Goethes Briefwechsel Mit Einem Kinde
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Bettina von Arnim byla německá spisovatelka a romanopiskyně, která ztělesňovala ducha romantismu. Její styl jako skladatelky byl nekonvenční, mísil lidové melodie a historická témata s inovativními harmoniemi a improvizacemi. Byla ústřední postavou mnoha tvůrčích vztahů, přátelila se s předními umělci své doby a podporovala uměleckou shodu mezi nimi. Její duch a talent obdivovala řada předních skladatelů.






Text und Kommentar
Nach dem Erfolg ihrer ersten Buchveröffentlichung Goethe's Briefwechsel mit einem Kinde (1835) hatte Bettine zunächst nur wenig Interesse an einer literarischen Laufbahn gezeigt. Erst fünf Jahre später erschien ihr zweites Werk, Die Günderode , und daraufhin entstanden in rascher Folge Dies Buch gehört dem König, Clemens Brentano's Frühlingskranz, eine Vielzahl von halböffentlichen Briefen und Broschüren sowie Teile eines Armenbuches. Inzwischen hat man die innere Einheit dieses breiten Spektrums im politischen Wollen der Bettine von Arnim gefunden. Bettines freier Umgang mit den Originalbriefen, die ihren Romanen zugrunde liegen, irritierte die Forschung lange Zeit. Der Kommentar dieser neuen Ausgabe rekonstruiert das geistige Umfeld der Briefromane, ohne die Originalbriefe zu vernachlässigen. Erst in dieser Doppelperspektive gewinnt die Leistung der Schriftstellerin Bettine ihre Kontur. Erstmals zeigt der Kommentar auch, wie Bettine sich in den politischen und religiösen Auseinandersetzungen der Zeit zu behaupten und stets, nach ihren eigenen Worten, »herzhaft in die Dornen der Zeit zu greifen« wusste.
Es war einmal ein König, der hatte ein herrliches Land, und seine Burg stand auf einem hohen Berg, von wo aus er weit sehen konnte. Hinter der Burg waren schöne Gärten zu seiner Lust erbaut, die waren mit herrlichen Flüssen umgeben und mit dichten Wäldern, die ganz mit wilden Tieren erfüllt waren. Löwen, Tiger hatten ihre Wohnung da, wilde Katzen saßen auf den Bäumen, Füchse und Wölfe sprangen im Dickicht umher, weiße Bären und auch mit goldnem Fell schwammen oft paarweis über die Flüsse und kamen in des Königs Garten. Auf dem Gipfel der Bäume nisteten die Stoßadler, Geier und Falken. Es waren diese Wälder ein wahres Reich der Tiere, welches des Königs seines begrenzte, und war als ihr Eigentum angesehen. Der König aber nahm ein Weib, um ihrer Schönheit willen, und daß er Kinder bekomme. Da sie mit dem Segen ging, da freute sich das Volk, daß sie sollten einen Thronerben haben, und sie ehrten das Weib darum sehr hoch; die Zeit des Gebärens verstrich aber, ohne daß sie eines Kindes genesen wäre. Da ward der König traurig, weil er glaubte, sein Gemahl sei krank und müßte bald sterben, aber sie nahm Speis und Trank zu sich wie ein gesundes Weib. Aber sie ging sieben Jahr eines hohen Leibs. Der König ärgerte sich an ihrer Mißgestalt und glaubte, daß sie sich an Gott versündigt habe, weil er sie so hart strafe
Bettina von Arnim, geboren 1785 in Frankfurt am Main, wird als Sinnbild der Romantik bekannt. Nach ihrer standesgemäßen Heirat mit Achim von Arnim, dem Freund ihres Bruders Clemens Brentano, pflegt sie Kontakte zu bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit. Sie trifft Karl Marx und König Friedrich Wilhelm IV., mit dem sie intensiv korrespondiert. Zu ihren Bekannten zählen auch Jacob Burckhardt, die Brüder Grimm sowie Brahms und Schumann. Sie wird als die „Unsterbliche Geliebte“ Ludwig van Beethovens betrachtet. Milan Kundera beschreibt sie in seinem Roman „Die Unsterblichkeit“ als eine Art „It-girl“ der Romantik, die vom Glanz ihrer Freunde zu profitieren versucht. Nach dem Tod ihres Mannes 1831, von dem sie die meiste Zeit ihrer 20-jährigen Ehe getrennt lebte, tritt sie als Dichterin hervor. Ihr Briefwechsel mit Goethe, der 1835 als „Briefwechsel mit einem Kinde“ veröffentlicht wird, wird besonders erfolgreich. Goethe hatte 1811 den Kontakt zu ihr und ihrem Mann abgebrochen und notiert: „Ich bin sehr froh, daß ich die Tollhäusler los bin.“ Bettina von Arnim stirbt 1859 in Berlin und wurde ab 1992 auf dem Fünfmarkschein der letzten Marknotenserie vor dem Euro abgebildet.
Ein Werk von Gisela von Arnim und ihrer Mutter, Original von 1840, hier als Reproduktion in neuer Rechtschreibung.
Herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Otto Betz und Veronika Straub, umfasst das Buch 304 Seiten.
Von Arnim, Bettine. Aus meinem Leben. Zusammengestellt und kommentiert von Dieter Kühn. Erste Auflage. Frankfurt am Main, Insel Verlag, 1982. 11 x 17,5cm. 159 Seiten. Originale Broschur. Sehr guter Zustand. [Insel Taschenbuch, Band 642]. Ein Lauffeuer verbundener Gefühle und Gedanken nennt Bettine von Arnim den Briefwechsel mit ihrer Freundin Karoline von Günderrode. Und ein solches Lauffeuer ist der gesamte vorliegende Band, der eine der witzigsten und mutigsten Schriftstellerinnen der Romantik präsentiert. Neben einer Auswahl ihrer schönsten Texte enthält das Lesebuch einen fortlaufenden Kommentar von Dieter Kühn, der einfühlsam und kritisch zugleich Bettines Lebensspur folgt. Kennen lernen kann man dabei nicht nur eine wunderbare Erzählerin, sondern auch eine selbstbewusste Frau und Idealistin, die ihrer Epoche weit voraus war.
»Gedankenpfeile«, »Revolutionsgedanken« oder »Geistesblumen«: So nannte Bettine von Arnim die Aphorismen und Sentenzen, die sie in ihren Brief- und Gesprächsbüchern in fragmentarischer (und damit gut romantischer) Form platziert hatte. »Der Tanz meiner Gedanken« stellt diese zusammen und ermöglicht so die Entdeckung einer virtuosen Aphoristikerin. In Summe lassen sich die Texte, in denen Bettine die Grenzen zwischen literarischem Text und Alltag – wie immer – geschickt unterläuft, gewissermaßen als ihre Philosophie lesen.