Wolfgang Hilbig (1941-2007) wurde mit seinem Roman "Ich" berühmt, wobei seine DDR-Herkunft und die Stadt Meuselwitz zentrale Themen waren. Uwe Kolbe beschreibt Hilbig als Unbehausten, der seine Umgebung literarisch transformierte. Angelika Fischer dokumentiert mit ihrer Kamera die Relikte dieser verschwundenen Zeit.
Uwe Kolbes neue Gedichte erkunden die Balance zwischen leichtem und ernsthaftem Sprechen. Ein Wanderer integriert Natur und Himmel in sein Lied, während gefiederte Begleiter wie Krähen und Amseln präsent sind. Kolbe verbindet literarische Konvention mit dem Bewusstsein für das fragile Gleichgewicht der Welt und thematisiert auch den dramatischen Alltag von Ich und Du.
Malergrüße aus Berlin / Painter’s Greetings from Berlin
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Faced with Peter Herrmann’s paintings we can rediscover a sense of wonder, discover what is fascinating in urban scenes, everyday objects and routine events, and trace the sometimes unspectacular aspects of human existence. The painter, born near Zittau in 1937, who now lives in Berlin, does not shy away from taking on the tradition of the great masters of art, from Paolo Uccello to Caspar David Friedrich, or to Paul Cezanne. Moreover, the effect of his paintings is underscored by an ironic, cryptic humor.This catalogue is the first to extensively introduce the oeuvre of Peter Herrmann. It provides insights into early work phases and retraces the artist’s biography in close connection to his works. The main focus of the book is placed on works Herrmann created starting in 2000. In a sumptuous series of images the reader encounters a type of painting dominated by bright, strong tones and fields of color. In their reduction of what is represented and their nonchalance, the works provide answers and ask questions in equal measure.
Eine mutige Reise in die Vergangenheit und eine poetische Liebeserklärung an das Meer Bei einer Vernissage auf Usedom wird der Autor von einem Fremden angesprochen: Was hat es mit Vineta auf sich, der sagenhaften Stadt, die dem Autor als Bild des untergegangenen Landes erscheint, aus dem er stammt? Der Fremde ist hartnäckig und entpuppt sich bald als Wiedergänger Wernhers von Braun, der in Peenemünde die V2-Rakete entwickelte. Im Streit um ihr Leben, im Streit um die Entscheidung, fortzugehen, neu zu beginnen, zurückzukehren, erscheint dem Raketeningenieur wie dem Schriftsteller die Vergangenheit in neuem Licht …
»Hätte es ohne Brecht die DDR überhaupt so lange gegeben?« Lederjacke, Zigarre, Kurzhaarschnitt – Brechts Selbstinszenierungen sind mindestens so kanonisch wie seine Texte. Wie aber konnte so ein Großer der Moderne sich mit der Schäbigkeit eines grauen und oft grauenhaften Staats wie der DDR arrangieren? Und wie ist zu erklären, dass das von Brecht vorgegebene Rollenmodell des kritischen Intellektuellen, von der Zigarre vielleicht abgesehen, bis heute fortwirkt? Mit seinem fulminanten Essay liefert Uwe Kolbe nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Rolle des Dichters in geschlossenen Gesellschaften. Er wirft darüber hinaus auch die hochaktuelle, beunruhigende Frage auf, inwiefern selbst weitgehende künstlerische Kritik die Macht der Unfreiheit legitimieren kann.
Leidenschaft und Reflexion. Nochmals radikaler als in seinen vorangegangenen Büchern geht Uwe Kolbe in seinen neuen Gedichten aufs Ganze unserer Existenz. Dass wir dieses Ganze als Widerspruch, Zweisamkeit als Entzweiung erleben, zeigen vor allem die so leidenschaftlichen wie reflektierten Liebesgedichte des Bandes. In immer neuen Anläufen zielen Kolbes Gegenreden auf die Liebe als dem "Rätsel der fremdesten Nähe" und wechseln souverän zwischen hohem Ton und Ausgelassenheit ihre sprachlichen Register. Die Sprache selbst wird dabei zu einer Tür, die Leserinnen und Leser mit dem Zauberwort ihrer eigenen Erfahrung öffnen. Wer sich einlässt und liest, kommt, versprochen, als ein anderer aus diesen Gedichten heraus.
Dies ist die Geschichte einer maßlosen und erschreckenden Verstrickung: Ein Vater, der in den Osten ging, um dem Land seiner Hoffnungen zu dienen. Ein Sohn, der als Komponist die Sounds seiner Generation einfängt und sich mit der Zensur arrangiert. Als der Sohn Karriere macht, steht der Vater vor der Tür. Fortan umkreisen sich die beiden, nur langsam ahnt man, welchen Kampf sie miteinander führen. Uwe Kolbes Roman vom Verrat am eigenen Leben ist auch eine Absage an die Gleichgültigkeit, ob im Alltag einer Diktatur oder anderswo.
Uwe Kolbe bleibt ein Suchender. Spielerisch und lustvoll erforscht er in Sonetten und freien Gedichten Gedanken und Erinnerungen. Vergleichend und assoziativ nähert er sich Fragen nach Heimat und Biographie, betrachtet Landschaften und Menschen, in den USA und Brandenburg. Auf dem Feld der Sprache wagt er sich vor, findet Leichtes und Schweres, zeigt immer wieder Überraschendes auf. Und beweist mit seinem neuen Gedichtband einmal mehr, dass er ein großer Kenner poetischer Traditionen und souveräner Sprachgestalter ist.
Erzählende Essays und essayistische Erzählungen reflektieren über das Leben und Schreiben. Schriftsteller wie Fühmann, Hilbig, Christa Wolf und Robert Walser sowie bildende Künstler wie Hans Scheib und Annette Schröter sind für den Autor immer wieder Identifikations- und Anstoßpunkte. In seinen Überlegungen zu diesen Persönlichkeiten thematisiert Kolbe auch eigene Erfahrungen und stellt sich den großen Fragen nach Glück, Scheitern und Tod sowie deren poetischem Widerhall. Ein prägender Moment in Kolbes Leben fand am 20. April 1982 statt, als er nach einer Passkontrolle den „Tränenpalast“ am ehemaligen Berliner Grenzübergang Friedrichstraße verließ und in den Westen gelangte. Innerhalb weniger Sekunden begannen die Grundlagen seiner alten Realität, des äußerlich stabilen, innerlich maroden DDR-Sozialismus, zu wanken. Dieser identitätserschütternde Augenblick steht im Mittelpunkt der Essays, Meditationen und Skizzen, die in „Vinetas Archive“ versammelt sind. Das Werk bietet Bausteine zu einer großen confessio des Dichters, die die Hoffnungen und Tragödien seiner Generation reflektiert. Die „abgesoffenen Hoffnungen“ im „Dreibuchstabenland“ werden hier mit einem mythischen Namen verbunden: Vineta.
V blízkosti Plovdivu je nalezena zohavená mrtvola německého turisty. Případu se ujímají hamburkští vyšetrovatelé Kastner a Löwitsch. Vyšetrování zavede Löwitsche do fantaskního svěeta lidí, kteří podle anticko-pohanského vzoru uctívají prazvláštní kult. Stop vedoucích k odhalení vraždy je však stále méněe. Teprve když dojde ke druhé vraždě, která má jistou souvislost nejen s balkánskou mafií, ale také s podivným společenstvím, pohne se vyšetrování trochu kupředu. Löwitsch se vsak stále více zaplétá do nebezpečné hry...