Knihobot

Gerd Spittler

    4. duben 1939
    Anthropologie der Arbeit
    Leben mit wenigen Dingen
    • Leben mit wenigen Dingen

      Der Umgang der Kel Ewey Tuareg mit ihren Requisiten

      Ein Tuareg in Timia besitzt ca. 130 Gegenstände, ein Student in Bayreuth 3100. Für die meisten Menschen im „reichen“ Norden steht außer Zweifel, dass die Tuareg arme Leute sind, bereit für die Migration ins reiche Europa. Gerd Spittler untersucht dagegen detailliert, welche Gegenstände („Requisiten“) die Tuareg besitzen, wie sie damit umgehen und wie sie sie bewerten. Armut und Reichtum stellten sich hier anders dar als aus der Sicht der Europäer. Die meisten Dinge sind lange in Gebrauch. Sie werden nicht entsorgt, wenn sie nicht mehr neu sind, sondern bleiben auch abgenutzt in Verwendung, werden geflickt und oft in anderen Funktionen benutzt. Die Darstellung wird vertieft durch 300 Fotos des Autors. Grundlage für diese Untersuchung ist eine Feldforschung bei den Kel Ewey Tuareg der Oase Timia über einen Zeitraum von 30 Jahren.

      Leben mit wenigen Dingen
    • Anthropologie der Arbeit

      Ein ethnographischer Vergleich

      • 312 stránek
      • 11 hodin čtení

      Dieses Buch untersucht anhand von ethnographischen Fallstudien die Einheit und Vielfalt von Arbeit und bezieht nicht nur Arbeit in unserer eigenen Gesellschaft mit ein, sondern auch Jäger und Sammler, Bauern und Hirten, Familienwirtschaft, Hausarbeit und Kinderarbeit. In der Regel wird Arbeit als instrumentelles Handeln verstanden, während in den meisten Gesellschaften Arbeitsobjekte als eigenständig, eigenwillig oder eigensinnig angesehen werden. Ein solches Verständnis von Arbeit als Interaktion kann auch bei der Analyse unserer Arbeit helfen. Arbeit in der Hauswirtschaft, zu der auch Frauen-, Kinder-und Altenarbeit gehören, ist nicht nur eine historisch wichtige Form, sondern auch heute relevant. Ihre Analyse trägt auch zum Verständnis heutiger Arbeitsformen bei. Arbeit in kapitalistischen Betrieben wird heute von Managern geleitet. Historisch und im Kulturvergleich dominieren andere Formen bei der außerfamiliären Meister, die eine besondere Kompetenz bei der Arbeit besitzen, vor allem aber Herren, die zwar vom Ertrag der Arbeit leben, aber sich nicht in den Arbeitsprozess einmischen.

      Anthropologie der Arbeit