Die Geschichte handelt von einem Arbeiterkind, das die Hauptschule nicht abschließt und Schwierigkeiten in seiner kaufmännischen Lehre hat. Nach dem Rauswurf sucht er Arbeit auf dem Bau, wo er Freundschaften schließt, aber auch Konflikte erlebt. Die Erzählung zeigt, dass es immer jemanden gibt, der einen noch weiter nach unten ziehen kann.
Ein junger Mann betritt an einem kalten Septembermorgen eine Schraubenfabrik in Kreuzberg. Er sieht einen alten Mann und eine ältere Dame im Büro, die ihm den Beruf des Industriekaufmanns zutrauen. Während er an der Wand leans, träumt er davon, Seemann zu werden, anstatt in der Fabrik zu arbeiten.
Für meine kleine Tochter Sie hat ein Herz, das kein Dunkel kennt, ein Herz, in dem ein Feuer brennt, das sich von bunten Träumen nährt, in ihrem Inneren unversehrt, ein Ich, ein kleines Ich, das mich betört. Ohne jeden Zweifel ist dies das schönste Gedicht, das in den letzten zwanzig Jahren geschrieben wurde. Sollte aber jemand ein besseres kennen, dann flehe ich ihn an, es mir zuzuschicken! Wolfgang Lange
Der in Paris und London lebende Literaturwissenschaftler und MERKUR-Herausgeber Karl Heinz Bohrer hat mit seinen Beiträgen zur ästhetischen Theoriebildung wie seinen Interventionen zum kulturellen und gesellschaftspolitischen Diskurs der Moderne eine weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinausreichende Wirkung entfaltet. Der Band dokumentiert die Beiträge eines Bohrer gewidmeten Autorenkolloquiums, das namhafte Vertreter der philosophischen, kunst- und literaturtheoretischen Fächer in Bielefeld, der langjährigen Wirkungsstätte des derzeit in Stanford und New York lehrenden Wissenschaftlers, zusammengeführt hat. Das Kolloquium liefert nicht nur die erste systematische Auseinandersetzung mit Bohrers Werk, sondern läßt sich auch als vorläufige Bilanz der Leistungen der nachadornoschen Ästhetik lesen. Mit Beiträgen u. a. von Vittoria Borsò, Rüdiger Bubner, Volker Gerhardt, Hans Ulrich Gumbrecht, Hannelore Schlaffer, Martin Seel, Victor Stoichita, Wilhelm Voßkamp und Rainer Warning.
Lange, Wolfgang. [Hrsg]. Petersburger Trä Ein literarisches Lesebuch. München / Zürich, Piper, 1992. 12,5 x 19cm. 344 Seiten. Originale Broschur. Sehr guter Zustand. [Serie Piper, Band 1235]. St. Petersburg - eine Stadt, die wie kaum eine andere in den knapp dreihundert Jahren ihres Bestehens die Phantasie der Menschen angeregt und literarische Mythen hervorgebracht hat. Von Puschkin und Gogol bis zu Anna Achmatowa und Jossif Brodsky folgt dieses Lesebuch der reichen Fülle literarischer Spuren. [Piper]
Die Geschichte von Aucassin und Nicolette , die altfranzösische Vers- und Prosaerzählung eines unbekannten Dichters aus dem 13. Jahrhundert, die in geist- und phantasievoller Frische die abenteuerliche Geschichte von Trennung und Wiedervereinigung des Grafen von Beaucaire mit seiner geliebten Nicolette, einer sarazenischen Kriegsgefangenen, erzählt, ist sicher bekannter als ihr einfühlsamer und meisterhafter Illustrator aus dem 20. Jahrhundert, Fritz Kredel. Die altmeisterlich wirkenden Holzschnitte bilden Ruhepunkte in dem bewegten Handlungsgeschehen, indem sie auf ihre Weise die Erzählung noch einmal erzählen und deren Helden bildhaft vorstellen. Fritz Kredel wurde am 8. Februar 1900 in Michelstadt im Odenwald geboren; er starb am 11. Juni 1973 in New York. Seine gemüts- und humorvolle, leicht faßbare und klare, lebendige Darstellungsweise rückt ihn in die Nähe von Künstlerpersönlichkeiten wie Julius Schnorr von Carolsfeld, Moritz von Schwind, Ludwig Richter oder Adolf von Menzel. Erstmals erschien Die Geschichte von Aucassin und Nicolette 1956 als Band Nr. 14. Dem Reprint liegt ein nach Vorlagen Fritz Kredels von Martin Schauer kolorierter Band zugrunde.