvatel korutanské "vesnice vystavěné ve tvaru kříže" vytvářejí originální podobenství již na zemi konaného posledního soudu. Autorův styl čtenáře fascinuje uhrančivostí obrazů, jejich bolestivostí i šíří a neměnnou aktuálností zaznamenávaných témat. Kniha získala Cenu André Gida (2000) za francouzské vydání.

      Až nastane čas (vyprávění)1998
      4,2
    • Josef Winkler kritisiert die Macht von Ritualen durch bildreiche und leidenschaftliche Wiederholungen. Er zeigt, dass Machtrituale auch Sprachrituale sind, und schöpft aus seinen Erfahrungen als Bauernkind in einem katholischen Kärntner Dorf. Seine Sprache ist geprägt von Außenseitertum und Wunden, was ihre Originalität und Legitimität unterstreicht.

      Das wilde Kärnten, in 3 Bdn.. Drei Romane1997
    • Rakouský autor zachycuje v románu dění spojené se spalováním a pohřbíváním mrtvých v indickém městě Váránasí a život tamního obyvatelstva. Formou detailních, záměrně monotónních záznamů pozorování vypravěče, které prokládá jeho vzpomínkami na dětství v korutanské vesnici a snovými vizemi, Winkler vytváří obraz Indie jako země, v níž se úzce prolíná posvátné s profánním. Zmíněné exkurzy do vypravěčovy minulosti a introspektivní sondy do jeho mysli akcentují odlišnost dvou kulturních světů a nastiňují situaci jedince, který je na útěku před stereotypy prostředí, z něhož pochází.

      Domra1996
      4,6
    • Das wilde Kärnten

      • 849 stránek
      • 30 hodin čtení

      »Josef Winkler schreibt gegen die Macht von Ritualen an, indem er sie bilderreich, phantasievoll, leidenschaftlich wiederholt in einer Sprache, die deren Repressionscharakter aufdeckt. Machtrituale sind zugleich Sprachrituale, das ist Josef Winklers Erkenntnis, der dabei von seinen Erfahrungen am eigenen Leib als Bauernkind in einem katholischen Dorf in Kärnten zehrt. Die Sprache Josef Winklers ist eine aus mehrfachem Querstehen, Außenseitertum und entsprechenden Wunden hervorbrechende und sich ihren Sturzweg schaffende Sprache, deren Atemstoß das Signum der Notwendigkeit, Originalität und Legitimität erkennen läßt.«

      Das wilde Kärnten1995
      3,7
    • Literarizovaná biografie s autobiografickými prvky rakouského autora a nositele Büchnerovy ceny Josefa Winklera s názvem Knížka chovance Jeana Geneta je poutavým vyprávěním o životě známého zloděje a spisovatele Jeana Geneta. V první kapitole hledá vypravěč Genetovo smrtelné lože, v poslední dlouho pátrá po jeho hrobě v Maroku. V řadě kapitol mezitím líčí Winkler Genetův život a psaní a jeho pohled se soustřeďuje zejména na osudy „chovance“, tedy na jeho dětství a mládí u pěstounů a v pečovatelských ústavech. Jde o strhující a zčásti otřesné svědectví o životě sirotka na pomezí bídy a lidské krutosti a lhostejnosti, kde obtížně klíčí i náklonnost a láska. Z nelítostného prostředí raných počátků se Genetovi podařilo uniknout a dosáhnout obdivuhodného uznání a literárního věhlasu.

      Knížka chovance Jeana Geneta1992
      4,3
    • Friedhof der bitteren Orangen

      Roman

      • 423 stránek
      • 15 hodin čtení

      Dies ist der Roman von einem,der auszog, um das Fürchten, das ihn am Leben erhält, nicht zu verlernen. In Süditalien, dort, wo es am katholischsten ist, sammelt der weiland Kärntner Erzministrant Dutzende von gräßlich unterhaltenden Unglücks- und Todesgeschichten, wie sie in keinen Kalender gehen, und bestattet sie sodann Buchseite für Buchseite in den Grüften seines einem neapolitanischen Armenfriedhof, dem Campo Santo della Pietä, nachgebildeten Romans.»Hier darf und kann einer nicht stumm bleiben, damit andere ihm nicht ihre beschwichtigende Sprache aufdrängen können, hier muß und will einer sprechen, damit alle um ihn herum hören können, welchen Aufruhr sie hervorgerufen haben, welche Verstörungen sie nun ertragen müssen. ... Mit Josef Winklers neuester Höllenfahrt, diesem Horrortrip ins Sakrileg, stoßen wir an die Grenze des Erzählbaren vor.« Ludwig Harig

      Friedhof der bitteren Orangen1991
      4,5
    • Der Leibeigene : Roman

      • 312 stránek
      • 11 hodin čtení

      Der Leibeigene beginnt mit Winklers Vision eines Kärntner Dorfes im Drautal. An einem windigen Oktobernachmittag zündeten Bauernkinder ein Bündel Heu an, was zu einem verheerenden Brand führte, der 1897 das gesamte Dorf in Asche legte. In den folgenden Jahren wurde Winklers Heimatdorf Kamering in Form eines Kruzifixes wiederaufgebaut. Der verlorene Sohn kehrt in die Hölle zurück, aus der er einst entkommen war, um einen neuen Roman über Themen wie Familie, Geburt und Tod von Tieren und Menschen sowie Gewalt im Krieg und im Alltag zu schreiben. Josef Winkler, 1953 in Kamering geboren, lebt in Klagenfurt. Sein Debütroman Menschenkind, der 1979 erschien, bildet den ersten Teil seiner Trilogie Das wilde Kärnten. Er verbrachte längere Zeit in Italien und Indien, was in seinen Werken wie Friedhof der bitteren Orangen und Domra. Am Ufer des Ganges sichtbar wird. Für Natura morta. Eine Römische Novelle erhielt er 2001 den Alfred-Döblin-Preis. 2003 veröffentlichte er einen Zyklus mit Prosaminiaturen, gefolgt von weiteren Werken wie Roppongi. Requiem für einen Vater und Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot. 2008 wurde Winkler mit dem Georg-Büchner-Preis, der bedeutendsten Auszeichnung der deutschsprachigen Literatur, geehrt.

      Der Leibeigene : Roman1990
      3,4
    • Noc z olova

      • 160 stránek
      • 6 hodin čtení

      Román Noc z olova je sondou do nejskrytějších zákoutí duše plnou neobvyklých symbolů a obrazů vymykajících se realitě, které utkví v mysli i dlouho po přečtení. Ústřední postava, Matthieu, se vydává na pouť temným, nehostinným městem, jehož obyvatelé nikdy nespí. Vše je jen pouhý klam, pokřivený odraz v zrcadle. Po boku druha Anderse, svého mladšího dvojníka, se propadává do temnoty a s sebou strhává i udiveného čtenáře. Novela Noc z olova z roku 1956 uzavírá rozsáhlé dílo vzdělance a estéta, německého spisovatele a dramatika Hanse Hennyho Jahnna (1894–1959).

      Noc z olova1980
      4,1
    • První díl Winklerovy trilogie Divoké Korutany je šokujícím vyznáním i radikální obranou proti represi rituálů a bigotního otcovského řádu. V „poetickém chaosu“ vyvolává autorův barokní jazyk příběh neustálého aktu vášnivé smrti a lásky, provázaného s fyzickou bolestí i organickou rozkoší.

      Syn člověka1979
      3,5
    • Entomolog, který se vydal rozličnými dopravními prostředky po vodě i po souši na pouť po indonéských ostrovech, nespokojil se tu pouze studiem hmyzu. Pozoroval život ve městech i v přírodě v jeho pestré směsici, všímal si hospodářských a sociálních poměrů i politických vztahů. Nezapomíná však ani na historické památky, pohledy do minulosti, zvyky a obyčeje a ovšem popisuje také kouzlo krajin a zvláštnosti živočišné říše. Sepsal tak dobrý cestopis, vybavený hojnou faktografií.

      Na ostrovy tanečnic a démonů1970
      3,5