Poésie: Jonas
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Henri Thomas byl francouzský spisovatel a básník, jehož dílo zkoumá složité vnitřní životy postav a jejich vztahy se světem. Jeho styl se vyznačuje precizností a hlubokým psychologickým vhledem. Thomas se zaměřoval na témata osamělosti, paměti a hledání identity v moderním světě. Jeho práce nabízí jedinečný pohled na lidskou zkušenost prostřednictvím pronikavé prózy.






Der Roman aus dem Jahre 1964 erzählt die Liebesgeschichte zwischen Judith Samson, einer selbstbewußten jungen Amerikanerin, und Stéphane Chalier, einem geheimnisvollen Belgier, der sein Land, seine Frau, seine Kinder verlassen hat, um sich in den USA durchzuschlagen, mit Gelegenheitsjobs und später als Lehrer an einer Universität. Bei seiner Heirat verschweigt er seine Vorge- schichte, die anfangs nur Judith bekannt ist … Hinter Chalier verbirgt sich der belgisch-amerikanische Literaturtheoretiker Paul de Man, den Henri Thomas während seines Amerika-Aufenthalts Anfang der sechziger Jahre kennenlernte. Jacques Derrida schrieb über den Roman einen seiner letzten Essays mit dem Titel „Der Meineid, vielleicht“.
Als Henri Thomas an seinem Roman schrieb, herrschte in Frankreich ein Zustand, den man als drôle de guerre bezeichnet. Die Franzosen erwarteten einen Angriff der Deutschen, waren aber nicht bereit, sich einem Krieg zu stellen, da sie die Erfahrungen des ersten Weltkriegs mit opferreichen Stellungskämpfen nicht wiederholen wollten. Eine unklare, unsichere, zweideutige Situation also, und genau diese Eigenschaften kennzeichnen viele Situationen des Romans. Es gibt darin Figuren, die sich belauert fühlen, und Voyeure, die andere ausspähen, aber ihrerseits Angst haben müssen, von Unbekannten ausgespäht zu werden. Der Schauplatz ist eine Internatsschule in einer Kleinstadt im Osten Frankreichs; durch die Gegenüberstellung von Lehrern und Schülern kommen auch Vertreter älterer Generationen in den Blick, vor allem aber drehen sich die Geschichten um die heimliche Hauptfigur, das Faktotum der Schule, einen geistig minderbemittelten, alleinstehenden, dem Wein zusprechenden alten Mann.
Právě skončila první punská válka (264-241 př.n.l.) a před branami poraženého a vyčerpaného Kartága stojí armáda žoldnéřů žádajících svou mzdu. Salambo, dcera legendárního velitele Hamilkara Barky, pro ně uspořádá v zahradách otcova paláce usmiřovací hostinu. Zde ji poprvé spatří Matho, pozdější vůdce vzbouřených barbarů. Tak začíná jeden z nejslavnějších historických válečných románů. Flaubertův román překypuje barvami, je plný světel, záblesků i stínů, mistrně líčí bitvy a vojenská tažení, ohromuje davovými záběry i scénami strhujícími svou krutostí. Román patří k zlatému fondu světové literatury a oblíbily si jej generace čtenářů.
Im Jahr 1955 lebte nicht nur Elias Canetti in Hampstead, London, sondern auch der französische Schriftsteller Henri Thomas, damals im Brotberuf als Übersetzer für die BBC tätig. Beide Auto- ren waren vom Phänomen der großstädtischen Masse fasziniert. Während Canetti mit „Masse und Macht“ eine systematische Darstellung vorlegte, schrieb Thomas 1956 mit der „Nacht von London“ die Geschichte eines ziellosen Herumstreuners, der „einen extremen Gesichtspunkt auf die Menge“ entwickelte. Das Ergebnis war eine Traumgeschichte, gewoben aus Realitätsbruch- stücken, die an die Geheimnisse und Abgründe der menschlichen Existenz rührt. Das Buch wird ergänzt von einem biographischen Essay des Übersetzers Leopold Federmair, der damit zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum eine Gesamtdarstellung von Leben und Werk des französischen Autors bietet.