Interkulturelle Trauma-Diagnostik
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Sozialpsychologische Betrachtungen zum Umgang mit Bedrohungen
Ob Anti-Atomkriegsbewegung in den 1980er Jahren, Corona-, Klima- oder Flüchtlingskrise etc. – alle verbindet eine Mobilisierung von Angst. Realistische Angst, jedoch auch neurotisch-paranoide Angst, unter deren Dominanz eine gefährliche Drift zu Autoritarismus, Machismo und cäsaristischen Bewegungen zu konstatieren ist. Wie geht man politisch, wie gehen wir damit um? Klaus Ottomeyer tritt im Anschluss an Freud für eine Unterscheidung von Real-, Gewissens- und neurotischer Angst ein. Unter dieser Prämisse bespricht er zeithistorische »Wellen der Angst« und entwirrt ihre Angstgeflechte, um politischem Missbrauch, Rechtspopulismus und -extremismus Tür und Tor zu schließen. Diesen hält er gelungene Beispiele des Widerstands und der Verteidigung unserer Demokratie entgegen.
Pädagogisch Orientierter Trend
Mirzadas Geschichte und ein Brief an Sieglinde Tschabuschnig
Entstehung und Veränderung eines Syndroms
German
Interkulturelle Begegnung und psychosoziale Praxis auf fünf Kontinenten
Der Titel des Buches bezieht sich auf einen Satz von Fritz Morgenthaler, einem Mitbegründer der Ethnopsychoanalyse, welche uns gelehrt hat, dass nur über die Bennenung und Reflexion der eigenen Fremdheit eine interessante und ertragreiche Kommunikation mit Menschen aus anderen Kulturen möglich ist. Der vorliegende Sammelband vereinigt aktuelle Forschungsergebnisse und Praxisberichte aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit aus fünf Kontinenten, in denen PsychologInnen und soziale PraktikerInnen ihre Arbeit auf lebendige Weise darstellen. Es geht um so unterschiedliche Themen wie Bürgerkriegsfolgen in Lateinamerika, alte Menschen in Ostafrika, Traumabewältigung in Ruanda, Hilfe für Traumaopfer in Sri Lanka und Thailand, die Begegnung mit sibirischen Schamanen, seelischen Folgen der Kulturrevolution in China oder ein Zirkusprojekt mit australischen Aborigineskindern. Allen AutorInnen ist ein engagierter und zugleich selbstreflexiver Zugang zum Thema gemeinsam. Ihre Beiträge sind in Verbindung mit der Abteilung für Sozialpsychologie, Ethnopsychoanalyse und Psychotraumatologie an der Universität Klagenfurt und dem Studiengang Soziale Arbeit an der Fachhochschule Kärnten entstanden.
Das Trauma der Shoah wirkt sich bis heute auf die Überlebenden und ihre Familien aus. Anhand von Interviews mit Angehörigen der ersten, zweiten und dritten Generation geht der Autor seiner zentralen Forschungsfrage nach: Gibt es bestimmte Mechanismen, die die Transposition des Traumas von einer Generation auf die nächste befördern? Der zentrale Angelpunkt scheint dabei in einem Phänomen zu liegen, das Markus Zöchmeister als die Nähe zum Tod beschreibt. Der Tod des anderen, der ebenso gut der eigene hätte sein können, prägt das Leben über Generationen hinweg. Durch die Komposition der Stimmen gelingt es, den Weg der Tradierung nachzuzeichnen und der Theorie der Transposition neue Erkenntnisse hinzuzufügen.