Marie Terezie byla mimořádně pilná pisatelka dopisů – kromě korespondence úřední byla v čilém styku se svými dcerami a syny a s dámami ze společnosti, jimž si občas vylévala své srdce. Bez protokolu a etikety vyjadřovala potěšení, hněv, dojetí, sklíčenost – námitkami, ohledy, úvahami a pochybnostmi, jež mnohdy dávají co proto i nám. V případě potřeby hájila své názory tvrdohlavě a vystupovala jako rezolutní osobnost. Byla to poklidná, laskavá panovnice země, neúprosná vychovatelka a vládkyně, která svými konzervativními názory narážela již u vlastních dětí, zároveň ale byla citlivá manželka a matka, jež se mimo protokol a etiketu projevovala jako senzibilní a zranitelná žena. Možná právě v tom spočívá tajemství její neutuchající popularity, zejména proto, že nešetřila sebekritikou a sebeironií, a právě tím se nám jeví velmi lidsky. Marie Terezie vládla v době velkých změn. Dalekosáhlé politické, náboženské a společenské události jsou v jejích osobních postojích přítomné stejně jako v dochovaných anekdotách a dobových novinových zprávách, jež autor knihy čtenářům fundovaně podává.
Hannes Etzlstorfer Knihy







Die Darstellung von Kaiserin Elisabeth durch ihre Vertraute, die Gräfin Marie Festetics, offenbart ein ambivalentes Bild der Monarchin. Während sie von Bewunderern als Inbegriff von Schönheit und Emanzipation gefeiert wird, kritisieren andere sie als launische und exzentrische Frau, die sich mehr für persönliche Vergnügungen als für ihre Pflichten interessiert. Ihre Leidenschaft für Sport und Tiere verleiht ihr ein modernes Flair, doch ihre Freizeitgestaltung und der übertriebene Schönheitskult werfen Fragen nach ihrer Verantwortung als Herrscherin und Mutter auf.
Die Reisen der Habsburger
Von Kavalierstouren, Brautschau und hoher Diplomatie
- 222 stránek
- 8 hodin čtení
In seinem Streifzug durch die Jahrhunderte erzählt Kunst- und Kulturhistoriker Hannes Etzlstorfer von den Reisen gekrönter Häupter: Von Friedrich III., der auf seiner beschwerlichen dreimonatigen Reise im kalten Winter 1451/52 zur Kaiserkrönung nach Rom gleich auch Eleonore von Portugal heiratete. Von Rudolf II., der 1563 zu Bildungszwecken nach Spanien verschickt wurde. Das von der Inquisition vergiftete Klima tat ihm nicht gut: Als er nach acht Jahren nach Wien zurückkehrte, war er ein scheuer und wortkarger junger Mann geworden. Im Barock wurde das Reisen Teil der Repräsentation: Als Marie Antoinette am 21. April 1770 von Wien nach Paris aufbrach, umfasste der Tross 263 Gäste in 57 Kutschen, darunter allein 76 Personen Küchenpersonal – Mundköche, Brandköche, Küchenträger, Spießtreiber, Hofzuckerbäcker, Silberdiener, Tafeljungen und Kellermeister. Mit der Erfindung von Eisenbahn und Dampfschiff wurde das Reisen bequemer. Kaiser Franz Josef und Kaiserin Elisabeth nutzten diese neuen Verkehrsmittel extensiv, nicht zuletzt bei ihren Erholungsfahrten nach Bad Ischl. Das letzte Kapitel lautet „Endstation Kaisergruft“: Die Reise, an deren Ziel auch die gekrönten Häupter nur mehr als „sterblicher, sündiger Mensch“ gelangen.
Fritz Aigner
Wunderkind & Malmaschine ; [Ausstellung im Nordico - Museum der Stadt Linz, 29. September 2008 bis 11 Jänner 2009]
- 30 stránek
- 2 hodiny čtení
Fritz Aigner gilt als einer der bekanntesten und zugleich auch umstrittensten Linzer Maler. Diese Monografie beleuchtet anhand von zahlreichen Gemälden, Druckgrafiken, Zeichnungen, Skizzenbüchern, Briefen und Fotos erstmals den beispiellosen Werdegang dieses Künstlers. Seine Karriere führt vom zeichnenden Wunderkind über die Kunstakademie in Wien bei Sergius Pauser bis hin zu seiner intensiven Auseinandersetzung mit Altdorfer, Rembrandt oder auch Rudolf Hausner. Geistreich, amüsant und teilweise auch deftig zupackend und von erotischer Obsession erfasst, kommentiert er mit dem Pinsel seine nähere Umgebung. Dabei bricht sich seine malerische Virtuosität in zahlreichen surreal überhöhten, bisweilen fantastischen Bildern genauso Bahn wie in einfühlsamen Porträts. Texte des Künstlers selbst belegen, dass sich hinter dem gesellschaftlichen Enfant terrible ein empfindsames Wesen verbarg. In diesem Buch kommen daher auch seine Wegbereiter, Kritiker, Zeitgenosse sowie seine Familie zu Wort. Den opulenten Kern dieser Werkschau bildet jedoch das künstlerische Œuvre, sowohl die bekannten Arbeiten öffentlicher Sammlungen als auch unpublizierte Gemälde und Zeichnungen aus Privatbesitz.
Kronprinz Rudolf
"Alles ist besser als die Wahrheit"
In "Alles ist besser als die Wahrheit" wird die Tragödie von Mayerling und die Vertuschung des Doppelselbstmords von Kronprinz Rudolf und Mary Vetsera thematisiert. Kaiser Franz Joseph rät Leopold II., die Wahrheit zu verschweigen, was Rudolfs Streben nach Offenheit und Wahrheit in starkem Gegensatz zu den Intrigen am Wiener Hof zeigt.
Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel & Köllnerwasser
- 221 stránek
- 8 hodin čtení
Fasanenjagd im Prater, Karoussel in der Winterreitschule, festliche Redouten in der Hofburg – der Wiener Kongress, der eine grundlegende Neuordnung Europas brachte, war auch ein Ort allerhöchsten Amüsements. Ganz Wien war auf den Beinen, um den feierlichen Einzug der drei Monarchen in Wien – Zar Alexander I., König Friedrich Wilhelm III. und Gastgeber Kaiser Franz I. – zu bestaunen. Doch bald nach Beginn des Kongresses reagierten die Wiener zunehmend verbittert auf den von den Staatsgästen zur Schau gestellten Luxus, denn die Lebenshaltungskosten in der Residenzstadt stiegen dramatisch. Auch Kaiser Franz seufzte: „Wenn das noch lang so weitergeht, laß i mi pensionieren …“ Die Entwicklung der diplomatischen Bemühungen interessierte die Bevölkerung nur wenig, zu spärlich waren die Informationen, die aus den Konferenzsälen nach draußen drangen. Das neue Buch von Hannes Etzlstorfer liefert Momentaufnahmen vom Wiener Kongress und zeichnet ein plastisches Bild des Alltags in einer Stadt, die für einige Monate zum uneingeschränkten Machtzentrum der damaligen Welt wurde – mit allen erfreulichen und weniger erfreulichen Nebenerscheinungen für die ansässige Bevölkerung.
Tafeln mit dem Kaiser
Alltag und Geschichte rund um das Schönbrunner Menübuch von Mai 1913 bis Januar 1914
- 214 stránek
- 8 hodin čtení
Was war die Lieblingsspeise des Kaisers? Was aß er am 24. Dezember? Wie wirkten sich politische und gesellschaftliche Ereignisse auf seine Mahlzeiten aus? Auf Grundlage des Menüheftes von Mai 1913 bis Januar 1914, das der legendäre Fernsehkoch Franz Ruhm von einem der Hofköche Kaiser Franz Josephs erhielt und das im Buch auszugsweise im Faksimile abgedruckt wird, verwebt Kunst- und Kulturhistoriker Hannes Etzlstorfer das kulinarische Tagesprotokoll mit aktuellen Ereignissen und der Welt der großen Politik. Die Eröffnung der Adria-Ausstellung, die schließlich 560.000 Besucher anzog, ist ebenso Thema wie das Bankett für den deutschen Kaiser Wilhelm II., der Besuch von Graf Zeppelin ebenso wie die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung der Balkan-Kriege. Letztere kulminierten natürlich in einem prunkvollen Galadiner, das Hannes Etzlstorfer detailliert beschreibt. Garniert wird das Buch mit ausgewählten Rezepten aus der k. u. k.-Hofküche – wie wäre es, bei der nächsten Einladung zu Hause einmal ein „Diner à la Kaiser Franz Joseph“ zu servieren?
Klosterrouten Oberösterreich
- 355 stránek
- 13 hodin čtení
Die Habsburger und ihre Schlösser – ein prachtvolles Geschenkbuch. Die Geschichte der Habsburger spiegelt sich auch in ihren Residenzen. In so manchem markanten Wohnsitz hat sich das Schicksal von großen, bedeutenden oder auch kuriosen Habsburgern vollendet. Geschickt verquickt Kunsthistoriker Hannes Etzlstorfer kunst- und kulturhistorische Informationen mit der Geschichte des Hauses Habsburg und schicksalhaften Episoden aus dem Leben einzelner Mitglieder dieser Familie. Auf jeweils zwei bis vier Doppelseiten wird jedes Schloss dargestellt. Die prachtvollen Gesamt- und Detailansichten der 40 beschriebenen Schlösser, kombiniert mit Porträts von Protagonisten des Kaiserhauses, historischen Ansichten, Stichen und Plänen, sind ein Fest für das Auge. In der Gesamtschau entsteht daraus ein facettenreiches, lebendiges Bild der Habsburger und ihrer Residenzen.



