Der 8. November 1987 war ein Schicksalstag im Leben von Freya Klier. Es war der Tag, an dem die Stasi versuchte, sie und ihren Mann Stephan Krawczyk zu ermorden. Jahrzehnte nach diesem Vorfall trat ihr ehemaliger Vernehmer aus der Untersuchungshaftanstalt Hohenschönhausen mit beiden in Kontakt und bestätigte den Verdacht, den sie schon lange gehegt hatten. Doch sie waren kein Einzelfall. In diesem Buch lässt Freya Klier viele Zeitzeugen und Betroffene zu Wort kommen, die ein bislang totgeschwiegenes Kapitel der DDR-Geschichte beleuchten: die systematischen Mordversuche eines Staates an unliebsam gewordenen Bürgern. Nicht zuletzt der Fall Nawalny zeigt, wie lebendig dieser Fortbestand in manchen postsozialistischen Ländern noch heute ist. "Freya Klier liefert mit ihrem Buch zwar an sich keine spektakulär neuen Erkenntnisse zum Thema – ihr Verdienst ist es vielmehr, weit verstreute Quellen und Opfergeschichten zu einem Gesamtbild kompiliert zu haben, welches eindringlich belegt, dass nicht nur die psychischen Verwüstungen, die die Stasi angerichtet hat, bis in die Jetztzeit fortwirken" (deutschlandfunk.de)
Freya Klier Pořadí knih (chronologicky)






1990 ist die friedliche Revolution gelungen, die Mauer ist gefallen. Doch was kommt nun? Vom Dissidenten und Widerstandskämpfer, vom einfachen Arbeiter bis zum Journalisten oder Politiker: Zeitzeugen aus Ost- und Westdeutschland erinnern sich an eine bewegt Zeit des Umbruchs und daran, was folgen sollte. Dabei steht eine Frage im Hintergrund: Ist die Wiedervereinigung gelungen, oder sind wir immer noch auf dem Weg, an dessen Ende das zusammen kommt, was zusammen gehört? Mit Beiträgen von Jörg B. Bilke, Heidi Bohley, Helga Druxes, Andreas Dürr, Monika Fabricius, Gesine Keller, Freya Klier, Stephan Krawczyk, Editha Krummreich, Reiner Kunze, Norbert Lammert, Doris Liebermann, Katharina Oguntoye, Norbert F. Pötzl, Friedhelm Schülke, Rainer Seidel, Peter Tauber, Lothar Tautz, Wolfgang Thierse und Herbert Wagner
Am 9. November 2019 jährt sich der Mauerfall zum dreißigsten Mal. Dieses Buch bietet ein Resümee, das sich von den bereits ausführlich beschriebenen politischen Hintergründen abhebt und stattdessen die persönlichen Erlebnisse der Menschen beiderseits der Mauer in den Fokus rückt. Die Bürgerrechtlerin und Autorin Freya Klier hat 23 Zeitzeugen befragt, um deren individuelle Perspektiven auf diesen historischen Tag zu erfassen. Die Berichte reichen von bekannten Persönlichkeiten wie Bernhard Vogel und Guy Stern bis hin zu Menschen mit außergewöhnlichen Lebensgeschichten, wie Astrid Proll, die sich der RAF anschloss, und Ingo Hasselbach, dem bekanntesten Aussteiger aus der Neonaziszene. Auch „normale“ Bürger, vom Schüler bis zur Bankangestellten, teilen ihre Erinnerungen. Die Erzählungen sind in drei zeitliche Abschnitte gegliedert: den langen Weg zum Mauerfall, den Aufbruch in die Freiheit und die Zeit der Wiedervereinigung. Die Erinnerungen an die dunkelsten Momente der DDR-Geschichte und den euphorischen Moment des Mauerfalls sind präsent. Klier lädt den Leser ein, sich ebenfalls zu erinnern: „Und wo warst du am 9. November 1989?“ So wird nicht nur die jüngere deutsche Vergangenheit beleuchtet, sondern auch ein Bogen zur Gegenwart geschlagen.
Dresden 1919
Die Geburt einer neuen Epoche
Dresden 1919 spiegelt die turbulente Lage der Weimarer Republik wider: Klassenkämpfer, Sozialdemokraten und ein kaisertreues Bürgertum prallen aufeinander. Der Alltag wird von Kriegskrüppeln und Schwerverwundeten geprägt, während eine lebendige Künstlerszene existiert. Bürgerkrieg droht jederzeit. Freya Klier formt aus historischen Zeugnissen und Erinnerungen ein beeindruckendes Panorama und zieht Parallelen zur heutigen Gesellschaft. Europa leidet unter Hunger und Erschöpfung, während der Habsburger Völkerstaat zerfällt und Deutschland als größter Verlierer des Weltkriegs einen drakonischen Friedensvertrag erhält, der Zorn und Depression auslöst. Bolschewismus droht aus dem Osten, während die Siegermächte deutsche Gebiete besetzen. Klier lässt Zeitzeugen wie Käthe Kollwitz und Victor Klemperer zu Wort kommen und zeichnet Erinnerungen von Erich Kästner und anderen auf. Die zwölfjährige Jüdin Johanna Lindemann schildert eindrücklich die Kinderarmut in dieser Zeit. In Dresden, im Vergleich zu anderen Metropolen der Weimarer Republik, verläuft die Revolution relativ friedlich. Die Stadt wird zum Zentrum der Reformpädagogik, und viele Vereine gründen sich, um die Welt zu verändern. Eine Generation starker Frauen, angeführt von Marie Stritt, kämpft für ein gesamtdeutsches Frauenwahlrecht. Klier erzählt eindrucksvoll von dem Wandel des Kaiserreichs zur Weimarer Republik und bietet einen neuen Blick auf die Jahre 1918-1920.
* Die Kinder sind bisher kaum zu Wort gekommen! * Ein außergewöhnliches Buch über Flucht und Vertreibung * Hochemotionales Bestsellerthema Sieben Kinder - sieben Schicksale. In ihrem bewegenden und aufwühlenden Buch zeichnet Freya Klier Flucht und Vertreibung von sieben Kindern aus Ostpreußen nach. Nach Jahrzehnten des Schweigens erhalten sie endlich die Gelegenheit, ihre Kindheitsgeschichte zu erzählen, beginnend mit dem Sommer 1944 bis hinein in unsere Gegenwart. Aus der Komposition der Stimmen erwächst ein so noch nie zu lesendes Panorama der letzten Kriegsmonate. Ein ergreifendes Zeugnis und Buch für eine ganze Generation - und deren Nachkommen!
Gelobtes Neuseeland
- 423 stránek
- 15 hodin čtení
Die Schriftstellerin Freya Klier zeichnet den Lebensweg des evangelischen Pfarrers Oskar Brüsewitz nach, der sich 1976 aus Protest gegen die staatliche Politik der DDR in der sächsisch-anhaltinischen Kreisstadt Zeitz öffentlich verbrannte. (Text: Verlagseinband / Rückseite).
Zehn Jahre Deutsche Einheit: Die Schriftstellerin Freya Klier erzählt die Schicksale von Brüdern und Schwestern aus Ost und West, deren Leben mit der Wiedervereinigung eine grundlegende Wende erfuhr. Brillante biographische Miniaturen eines großen historischen Umbruchs - Facetten eines Prozesses, der noch lange nicht abgeschlossen ist.




