Niedersachsen ist einzigartig: Es reicht vom Meer bis ins hohe Gebirge. Der Photograph Wolfgang Volz zeigt in seinen faszinierenden Bildern die Schönheit und Vielfalt der Landschaft. Sie ist Natur und Kultur zugleich. Hansjörg Küster erklärt in seinen anschaulichen Texten, wie erst durch menschliches Eingreifen Natur zur Landschaft wird.
Wir neigen dazu, Berge und Wiesen, Flüsse und Wälder für den ewigen Bestand der Natur zu halten, den es zu beschützen und zu bewahren gilt. Dabei vergessen wir, dass auch vermeintlich natürliche Landschaften seit vielen Jahrtausenden einem beständigen Wandel unterworfen sind.Hansjörg Küster erläutert die Zeichen, an denen sich die Geschichte unserer Landschaft ablesen lässt. Sein Buch beschreibt, wie geologische Prozesse und klimatische Einflüsse, wie Tiere, Pflanzen und nicht zuletzt der Mensch die mitteleuropäische Landschaft geprägt haben. [Klappentext]
Der Wald ist für die meisten von uns der Inbegriff von Natur. Scheinbar unwandelbar ist er die wilde Gegenwelt zur Zivilisation, markiert er die äußere Begrenzung des Geltungsbereichs von Kultur. Dieses Buch setzt den vielen Ansichten, Mythen und Vermutungen über das einmalige Naturphänomen "Wald" eine anschauliche Darstellung seiner permanenten Entwicklung und Veränderung entgegen. Hansjörg Küster beschreibt in seinem Buch die Zeichen und Zeugnisse, an denen sich die Geschichte der Wälder ablesen läßt. Er erläutert die geologischen und klimatischen Einflüsse, die die Wälder geprägt haben, er beschreibt, wie Tiere, Pflanzen und vor allem der Mensch die verschiedenen Gesichter der Wälder hervorgebracht haben und nach wie vor beeinflussen. Es ist dies nicht nur ein wesentlicher Beitrag zur Geschichte der Natur, sondern gleichzeitig auch eine kritische Reflexion unseres Umganges mit der Natur und des Bildes, das wir uns von ihr machen.
Der Wald hat wieder Konjunktur. Für die meisten ist er Inbegriff von Natur, Gegenwelt zur Zivilisation. Dieser Band setzt den vielen Mythen und Mutmaßungen über das einmalige Naturphänomen Wald eine anschauliche Darstellung seiner permanenten Entwicklung und Veränderung entgegen. Der Wald ist nicht Wildnis, aber er dient auch nicht nur ökonomischen Interessen und der Erholung: Gerade angesichts der Erderwärmung kommt einer nachhaltigen und langfristigen Waldwirtschaft wachsende Bedeutung zu. Der Wald hat nicht nur eine Geschichte, stets ist er auch ein Spiegel unseres Umgangs mit der Natur.
Die Elbe ist sowohl Natur als auch Kultur. Hansjörg Küster, ein renommierter Ökologe, erzählt in diesem reich bebilderten Werk von der Elbe als Produkt natürlicher Faktoren und menschlicher Veränderungen. Dabei werden nicht nur Städte und Baudenkmale betrachtet, sondern auch Schleusen, Flussveränderungen, Häfen und Mühlwehre. Der Name „Elbe“ bedeutet einfach „Fluss“. Sie entspringt als kleiner Bach im Riesengebirge, dem höchsten Mittelgebirge Mitteleuropas, und entwickelt sich rasch zu einem bedeutenden Fluss. Auf ihrem Weg von Böhmen nach Sachsen durchbricht sie beeindruckende Gebirgsformationen, die Künstler inspirierten. In der Elbe spiegeln sich bekannte Burgen und Städte wie Dresden, Meißen und Wittenberg. An ihren Ufern finden sich berühmte Parklandschaften, sowohl in Sachsen als auch in Wörlitz und Dessau. Unterhalb von Magdeburg hat die Elbe im Laufe der Jahrtausende verschiedene Flussverläufe angenommen. Nach dem Passieren von Hamburg, dem „Tor zur Welt“, fließt sie in die Nordsee über, wobei der genaue Übergang schwer zu bestimmen ist. Auch wichtige Nebenflüsse wie die Moldau, Eger, Saale und Havel werden vorgestellt. Berlin, ebenfalls Teil des Elbraums, verdankt seinen raschen Aufschwung einer Verbindung zur Elbe.
In früheren Zeiten befassten sich nahezu alle Menschen mit ihrer Landschaft, indem sie jagten und Pflanzen sammelten, später Ackerbau betrieben, Vieh hielten und Wälder bewirtschafteten. Diesen unmittelbaren Zugang haben heute nur noch wenige Menschen. Den anderen muss ein Zugang zu Landschaft über ein Lehrgebäude vermittelt werden, in dem naturwissenschaftliche Untersuchungen und Bestandsaufnahmen genauso Platz haben wie die Auswertung von historischen Dokumenten, die Analyse von Landschaftsmetaphern und Aspekte des Denkmalschutzes. Wenn darüber entschieden werden soll, welche "Natur" zu schützen ist, benötigen wir ein realistisches Bild von heutiger Landschaft als Resultat einer jahrtausendealten Geschichte.
Die Geschichte der Menschheit lässt sich als eine Geschichte der Entdeckungen, der Eroberungen oder der Aufklärung erzählen. Hansjörg Küster lehrt uns in diesem bedeutenden Buch einen anderen Blick: Der Mensch ist, was er sät und erntet. Kultivierung ist der Akt der Menschwerdung schlechthin. Um Kulturpflanzen anzubauen, wurden Menschen sesshaft; sie wurden Bauern, die sich die Erde untertan machten, wie es in der Bibel heißt. Landwirtschaft und Kulturpflanzenanbau entwickelten sich an mehreren Orten der Erde etwa zur gleichen Zeit, aber unabhängig voneinander: in Vorderasien, in Südostasien, an verschiedenen Orten in Afrika, in Mittel- und Südamerika. Um den Anbau von Korn, Hülsenfrüchtlern und Ölpflanzen zu ermöglichen, musste die Umwelt teilweise stark verändert werden. An den großen Strömen des Orients brauchte man eine künstliche Bewässerung. Sie funktionierte nur, wenn eine weit entwickelte öffentliche Verwaltung vorhanden war. Man schuf staatliche Strukturen und die Schrift. Kulturpflanzen wie Weizen und Roggen, Erbse und Linse, Mais und Kartoffel sowie die vielen Gewürze sind aber auch Vorboten der Globalisierung. Schon vor Jahrtausenden wurden Kulturpflanzen und die Techniken ihres Anbaus zwischen den Zentren der kulturellen Entwicklung ausgetauscht. Weizen aus dem Orient gelangte nach China, von dort aber kam die Technik, Bäume zu veredeln, bereits im Altertum nach Europa.
Jahrtausende galten sie als unü Die Lage der Alpen zwischen dem früh zivilisierten Mittelmeer und dem sehr fruchtbaren, ebenso früh besiedelten Mitteleuropa machte aus ihnen lange Zeit einen Riegel, der überwunden werden musste, um die beiden Gebiete zu verbinden. Hansjörg Küster folgt der Geschichte der Alpen von ihrer Entstehung durch die Kollision der afrikanischen mit der europäischen Platte, ihrer Überformung durch die Eiszeitgletscher und der erstaunlich frühen Nutzung auch ihrer Hochlagen bis hin zu ihrer Erforschung und zum heutigen Tourismus. Die Alpen sind das erste Hochgebirge der Welt, das gut erschlossen wurde; hier wurde der Typ des Alpinen erstmals festgelegt. Doch diese Entwicklung hat auch Schattenseiten.
Hansjörg Küsters neues Buch handelt von einem der bedeutendsten Natur- und Kulturräume Europas - der Ostsee. Es zeichnet aber nicht nur die erdgeschichtliche Entwicklung eines der ungewöhnlichsten Meere unseres Planeten nach, sondern macht darüber hinaus die vielgestaltigen Abhängigkeiten, Einflüsse und Verflechtungen zwischen der Ostsee und ihren Anwohnern deutlich. Die ganz unterschiedlichen Besiedlungsformen ihrer Küsten und ihres Hinterlands durch den Menschen zeigen, warum die Zivilisationsgeschichte der Ostsee an Vielfältigkeit und Dynamik ihresgleichen sucht. Küster schildert die Gegensätze der Ackerbau- und Jägerkulturen, beschreibt die Welt der Wikinger, die Entstehung der ersten Häfen sowie Aufstieg und Fall der mächtigen Hanse. Wir erfahren, warum es nie zu einem einheitlichen politischen und wirtschaftlichen Ostseeraum kam ebenso wie von der niederländischen Stadtbaukunst, die sich noch heute in den herrlichen Metropolen des Nordens, in Stockholm, Kopenhagen und St. Petersburg bewundern läßt. Küster erläutert die Entstehung der großen Güter im Baltikum, berichtet vom Erwachen der finnischen Identität, er schildert Bedeutung und Folgen des heutigen Ostseetourismus und nimmt Stellung zur gegenwärtigen ökologischen Situation der Ostsee. - Die beeindruckende Gesamtdarstellung eines einzigartigen Meeres.
"Der Mensch ist, was er isst" – und Gewürze spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn die Art und Bekömmlichkeit unserer Nahrungszubereitung wird nicht zuletzt durch die verwendeten Gewürze bestimmt. In diesem Buch werden viele bekannte, aber auch weniger geläufige Pflanzen portraitiert, so dass man ein umfassendes Bild beispielsweise über ihre Ausbreitungsgeschichte, ihre Anbaumethoden und ihre Geschichte als Gewürz erhält. Eine ebenso gründliche wie vielfältige Darstellung eines interessanten Kapitels unserer Kulturgeschichte.
Orte werden von Natur und Kultur geprägt, sind mit Ideen verbunden und werden erst im Gespräch mit anderen Menschen zur Heimat. In der Geobotanik geht es um die Beziehungen der Pflanzen zu ihren Wuchsorten, zum Boden und zum Klima. Der Standort, an dem Pflanzen wachsen, ist von einer langen Geschichte und vielfältigen Einflüssen der Menschen geprägt. Daher setzt geobotanisches Arbeiten stets auch die Auseinandersetzung mit Geologie, Geographie und Klimatologie, aber vor allem mit historischen Abläufen und kulturgeschichtlichen Fachgebieten voraus. Es müssen immer wieder Brücken geschlagen werden von naturwissenschaftlichen zu kulturwissenschaftlichen Themen. Diese Form von Interdisziplinarität ermöglicht es, eine Heimat zu erkennen und zu beschreiben. Über Landschaften, Heimaten und deren Pflanzen hat Hansjörg Küster in den letzten Jahrzehnten immer wieder publiziert, für Zeitungen und Zeitschriften, wissenschaftliche Veröffentlichungen, Überblicksdarstellungen und Handbücher. Oft stehen Landschaften im Mittelpunkt, die man als Heimaten verstehen kann und in denen man Menschen aus Nah und Fern integrieren kann - wenn man nur darüber spricht. Die Beiträge dieses Buches geben dafür vielerlei Anregungen.
„Wo de Ostseewellen trecken an den Strand“: Dort grenzen üppige Buchenwälder, fruchtbare Getreideäcker und das unvergleichlich blaue Meer so dicht aneinander wie nirgends sonst. Und in kaum einer anderen Weltgegend kann man so gut einen Strandurlaub mit einer Kulturreise verbinden wie an der Küste der Ostsee. In den Kurorten mit ihrer berühmten Bäderarchitektur, auf Rügen, Usedom, Hiddensee und Poel, auf der Halbinsel Fischland, Darß und Zingst, an den Bodden und in den Hansestädten ist in den letzten Jahren eine komplett neue touristische Infrastruktur entstanden. „Da is mine Heimat,“ heißt es im Lied. Die Küsten Mecklenburg-Vorpommerns sind Landschaften der Sehnsucht.
Italienischer, Französischer oder Englischer Garten, erhabene Wildnis oder geschützte Natur, Heide, Wald oder Gebirge: alles ist Landschaft. Es gibt sogar Mondlandschaft, Stadtlandschaft oder Wohnlandschaft. Anders als zu Natur, die besteht und vergeht, ob wir sie wahrnehmen oder nicht, gehört zu Landschaft stets auch Reflexion. Wenn wir Landschaft sehen, interpretieren wir sie. Wichtig sind die Metaphern, Stimmungen und gedanklichen Zusammenhänge, die wir mit dem Eindruck einer Gegend verbinden. Dennoch gibt es keine Landschaft, in der ausschließlich Elemente der Kultur vorkommen. Selbst in der durch und durch gestalteten Landschaft einer Stadt oder eines Parks sind noch natürliche Einflüsse wirksam. Und doch ist Landschaft niemals das gleiche wie Natur. Für den Pflanzenökologen Hansjörg Küster ist sie ein in Jahrtausenden gewachsenes und weiter wachsendes Geschichtsbuch, das man lesen kann und an dem man weiter schreiben wird – als Landwirt, als Planer oder als einer, der Landschaft „nur“ beobachtet und liebt.
Ökologie ist keine Sammlung von Rezepten oder eine Gärtnermoral, sondern eine moderne Wissenschaft, die den Wandel der Natur und die Anpassung des Menschen daran untersucht. Küsters plädiert für eine zeitgemäße Auffassung der Ökologie, die Wissen und Utopie voneinander trennt, um Glaubwürdigkeit zu erlangen. Während viele von der Ökologie Argumentationshilfen für den Erhalt der Natur in ihrem jetzigen oder idealen Zustand erwarten, verteidigt Küster sie als Wissenschaft, die die Veränderung der Lebewesen durch Evolution berücksichtigt. In seiner gut lesbaren Grundlegung zeigt Küster, wie die Ökologie organisch aus ihren inneren Zusammenhängen erschlossen wird. Die Fragestellungen, die sie beantwortet, sind vielfältig und reichen von der Standortfrage für Mikroorganismen bis zum Landschaftsschutz für nachhaltige Entwicklung. Angesichts aktueller Probleme und Katastrophen ist das Wissen der Ökologie wichtiger denn je. In der modernen Welt ist jedoch kein Platz für ökologische Utopien.
Das Schaumburger Land ist nach der hoch über dem Wesertal gelegenen Schaumburg benannt. Es bietet weite Ausblicke in das Norddeutsche Tiefland, auf das Steinhuder Meer, in die Täler von Flüssen und Bächen. Die Städte, darunter bekannte Orte wie Stadthagen, Bückeburg und Rinteln, sind genauso reich an Sehenswürdigkeiten wie die kleinen Dörfer. Die größten Schlösser waren Residenzen der Schaumburger Fürsten, die das politisch lange eigenständige Land regierten. Der kenntnisreiche Text von Hansjörg Küster nimmt den Leser mit in das Land zwischen Hannover und Minden, in dem man so gut wie alles findet, was Mitteleuropa auszeichnet: weite Ebenen und schroffe Felsen, Hügel und Berge – und sehr viel Kultur. Ein informatives Glossar von Manfred Würffel nennt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die großformatigen Farbfotos von Toma Babovic zeigen die Schönheit dieser Landschaft.