In ihrem Buch plädieren Aleida und Jan Assmann für mehr Gemeinsinn als sozialen Sinn, der Mitgefühl, Solidarität und Respekt fördert. Sie zeigen, dass universale Werte und der Respekt vor kulturellen Identitäten notwendig sind und dass zivilgesellschaftliches Engagement bestehende Strukturen verändern kann. Anhand ermutigender Beispiele erläutern sie die Bedeutung von Gemeinsinn für eine resiliente Demokratie.
Jan Assmann Pořadí knih (chronologicky)
Jan Assmann je přední osobností v oblasti egyptologie a kulturních studií, který rozvinul vlivnou teorii kulturní a komunikativní paměti. Jeho práce zkoumá hluboké propojení mezi pamětí, identitou a kulturním dědictvím. Assmann se také zabývá kontroverzním tématem původu monoteismu, který interpretuje jako zásadní zlom v náboženském myšlení, odklon od starších forem polyteismu k novým monoteistickým systémům. Jeho přístup propojuje archeologické poznatky s filozofickou reflexí, čímž nabízí jedinečný pohled na vývoj lidské kultury a víry.






Der Blaue Reiter. Journal für Philosophie / Glauben
Philosophie der Religion
Przejście od politeizmu do monoteizmu zmieniło świat na zawsze. Achenaten i Mojżesz – postać historyczna oraz postać poświadczana tylko tradycją – prezentują to przejście w jego początkowych, rewolucyjnych fazach. Reprezentują dwie cywilizacje, które weszły w ścisłe relacje już w czasach Księgi Wyjścia, gdzie Egipt symbolizuje stary świat, który musi zostać odrzucony by można było wejść do nowego. Jan Assmann podejmuje zagadnienie z nieco kontrowersyjnej perspektywy, czyniąc głównym przedmiotem swej książki postać Achenatona, zapomnianego egipskiego faraona, oraz Mojżesza, biblijnego przywódcy, którego historyczności nie udało się dotąd potwierdzić. Nie chodzi tu jednak o klasyczne odtwarzanie historii, lecz o ukazanie roli, jaką radykalne przemiany religijne i kulturowe, które zaszły w Egipcie i Izraelu, odegrały w kształtowaniu oblicza świata, w którym żyjemy. Autor stawia niezwykle ważne pytania o źródła fundamentalnego zwrotu w myśleniu o religii oraz o to, czy przemoc religijna jest nieodłączną konsekwencją powstania monoteizmu.
Der Weg Europas von Agypten in die Gegenwart fuhrt uber drei Stufen der Auflosung einer ursprunglichen Einheit von Religion, Kultur und Staat: die Emanzipation der Religion im Fruhen Judentum, die Emanzipation der Kultur in Humanismus und Aufklarung und die Emanzipation des Staats aus der Allianz mit der Religion bzw. Kirche im Zuge der Sakularisierung. Jan Assmann zeichnet die wichtigsten Etappen dieser Entwicklung nach. Gegenuber Tendenzen, die sich nach der ursprunglichen Einheit zurucksehnen, fur die Agypten steht, pladiert Jan Assmann leidenschaftlich fur das Ideal des sakularen, freiheitlichen Staates, das Europa sich auf die Fahnen geschrieben hat. Eine wichtige Selbstvergewisserung in den aktuellen Debatten um den Weg Europas!
Moses Tragicus
Freud, Schönberg und der scheiternde Moses<br>Sigmund Freud Vorlesung 2019
In den frühen 1930er-Jahren widmen Sigmund Freud und Arnold Schönberg dem Thema Moses zentrale Werke, die den Kampf gegen Antisemitismus reflektieren. Freud beschreibt Moses' Scheitern in »Der Mann Moses und die monotheistische Religion«, während Schönberg dies in seiner Oper »Moses und Aron« thematisiert. Jan Assmann analysiert die zeitgenössischen Hintergründe.
The Invention of Religion
- 416 stránek
- 15 hodin čtení
A groundbreaking account of how the Book of Exodus shaped fundamental aspects of Judaism, Christianity, and IslamThe Book of Exodus may be the most consequential story ever told. But its spectacular moments of heaven-sent plagues and parting seas overshadow its true significance, says Jan Assmann, a leading historian of ancient religion. The story of Moses guiding the enslaved children of Israel out of captivity to become God's chosen people is the foundation of an entirely new idea of religion, one that lives on today in many of the world's faiths. First introduced in Exodus, new ideas of faith, revelation, and above all covenant transformed basic assumptions about humankind's relationship to the divine and became the bedrock of Judaism, Christianity, and Islam.
Beethovens «Missa solemnis», sein oft unterschätztes Spätwerk, ist große Kunst und feierlicher Gottesdienst in einem. Jan Assmann zeigt, warum das Werk einen Höhepunkt in der langen Geschichte des Gottesdienstes darstellt und zugleich den Punkt markiert, an dem aus religiösem Kult autonome Kunst wird. Eine meisterhafte Etüde über die Geburt der Kunst aus der Religion, die uns Beethovens Musik und zugleich den christlichen Gottesdienst besser verstehen lässt. Missa solemnis, «feierliche Messe»: So wurde seit dem Mittelalter das katholische Hochamt genannt. Jan Assmann nähert sich Beethovens «Missa» vom Ursprung des christlichen Gottesdienstes her und schlägt einen eindrucksvollen historischen Bogen über zwei Jahrtausende: vom letzten Abendmahl Jesu und den Gedächtnisfeiern der frühen Christen über die Entstehung fester liturgischer Formen, die im Hochmittelalter durch den mehrstimmigen Gesang zu Musik wurden, bis hin zu neuzeitlichen Vertonungen. Auch noch Beethovens «Missa» war für den liturgischen Gebrauch gedacht, hat diesen Rahmen aber gesprengt, nicht nur durch ihre Länge, sondern vielmehr noch durch ihre ungeheure Intensität. Es ist brillant und ein Lesevergnügen, wie Jan Assmann musikalische Details mit den großen historischen Linien in Beziehung setzt und uns anhand von Beethovens «Missa» die Geburt der Kunst aus dem Geiste des Gottesdienstes vor Augen führt, ja geradezu hörbar werden lässt.
Thomas Manns vierbändiger Josephroman, erschienen zwischen 1933 und 1943, ist ein bedeutendes Exilwerk und steht im Widerspruch zur Nazi-Ideologie. In der ›Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe‹ wird es textkritisch ediert, inklusive umfangreichem Archivmaterial und einem Fokus auf die Rezeption über zwanzig Jahre. Der Textband enthält die Romane ›Joseph in Ägypten‹ und ›Joseph der Ernährer‹.
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für Aleida und Jan Assmann Um das 6. Jahrhundert v. Chr. traten in verschiedenen Kulturräumen der Welt unabhängig voneinander Philosophen und Propheten auf, die das bisherige mythische Denken überwanden: Konfuzius und Laotse in China, Buddha in Indien, Zarathustra in Persien, die Propheten des Alten Israel und die vorsokratischen Philosophen in Griechenland. Diese Zeit wurde von Karl Jaspers «Achsenzeit» genannt. Jan Assmann beschreibt, wie Historiker und Philosophen seit der Aufklärung die erstaunliche Gleichzeitigkeit der Achsenzeit-Kulturen erklärt und in der Achsenzeit die geistigen Grundlagen der Moderne gesucht haben. Die Annahme einer Achsenzeit der Weltgeschichte wurde so zu einem Gründungsmythos der Moderne. Sie hält einer historischen Überprüfung zwar nicht stand, wie das Buch anschaulich zeigt, aber an das damit verbundene Bestreben, eine eurozentrische Sicht auf die Geschichte zu überwinden, können wir bis heute anknüpfen.
Totale Religion
Ursprünge und Formen puritanischer Verschärfung
Die weltweite Bedrohung durch religiös motivierten Terrorismus und Gewalt scheint größer zu sein als je zuvor. Kann es sein, dass das radikale Antlitz des Islamismus nicht so sehr die Eigenheit einer bestimmten Religion ist, sondern auf eine Gemeinsamkeit aller monotheistischen Varianten verweist?Der Ägyptologe und Kulturtheoretiker Jan Assmann geht dem möglichen Zusammenhang zwischen Gewaltbereitschaft und dem absoluten Wahrheitsanspruch der monotheistischen Religionen nach. Dabei geht es nicht um die Frage, ob der Monotheismus sich historisch mit Gewalt durchgesetzt hat, sondern erstens, warum er die Geschichte seiner Durchsetzung in den biblischen Texten in so brachialen Formen der Gewalt erinnert und dargestellt hat, und zweitens, unter welchen historischen Bedingungen diese Sprache der Gewalt in Taten umschlägt.




