Die Mendelssohns
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In diesem Buch wird das Leben und Schicksal einer großen deutschen Familie packend nacherzählt. Es zeigt Leben und Werk der Mendelssohns in bisher meist unveröffentlicht gebliebenen Bildern.






In diesem Buch wird das Leben und Schicksal einer großen deutschen Familie packend nacherzählt. Es zeigt Leben und Werk der Mendelssohns in bisher meist unveröffentlicht gebliebenen Bildern.
Biographie über den begabten, zwischen 2 Zeitaltern lebenden Prinzen (1772-1806).
Nichts Neues aus Weimar? Der Alte überrascht noch immer! Goethe mag zwar der über alles verehrte deutsche Dichter sein, aber waren die Deutschen auch sein über alles geschätztes Volk? 'Sie mögen mich nicht! Das matte Wort! Ich mag sie auch nicht! Ich habe es ihnen nie recht zu Danke gemacht.' Goethes zornige Bemerkung über die Deutschen charakterisiert das schwierige Verhältnis des Dichters zu seinen Landsleuten - und umgekehrt. Zwar haben ihn die Deutschen zu Lebzeiten respektiert als ihren ersten Dichter, doch geliebt haben sie nicht ihn, sondern Schiller. Goethe hielten sie für einen suspekten Charakter. Seinem Erfolgsroman Die Leiden des jungen Werther warfen sie vor, er verleite die Leute zum Selbstmord; die Römischen Elegien und Wilhelm Meisters Lehrjahre galten als unsittlich, seine Lebensgemeinschaft mit Christiane Vulpius empfand man als skandalös, seine Verehrung für Napoleon als Verrat, sein Verhalten in den 'Befreiungskriegen' als.
Gegensätzlicher kann man sich eine Partnerschaft von zwei Menschen kaum vorstellen als die zwischen Goethe und seiner Frau Christiane, die von der Weimarer Gesellschaft und später von den Literaturhistorikern als 'Bettschatz' und 'Dummchen' tituliert wurde. Kleßmann, ausgewiesener Kenner der Goethezeit, 'korrigierte die überkommenen Klischees, und er entwarf mit dem schönen Elan der Sympathie ein gerechteres Bild der jungen Frau', die mehr war als die sinnliche Geliebte, die umsichtige Wirtschafterin und sorgende Mutter: Sie war für Goethe 'die unvergleichliche Partnerin im Reich der guten Täglichkeit, deren Liebe er mit Liebe erwiderte und für deren Wärme er mit Wärme dankte, des dauerhaften Vergnügens, das sie ihm bescherte, niemals überdrüssig' (Klaus Harprecht, Die Zeit).
Das Leben der Caroline Schlegel Schelling
Keine Frau der deutschen Geistesgeschichte hat so sehr die Phantasie der Zeitgenossen wie der Nachlebenden beschäftigt wie Caroline Schlegel-Schelling (1763-1809). Auf sie trifft das Wort Goethes zu: 'bewundert viel und viel gescholten.' In seiner fesselnden Biographie schreibt Eckart Kleßmann das bewegte Leben dieser mutigen Frau, die ihren Weg erkannte und unbeirrt ging.
Mit Schirm, Charme und Verstand Die deutsche Romantik ist wieder ein Thema - und mit ihr Leben und Schicksal von fünf ebenso gescheiten wie attraktiven Göttinger Töchtern, die ihre Angelegenheiten mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit und Willenskraft in die eigenen Hände genommen haben - gepaart mit einem bemerkenswerten Charme. Dorothea Schlözer zum Beispiel, die als erste Frau in Europa den Titel eines Doktors der Philosophie gewann, ihr Diplom aber nicht in Empfang nehmen konnte, weil Frauen die heiligen Räume der Universität nicht betreten durften. Oder ihre Freundin Therese Heyne, die noch recht jung den Weltumsegler Georg Forster heiratete, ihn aber später zugunsten des Schriftstellers Ludwig-Ferdinand Huber verließ. Nach dessen Tod leitete sie sieben Jahre lang die Redaktion von Cottas 'Morgenblatt'; vermutlich war sie nicht nur in Deutschland die erste Frau, die ein journalistisches Amt von solchem Einfluß versah. Oder Caroline Schlegel, geborene Michaelis, der in der entstehenden jungen Romantik eine bedeutende Aufgabe zufiel. Dorothea Schlözer, Therese Heyne, Caroline Michaelis, Meta Forkel und Philippine Gatterer: In fünf eindrucksvollen Porträts entwirft Eckart Kleßmann mit Elan und voller Liebe die Bilder einer Galerie der frühen Emanzipation und dokumentiert ein wichtiges, ernstes und zugleich amüsantes Kapitel der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte, das erst unsere Zeit ganz zu würdigen vermag.
Wie bereits der Titel und die Zitate under den Kapitelüberschriften erkennen lassen, wählt der Verfasser eine poetisch erzählende form für die gleichwohl sachlich fundierte Darstellung com Leben und Werk des Dichters
Länger als ein Jahrzehnt befand sich Europa im festen und unnachgiebigen Griff des Korsen Napoleon Bonaparte. Der Kaiser der Franzosen hatte mit seinen Armeen die etablierten größeren und kleineren Mächte des Kontinents nacheinander vom Platz gefegt und eine beispielslose politische Umwälzung in Gang gesetzt. Doch im Jahr 1813 hatten die Völker Europas genug von der Fremdherrschaft und den von Napoleon immer wieder aufs Neue erzwungenen Blutzöllen. Sie erhoben sich gegen ihn und zwangen ihn nach der Niederlage bei Waterloo zur endgültigen Abdankung. Eckart Kleßmann, einer der besten Kenner jener Epoche, schildert die Ereignisse jener Jahre aus der Sicht derjenigen, die sie erlebten: Monarchen und Fürsten, Politiker und Diplomaten, Offiziere und Soldaten. Fesselnde Berichte und Tagebuchaufzeichnungen, Briefe, Erzählungen und Aktennotizen lassen dieses wichtige Kapitel europäischer Geschichte wieder aufleben.
Im Oktober 1806 schlug Napoleon die Preußen bei Jena und Auerstedt - das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, das achthundert Jahre überdauert hatte, hörte auf zu existieren. Napoleon hatte sich zum Imperator erhoben, der nun das Rad der Geschichte in eine andere Richtung drehte. Eckart Kleßmann zeichnet den Aufstieg und Fall des selbst ernannten Kaisers nach - und widmet sich dabei einer besonderen Hassliebe: der zwischen Napoleon und den Deutschen. Sie empfanden ihn als Diktator, und die Befreiungskriege gegen die brutale französische Besatzung weckten ihr nationales Bewusstsein. Doch seine Feldzüge trugen die Werte der Französischen Revolution auch nach Deutschland. Wie machte Napoleon sich die Deutschen untertan? Wie erlebten sie seine Herrschaft? Anhand zahlreicher Abbildungen, persönlicher Zeugnisse und bisher unveröffentlichter Quellen entsteht das schillernde Lebensbild eines Mannes, der zum Mythos wurde - und zugleich das faszinierende Panorama einer Epoche, die die Welt verändert hat.
»Welch ein Roman ist doch mein Leben!« … …rief Napoleon Bonaparte selbst tief beeindruckt aus, als er im Exil auf St. Helena seine Erinnerungen diktierte. Eckart Kleßmann hat diesen Roman in seinem elegant geschriebenen Essay noch einmal nacherzählt. Darin steht jedoch nicht der große Feldherr im Vordergrund. Der Autor entwirft vielmehr ein einfühlendes Psychogramm Napoleons, das seine widersprüchlichen Charakterzüge herausarbeitet: der fürsorgliche Ehemann und liebende Vater etwa, der Freund der Künste reagierte mit Kälte und Menschenverachtung auf die hunderttausendfachen Opfer seiner Schlachten. Kleßmann schildert Napoleons Verhältnis zur Kunst, zu den Frauen sowie seinen Zeitgenossen und spürt seinen Lebensgewohnheiten nach. Schließlich beschreibt er, wie der gestürzte Kaiser der Franzosen in der Verbannung an seiner Verklärung arbeitete und seinen eigenen Mythos schuf, der weit über seinen Tod hinaus wirksam blieb.
Als Giovanni Giacomo Casanova 1798 im böhmischen Dux starb, war der Name des italienischen Abenteurers europaweit bekannt. Er galt als Hochstapler und als Frauenheld. Man schätzte ihn als Musiker und als Philosophen und konsultierte ihn als Wunderarzt und Alchimisten. Selbst große Zeitgenossen wie Voltaire, Albrecht von Haller oder Friedrich der Große bewunderten diesen unsteten Wanderer, der 1756 durch seine spektakuläre Flucht aus den Bleikammern Venedigs, in die ihn die Inquisition gebracht hatte, berühmt geworden war.§Daß diese vielfach talentierte Persönlichkeit überdies ein geschickter Beobachter und ausgezeichneter Menschenkenner war, daß er ein großes Erzähltalent besaß, spiegelt sich in seinen Memoiren 'Histoire de ma vie', die er im Laufe seiner dreizehn letzten Lebensjahre niedergeschrieben hat.§Die Lebensgeschichte des Giacomo Casanova beflügelte bald nach der ersten Veröffentlichung seiner Memoiren die Phantasie der Schriftsteller. Eine Auswahl von Casanova-Erzählungen hat Eckart Kleßmann zusammengestellt: von Hermann Hesse, Kurt Münzer, Arthur Schnitzler, Josef Mühlberger, Joseph Gregor und Gert Hofmann.
In diesem Buch wird das individuelle Kriegserleben während des Krieges von 1812 durch Briefe, Tagebücher und Memoiren beleuchtet, wobei die Briefe in die Heimat als besonders berührend gelten. Ein Beispiel zeigt einen Sohn, der mit einem hölzernen Bein und einem von Liebe erfüllten Herzen zu seinen Eltern zurückkehren möchte, obwohl er als Krüppel gilt, der im Dienst seines Königs verwundet wurde. Neben Friedrich von Harpprecht, der seine Heimat nicht wiedersehen sollte, kommen 81 weitere Augenzeugen zu Wort, darunter hochrangige Militärs wie Armand de Caulaincourt und bekannte Persönlichkeiten wie Stendhal sowie einfache Soldaten. Ihre Berichte verdeutlichen das Leiden und den Irrsinn eines Krieges, der vor 200 Jahren aus wirtschaftlichen Interessen geführt wurde und unzählige Opfer forderte. Zahlreiche Illustrationen, die von Teilnehmern des Feldzugs stammen, veranschaulichen das individuelle Kriegserleben zusätzlich. Das Buch enthält auch ein Verzeichnis der Zeitzeugen und eine farbige Landkarte, die den historischen Kontext weiter verdeutlichen.
Eine Auswahl deutscher Lyrik zu Frühling, Sommer, Herbst und Winter (Schwerpunkt: Dichterinnen und Dichtern des 20. Jahrhunderts).
Eckart Kleßmann wurde am 17. März 1933 im lippischen Lemgo geboren. In diesem Buch erzählt er von seiner Kindheit, den ersten zwölf Lebensjahren, die genau in die Zeit des damals herrschenden Hitler-Regimes fielen. Das In diesem Buch geht es auch darum, in welchem Maße ein Kind von der Ideologie des Nationalsozialismus beeinflußt wurde.
So entgegengesetzte Temperamente wie Johann Gottfried Herder und Eduard Mörike, Alfred Lichtwark und Arno Schmidt haben ihn bewundert: Barthold Hinrich Brockes (1680-1747). Brockes kam als Sohn eines begüterten Hamburger Kaufmanns zur Welt. Er studierte Rechtswissenschaften und wurde 1720 Ratsherr seiner Heimatstadt. In ganz Deutschland berühmt aber wurde er mit dem neunbändigen lyrischen Werk „Irdisches Vergnügen in Gott“. In diesen Gedichten besingt er die Natur, als erster deutscher Poet richtete er seine Aufmerksamkeit auf die bisher unbeachtete Tierwelt von Ameisen, Käfern, Schmetterlingen und Fröschen. Ein einziger Gedanke lag seinem gewaltigen poetischen Schaffen zugrunde: die Vielfalt der Schöpfungen als Ausdruck von Gottes Liebe und Schöpferkraft. Bis zu seinem Tod war Brockes ein Förderer der Aufklärung, der für Vernunft, Toleranz und Engagement für das Gemeinwesen eintrat. Eckart Kleßmann erzählt die Lebensgeschichte eines reichbegabten Menschen, eines Glückskinds des Lebens, den aber Glück und Reichtum nicht verblendeten. Vor allem aber möchte er einen bedeutenden Dichter vorstellen und ihm wieder Leser gewinnen.
Selten wurde ein Vertreter der Weltliteratur von seinen Zeitgenossen so genau beobachtet und beschrieben wie Goethe. Die von Eckart Kleßmann zusammengetragenen Augenzeugenberichte, Quelle ist die Biedermann-Herwigsche Sammlung, stammen von Dienern und Fürsten, von schönen Frauen, Politikern und Künstlern, Bewunderern wie Neidern. Erhabenes steht neben Trivialem: Goethes Lust am Genießen wird ebenso beschrieben wie die Gedanken und Visionen des alten Mannes.
Eckart Kleßmann zerstört in seiner Biographie die vielen diffamierenden Legenden um E. T. A. Hoffmann und beschreibt vor dem Hintergrund einer im Umbruch befindlichen Epoche einen Künstler, der im Materialismus seiner Zeit und in ihrem mechanischen Weltverständnis die Hauptursache der kommenden Natur- und Menschenzerstörung erkannt hat.
Die Lebenserinnerungen des Hamburger Apothekers und Malers Berend Goos (1815–1885) wurden 1880 zunächst als Privatdruck für seine Familie veröffentlicht und erfreuten sich bis 1907 großer Beliebtheit in verschiedenen Auflagen. Nach ihrer Abwesenheit vom Markt warten sie nun auf eine Neuentdeckung. Goos, der seine erste Apotheke beim Großen Brand von 1842 verlor und danach ein neues Geschäft am Rathausmarkt eröffnete, hinterließ ein einzigartiges Kompendium des Alltagslebens im alten Hamburg. Seine Schilderungen bieten einen detaillierten Einblick in das Denken und Fühlen eines Bürgers des 19. Jahrhunderts. Er beschreibt seine Kindheit in der Poolstraße, das öffentliche Leben, die Herausforderungen der Wasserversorgung, städtische Feste sowie Schulzeit, Ausbildung und Geschäftsleben. Auch die Wochenendausflüge ins geliebte Dockenhuden, wo sein Großvater einen prächtigen Landsitz hatte, werden lebendig. Eckart Kleßmann hat mehr als einhundert Jahre nach der letzten Veröffentlichung eine gekürzte Lesefassung erstellt, die dieses bedeutende Hamburger Memoirenwerk für heutige Leser zugänglich macht. Mit viel Humor und bibliophiler Ausstattung verdient es einen Platz im Bücherschrank aller, die sich für die Geschichte ihrer Stadt interessieren.
Gedichte und Interpretationen, herausgegeben von Marcel Reich-Ranicki