Alle unfrisierten Gedanken
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Karel Dedecius se proslavil jako německý překladatel a popularizátor polské a ruské literatury. Jeho práce se zaměřuje na esejistiku a teorii překladu. Je také autorem mnoha publikací v tisku a přednáší na vysokých školách. Svou činností významně přispěl k porozumění mezi kulturami.






Die Gedichte des Autors repräsentieren die Verwandlung von Traditionen und intellektuelle Experimente. Sie stehen für eine bewusste Avantgarde, die sich ihrer Geschichte bewusst ist, aber nicht stillsteht. Der Band bietet eine Auswahl aus seinem Gesamtwerk.
Dieses zweisprachige Taschenbuch bietet einen literarisch-chronistischen Überblick über Polen durch dreizehn Texte moderner polnischer Autoren. Es beleuchtet Aspekte, von denen viele Deutsche nur eine vage Vorstellung haben. Die Sammlung umfasst vollständige Geschichten, Auszüge aus Romanen, Berichte, Tagebucheinträge und Prosaminiaturen, die tiefere Erzählungen enthalten. Die Themen reichen von Realismus über Katastrophismus bis zu Selbstkritik, Liebe und Poesie. Die Texte sind chronologisch angeordnet, wobei jedes polnische Stück mit dem Zeitpunkt des Geschehens und dem Jahr seiner ersten Buchveröffentlichung versehen ist. Bei einem Text von Witkiewicz fehlt das Datum, was darauf hindeutet, dass der Autor bereits in den 1920er Jahren die zukünftigen Entwicklungen in Polen vorausahnte. Dieses Buch soll Deutschlernenden den Zugang zur polnischen Literatur erleichtern und dient zugleich als Zeichen des Interesses und des Verständnisses für die polnische Kultur, sowohl für deutsche Leser als auch für polnische Gastgeber und Gäste. Die Autoren umfassen bekannte Namen wie Janusz Anderman, Maria Dąbrowska und Stanisław Ignacy Witkiewicz.
Karl Dedecius, 1921 in Lodz geboren, galt als bedeutendster Mittler polnischer Literatur und Kultur in Deutschland. Als Übersetzer hunderter Bücher, Autor zahlloser Reden und Aufsätze, Herausgeber der Polnischen Bibliothek, Gründer des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt wurde er vielfach gewürdigt und ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1990), dem Orden des Weißen Adlers (1999) in Polen und dem Deutschen Nationalpreis (2010). Karl Dedecius starb am 26. Februar 2016 im Alter von 94 Jahren in Frankfurt am Main. Karl Dedecius, 1921 in Lodz geboren, galt als bedeutendster Mittler polnischer Literatur und Kultur in Deutschland. Als Übersetzer hunderter Bücher, Autor zahlloser Reden und Aufsätze, Herausgeber der Polnischen Bibliothek, Gründer des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt wurde er vielfach gewürdigt und ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1990), dem Orden des Weißen Adlers (1999) in Polen und dem Deutschen Nationalpreis (2010). Karl Dedecius starb am 26. Februar 2016 im Alter von 94 Jahren in Frankfurt am Main.
Aus dem Klappentext von 1986:Karl Dedecius, am 20. Mai 1921 in Łódź geboren, wuchs zweisprachig auf. Seit 1980 leitet er das in Darmstadt gegründete Deutsche Polen-Institut. Über 25 Jahre übersetzt, deutet und ediert Karl Dedecius slawische, vor allem polnische Lyrik, Prosa, Satire - vorbildlich und mit Erfolg. Es liegt daher nahe, daß Fülle und Intensität seiner Arbeit einen interessanten und kompetenten Fundus an Erfahrungen, an Einsichten zu bieten haben. Unser Band versammelt die wesentlichsten davon - in Reflexionen, Reden, Vorträgen und Vorlesungen -, nicht chronologisch, sondern sachlich-logisch zu einer Ganzheit geordnet. Poetik des Übersetzens, persönlich erlebt und objektiviert, aus historischer wie pragmatischer Sicht. Insgesamt ein Kommentar zum Lebenswerk.
Satiren und kleine Prosa des 20. Jahrhunderts
Karl Dedecius, 1921 in Lodz geboren, galt als bedeutendster Mittler polnischer Literatur und Kultur in Deutschland. Als Übersetzer hunderter Bücher, Autor zahlloser Reden und Aufsätze, Herausgeber der Polnischen Bibliothek , Gründer des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt wurde er vielfach gewürdigt und ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1990), dem Orden des Weißen Adlers (1999) in Polen und dem Deutschen Nationalpreis (2010). Karl Dedecius starb am 26. Februar 2016 im Alter von 94 Jahren in Frankfurt am Main.
Beide sind überzeugt, / sie habe ein plötzliches Gefühl vereint. / Diese Gewißheit ist schön, / doch die Ungewißheit ist schöner« - Liebe gehört für Szymborska zum Alltag, ist etwas, das schon seit jeher ge- und erlebt wurde; so hütet sie sich vor großen Worten, ist bisweilen ironisch. Sie kartographiert die Augenblicke, und mit einfachsten sprachlichen Mitteln gelingt ihr die hohe Kunst der verdichteten Weltbetrachtung.Szymborska, die 1996 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, gilt als Schöpferin einer eigenen poetischen Sprache; keines ihrer Gedichte gleicht dem anderen. So überraschen auch ihre Liebesgedichte mit einer Fülle von Inhalten und Stimmungen.
Dieses Märchen schrieb Eliza Orzeszkowa (1841-1910), eine der bedeutenden Erzählerinnen Polens, um die Jahrhundertwende. Es ist der Natur gewidmet - den schönsten, feinsten, edelsten Blumen, und auch den anderen, die zur Hochzeit kommen.
Adam Zagajewski thematisiert in seinen ironischen Gedichten die komplexe Gegenwart. Er agiert als strenger Beobachter und mitleidender Bewohner dieser Welt.
Panorama der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts
Karl Dedecius, für seine Vermittlung zwischen Polen und Deutschen mit vielen Preisen und Ehrungen bedacht, legt mit „Meine polnische Bibliothek“ die Summe seiner lebenslangen Beschäftigung mit der Kultur und Literatur unseres Nachbarlandes vor. Die Anthologie versammelt die wichtigsten und besten Autoren der polnischen Kultur- und Geistesgeschichte vom Mittelalter bis in die 1990er Jahre. Sie gibt einen Einblick in die Geschichte eines Landes, das sich im Mittelalter von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer erstreckte. Im 18. Jahrhundert von der Landkarte getilgt, erstand Polen erst nach dem Ersten Weltkrieg wieder als souveräner Staat. Es folgten Krieg, Holocaust und Emigration, die großen Tragödien des 20. Jahrhunderts, die ihre Spuren in der Literatur hinterließen. „Meine polnische Bibliothek“ ist eine Entdeckungsreise in die polnische Literatur, die Karl Dedecius mit den ersten, noch lateinisch schreibenden Chronisten eröffnet und mit ausgewählten Prosaminiaturen und Gedichten von Autoren wie Zbigniew Herbert und Slawomir Mrozek, den Nobelpreisträgern Wislawa Szymborska und Czeslaw Milosz beschließt.
Für Karl Dedecius, den überragenden Mittler polnischer Literatur in Deutschland, stand stets die Lyrik im Zentrum seiner übersetzerischen Arbeit. Von den Nobelpreisträgern Wislawa Szymborska und Czeslaw Milosz, von Tadeusz Rózewicz und Zbigniew Herbert bis zu Adam Zagajewski und Ryszard Krynicki hat er die wichtigsten Dichter der zweiten Jahrhunderthälfte entdeckt. Die ersten Autoren, die er in den fünfziger Jahren zugänglich machte, waren seine Altersgenossen, die im Krieg gegen die Deutschen umgekommen waren. Als Summe seines Lebens hat Dedecius nun die Gedichte des 20. Jahrhunderts versammelt, die er für die bedeutendsten, die bleibenden hält. Nicht zufällig lesen sie sich wie ein Geschichtszeugnis dieser für die Polen so dramatischen und tragischen Epoche. Kein polnischer Dichter konnte es je beim Gespräch über Bäume bewenden lassen. Die zehn Kapitel des Bandes sind thematisch komponiert, beginnend mit der Reflexion über die Arbeit des Dichters bis hin zu den Erfahrungen des Exils und der west-östlichen Passagen. Jedes Kapitel, chronologisch aufgebaut, ist ein konzentrierter Durchgang durch die Geschichte der polnischen Lyrik, vom „Jungen Polen“ um 1900 bis ins Jahrzehnt nach der Wende.
Kaum jemand in den westdeutschen Verlagen der fünfziger Jahre wollte etwas von den unbekannten jungen Polen Milosz, Szymborska, Herbert, Rózewicz hören, deren Gedichte ihnen auf den Schreibtisch flatterten, eingeschickt von einem Geschäftsstellenleiter der Allianz-Versicherung, Karl Dedecius, der sich auf mühevollen Wegen - und der Tätigkeit im Dienst der feindlichen Großmächte verdächtigt - Bücher aus Polen kommen ließ und an den Abenden und Wochenenden Gedichte übersetzte. Was trieb diesen Menschen an, dessen Lebenswerk heute zum Inbegriff der deutsch-polnischen Verständigung geworden ist? Aufgewachsen im vielsprachigen Milieu der Textilmetropole Lodz als Sohn einer schwäbischen Mutter und eines böhmisch-deutschen Vaters, wurde er mit Ausbruch des Krieges zum polnischen Arbeitsdienst, dann zur deutschen Wehrmacht eingezogen und geriet 1943 in Stalingrad in siebenjährige russische Kriegsgefangenschaft. Wie er im Lager die russische Literatur entdeckt und Lermontow-Gedichte zu übertragen beginnt, wie er über Weimar in den Westen flüchtet, seine polnischen Dichterfreunde kennenlernt und diesseits und jenseits der Grenze gegen Antipathie und Feindseligkeit kämpft - das ist so bewegend wie spannend zu lesen. Ein außergewöhnliches Leben, das den schwierigen Annäherungsprozeß zwischen Deutschland und Polen nach dem Zweiten Weltkrieg widerspiegelt.
Repräsentative Auswahl mit Gedichten der berühmtesten russischen Lyriker von Puschkin bis ins 20. Jahrhundert. Dieses außergewöhnliche Buch kann auf eine bewegte Entstehungsgeschichte von nunmehr sechzig Jahren zurückblicken – und eine zerfledderte Broschüre mit Gedichten Lermontows markiert den Anfang: Für Karl Dedecius, der die Jahre von 1943 bis 1950 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft verbrachte, wurde das Übersetzen russischer Gedichte zur Überlebensstrategie. Weil alle persönlichen Aufzeichnungen der Gefangenen konfisziert wurden, schuf er sich ein Tagebuch aus fremden Gedichten, und das Fremde wurde ihm zum Medium der eigenen Biographie. So entstand ein persönliches Buch und doch auch ein allgemeingültiges. Denn versammelt sind hier »junge« Dichter, im wörtlichen wie übertragenen Sinne – subversive Stimmen, die von Sehnsucht und Revolte, von politischem Umsturz und Neuerung sprechen, Stimmen voller Hoffnung, aber auch voller Wut, Lebensekel und Desillusionierung. Ihren oft stürmischen Biographien widmet sich der Band in kenntnisreichen Nachbemerkungen.
Wie könnte der Leser auf das Abenteuer mit der polnischen Literatur und ihrer Geschichte auf angenehmere, vergnüglichere Weise vorbereitet werden? Mit diesem Brevier mit seinen hundert Autoren, hundert gezeichneten Porträts, mit den dazugehörigen Informationen zu Leben und Werk, mit hundert Leseproben wird der Versuch unternommen, die polnische Literatur vom Mittelalter bis heute als ein Ganzes zu überblicken, indem ihre Stellvertreter im literarischen, historischen und sozialen Zusammenhang gezeigt werden.
Aus seiner umfassenden und detailreichen Kenntnis heraus hat Karl Dedecius in seiner Vorlesung die Poetik der Polen im 20. Jahrhundert entwickelt. Historischer Ausgangspunkt seiner Darlegungen ist das »Junge Polen« um die Jahrhundertwende. Im weiteren Verfolg der literarischen Entwicklung, über die Autoren der Zwischenkriegszeit bis zu den jüngeren Autoren der Gegenwart, wird deutlich, wie die polnischen Literaten auf die unterschiedlichen gesellschaftlichen Situationen reagierten und es ihnen zugleich gelang, eine genuin eigene Poetik zu entwickeln.
Daß die polnische Poesie und die polnische Poetik in der europäischen Nachkriegsliteratur zu den interessantesten und wichtigsten Erscheinungen gehört, ist kein Geheimtip mehr.Diese Entdeckung haben wir nicht zuletzt den zahlreichen Übertragungen - Anthologien und Monographien - von Karl Dedecius und der ebenso sachkundigen wie engagierten Resonanz der Fachwelt und der Medien zu verdanken.Daß der Übersetzer und Mittler Dedecius "seine Autoren" von Anfang an begleitend, kommentierend, porträtierend präsent zu machen gewußt hat, hat an dieser Rezeption keinen geringen Anteil.Sechs wichtige - unterschiedliche und charakteristische - seiner Porträts polnischer Poeten enthält dieser Band stellvertretend.
Das Buch enthält zwei Abbildungen von Dürers Melancholia und von Hieronymus im Gehäus. Hieronymus, der im Osten geborene, im Westen verwurzelte und wirkende Ur-Übersetzer und Interpret, gilt Karl Dedecius als Schutzpatron. »Hieronymus«, so schreibt er, »sehnte sich nach einer wahrhaftigen Freundschaft. Er beschwor sie in den Briefen und Traktaten, öfter noch in den Gedanken und Dialogen, wenn er Hylas, Innozentius, Rufin oder Helidor zu sich rief zu einem offenen Gespräch, einem Gespräch ohne den Zwang von Bedingungen und falschen Rücksichten. Er rührte die Steine, den Wüstensand und den Löwen — nicht die Menschen, auf die es ihm vor allem ankam. Also blieb er allein, im Grunde, in seiner Höhle, seinem Gehäuse, das Schriften, Episteln, Wörterbücher, das Kruzifix, der Totenschädel, die Sanduhr und der Löwe beseelten.
Neue unfrisierte Gedanken. Stanisław Jerzy Lec. Hrsg. und aus dem Poln. übertr. von Karl Dedecius
Poesie und Poetik