Není už mnoho knih, které jsou v zemi svého vzniku již po několik desetiletí pokládány za kultovní dílo a byly také přeloženy do řady jazyků, ale do češtiny nikoli. Román Zeď rakouské spisovatelky Marlen Haushofer, poprvé vydaný roku 1963, k takovým případům doposud patřil. Je stylizovaný jako deníkové zápisy hlavní hrdinky, kterou osud ze dne na den vystaví doslova nepředstavitelné zkoušce. Ústředním tématem jejích záznamů, v nichž postihuje každodenní události a od nich se odvíjející vzpomínky a úvahy, se paradoxně stává vzdor proti běžnému vnímání ubíhajícího času. Marlen Haushofer ztvárnila neotřelým a v určitém ohledu nedostižným způsobem smysl statečné vytrvalosti tváří v tvář mezní a podle všech běžných měřítek bezvýchodné situaci.
Marlen Haushofer Knihy
Marlen Haushoferová byla rakouská spisovatelka, jejíž dílo bylo znovuobjeveno ženským hnutím. Její próza se často zabývá rolí ženy v patriarchální společnosti a zkoumá témata izolace a přežití. V jejím hlavním díle, románu Die Wand (Stěna), se osamocená žena snaží přežít v divočině, což umožňuje mnoho výkladů díky svému otevřenému konci. Haushoferová se vyznačuje pronikavým pohledem na lidskou psychiku a společenské normy.







Nowhere ending sky
- 178 stránek
- 7 hodin čtení
Meta opens her eyes wide, and the blue seeps into them. She keeps them open until she is fat and swollen with colour and the sky is drained pale. It is a slightly scary game: it could easily be that the sky doesn't like having its colour taken away. So she closes her eyes and sends the blue back to where it came from.
'There is still one thing for me to cling to: namely, the hope that one day I will draw a bird that is not completely alone in the world...'
Schlimm sein ist auch kein Vergnügen - bk200; Verlag Jugend und Volk; Marlen Haushofer; Paperback; 1975
Elisabeth geht durch ihre frühere Wohnung und dabei läuft ihr bisheriges Leben wie ein Film vor ihr ab: die unverwundenen Kindheitserlebnisse und angstbesetzten Beziehungen zu Religion und jeglicher Autorität, die streitanfälligen Mädchenfreundschaften und vieles mehr. Später konnte sie sich nie auf die Liebe zu einem einzigen Mann beschränken, denn sie wollte die Welt lieben. Bei ihrer Rückkehr als reife Frau spürt sie „den Verdacht im Herzen, den falschen Weg gegangen zu sein“, und dies „wie immer sie ihr Leben gelebt hätte.“
Das Hauptwerk der großen österreichischen Autorin – neu herausgegeben und wissenschaftlich kommentiert, mit einem Vorwort von Antje Rávik Strubel »Ich habe Die Wand schon dreimal gelesen und bin noch lange nicht fertig.« Nicole Krauss »Wenn mich jemand nach den zehn wichtigsten Büchern in meinem Leben fragen würde, dann gehörte dieses auf jeden Fall dazu.« Elke Heidenreich in Lesen! Eine Frau will mit ihrer Cousine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stößt die Frau auf ein unsichtbares, glattes, kühles Hindernis – eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmitten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein. Die Wand ist ein überwältigend beeindruckender Bericht über die vollkommene Isolation einer Frau jenseits der Gesellschaft. Der Roman wurde in mehrere Sprachen übersetzt, für Film und Theater adaptiert, und gilt als Marlen Haushofers wichtigstes Werk.
Der zehnjährige Fredi und sein kleiner Bruder Buz verbringen die Sommerferien bei den Großeltern am Land. Mit ihren beiden Kusinen Micky und Lise bilden sie eine richtige "Viererbande", der jeden Tag etwas einfällt, was die Großmutter und auch den Großvater auf Trab hält ...
»Das Grundthema der Geschichten Marlen Haushofers ist eine erträgliche Sinnlosigkeit des Lebens.« Frankfurter Allgemeine Zeitung Marlen Haushofer war keine Sammlerin. Wenn etwas für sie als abgeschlossen galt, wandte sie sich Neuem zu. Vieles von dem, was sie schrieb, hat sie nicht aufgehoben, nicht datiert, nicht bewahrt. Aus dem Zeitraum ihres literarischen Schaffens, also etwa von 1947 bis 1970, sind 67 Erzählungen bekannt, die zum Großteil in Zeitungen, Zeitschriften oder Erzählbänden veröffentlicht wurden. Schon die frühen Texte zeigen die literarische Differenziertheit und die thematische Vielfalt der Autorin; während manche noch freundlich und heiter wirken, sind andere bereits von der Illusionslosigkeit bestimmt, die auch ihr späteres Werk prägt. Alle diese Texte begeistern jedoch durch ihre sprachliche und inhaltliche Präzision. Sich stets auf das Wesentliche konzentrierend, beobachtet Marlen Haushofer Vorgänge und Situationen des Lebens wie durch ein Brennglas: »Ich kann nur beschreiben, was ich kenne, darum muß ich oft lügen, denn ich sehe sehr scharf und will niemandem wehtun.« (Marlen Haushofer)
Marlen Haushofers erster Roman – neu herausgegeben und wissenschaftlich kommentiert, mit einem Vorwort von Angela Lehner Eine junge Frau täuscht ihren Tod vor, um von ihrer Familie fortzugehen. Nach Jahren gesellschaftlicher und häuslicher Fesseln will sie aus der Rolle der Ehefrau, Mutter und Geliebten ausbrechen: ein eigenes Leben aufbauen, statt ein fremdbestimmtes Doppelleben zu führen. Jahre später kehrt sie zurück in das Haus, das sie einst verließ – unerkannt vom eigenen Sohn, voller Erinnerungen und doch ohne Reue. Eine Handvoll Leben ist Marlen Haushofers erster Roman und verdichtet die verschiedenen Lebensentwürfe einer Frau, die sich für den Weg in die Unabhängigkeit entscheidet.


