Knihobot

Ann Esswein

    Jahre ohne Sprache
    Mimikry
    • Jahre ohne Sprache

      Roman | Feministischer und wütender Gesellschaftsroman, der dem Schweigen und der Sprachlosigkeit etwas entgegensetzt | Für Fans von Mareike Fallwickl und Ruth Maria Thomas

      • 208 stránek
      • 8 hodin čtení

      Diese Geschichte beginnt in einem Sommer, kurz bevor das, was die Erwachsenen mit dem richtigen Leben meinen, für Natascha eigentlich so richtig losgehen sollte. In Glanitz, einem kleinen Ort in der Provinz, findet das Leben für sie und ihre Freunde zwischen Fußballplatz, Bushaltestellenhäuschen und Jahrmarkt statt. Immer dabei ist die Hand, wie Natascha ihn nennt. Die Hand, die auf ihrem Oberschenkel lauert wie ein Fisch, die ungefragt vordringt, während sich der Himmel von Nachtblau zu Frühmorgenblau färbt und alle besoffen sind. Fünf Jahre später hat Natascha die Enge ihres Heimatortes verlassen und lebt mit ihrer Wahlfamilie in einer besetzen Knopffabrik. Hier wird Natascha zu Nao, hier gibt es keine Vergangenheit, keine Hierarchie, kein »Er« und kein »Sie«, hier gibt es nur »Wir«. Doch die Erinnerungen an ihre Jugend lassen sie nicht los, und mit der Distanz erkennt sie, wie oft ihre Grenzen überschritten wurden. Unmittelbar, schonungslos und mit großer Dringlichkeit erzählt Ann Esswein von Ohnmacht, Scham und dem Unbehagen, für das es in der Jugend keine Worte gab.

      Jahre ohne Sprache2025
    • Ein junger Mann, der acht Stunden regungslos im Zentrum einer Stadt steht. Verängstigte Passanten rufen die Polizei. Wer weiß, vielleicht ist er bewaffnet. Seine Hände sind in den Hosentaschen vergraben. Irgendwie fremd sieht er aus. Er spricht nicht, regt sich nicht, auch als ein Sonderkommando ihn festnimmt. Psychisch krank sei er wohl, heißt es in einer Nachricht, die an diesem Rekordsommer herausgeht. Keiner scheint ihn zu kennen, aber wie kann das sein? Drei ProtagonistInnen erzählen das Leben einer Person nach, die entschieden hat, bei einem Spiel nicht mitzumachen: einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Sie erzählen dabei vor allem ihre eigene Emanzipation von Wertekonstrukten, Geschlechteridentitäten und Klassenunterschieden.

      Mimikry2023