Knihobot

Alfred A. Häsler

    19. březen 1921 – 7. duben 2009
    Schulnot im Wohlstandsstaat
    Das Boot ist voll
    Geschichten von der Menschenwürde
    Knie
    Das Boot ist voll
    Das Boot ist voll
    • Das Boot ist voll

      Die Schweiz und die Flüchtlinge 1933–1945

      • 366 stránek
      • 13 hodin čtení

      Der Journalist und Schriftsteller Alfred A. Häsler setzte sich 1967 als einer der Ersten kritisch mit der Schweizer Flüchtlingspolitik auseinander und öffnete damit einer breiten Öffentlichkeit die Augen über ein Thema, das uns heute noch immer beschäftigt. Sei es im Hinblick auf die Asylgesetzgebung in der Schweiz, die afrikanischen Flüchtlinge vor den Küsten der Mittelmeerländer oder die Migrationsbewegungen im Zuge der Globalisierung.

      Das Boot ist voll
      4,3
    • In der Geschichte des schweizerischen Bundesstaates hat der Antisemitismus eine weit grössere Rolle gespielt, als in der Forschung und der breiten Öffentlichkeit lange Zeit angenommen worden ist. Obwohl die Schweiz zu den demokratischen Pionierstaaten Europas gehörte, legte sie gegenüber den Angehörigen der jüdischen Minderheit im Jahrhundert zwischen 1848 und 1960 keine besonders aufgeschlossene Haltung an den Tag. Im Gegenteil. Die späte Durchsetzung der jüdischen Emanizpation, das Schächtverbot in der Bundesverfassung (1893), die betont restriktive Einbürgerungspraxis gegenüber Ostjuden und die Transitland-Doktrin in der eidgenössischen Migrationspolitik nach dem Ersten Weltkrieg belegen, dass auch die Schweiz eine Tradition der antijüdisch motivierten Fremdenabwehr und des gelebten Antisemitismus besitzt. In diesem Licht betrachtet, erscheint die judenfeindliche Flüchtlingspolitik im Zweiten Weltkrieg nicht mehr länger als Betriebsunfall der Schweizer Geschichte, sondern als modernisierte Spielart eines „prophylaktischen Antisemitismus“ (Gerhard M. Riegner), dessen Ursprünge weit ins 19. Jh. zurückreichen.

      Zeitgeschichte: Antisemitismus in der Schweiz 1848 - 1960