Ernst Augustin Knihy






Eine Geschichte der unerwarteten Schönheiten Eine Hymne an die Macht der Phantasie Afghanistan im Jahr 1000. Mahmud von Ghazni, illegitimer Sohn eines kleinen Dorffürsten, zieht mit einer Handvoll Männer über den Khyber-Pass, um ein großes Reich zu zerstören und neu zu errichten. Die wahre Geschichte des ersten der Mogulkaiser, aber auch eine Geschichte der Wunder.
Afghanistan im Jahr 1000. Mahmud von Ghasni, unrechtmäßiger Sohn eines kleinen Dorffürsten, zieht mit einer Handvoll Männer über den Khyberpaß, um ein großes Reich zu zerstören und neu zu errichten. Die wahre Geschichte des ersten der Mogulkaiser, aber auch eine Geschichte der Wunder, der guten und bösen Lüste, der unerwarteten Schönheiten und knietiefen Schatzhalden, in denen Mahmud am Ende watet. Mahmud bezwingt seinen ersten Widersacher schon in der Wiege, er wird mit Löwenmilch aufgezogen, er wird eine Frau heiraten, die es gar nicht gibt. Zweimal. Er reitet Pferde mit edlen Namen, «Farbe des Windes», «Kaiser der Pferdekaiser», seine Rüstung ist vergrünt, und auf seinem Schild ist eine vertrocknete Feindeshand montiert, als er ins Halbdunkel Indiens hinabzieht. Landschaften der Seele tun sich auf: Lautlos rieselnde Wüsten, unbewacht schlafende Städte, Höhlenlabyrinthe drohen, schwarze Wasser erheben sich, Schlachtkolosse auf feinfühligen Elefantensohlen. Die Märchen des Ostens beginnen immer mit den Worten: Es war und es war nicht. «Mahmud der Bastard» ist gewesen.
Es ist die Geschichte vom verlorenen Sohn, der nach biblischem Vorbild in die Arme des Vaters zurückkehrt - sie ist so wundersam, wie sie sein sollte, nur hat sie heutzutage ihre Tücken. Denn der Sohn ist hier der falsche Sohn, dargestellt vom windigen Hochstapler Eddie. Aber der Vater ist auch nicht der, mit dem hier zu rechnen war, der Balneologe und Badehausbesitzer Haferkorn. Vielmehr verläuft die Geschichte halsbrecherisch in drei abgrundschwarzen Badegängen, die eines bewirken: Eddie setzt sein Leben ein, um am Ende wahrhaftiger Sohn des wahrhaftig geliebten Vaters zu sein. Dieses phantasievolle Gaunerstück - „Das Badehaus“ erschien 1963 - , mit seinen Variationen und Gegenläufigkeiten kunstvoll wie eine Fuge gesetzt, wurde jetzt vom Autor, den die Geschichte des falschen Sohnes nie losließ, im dramatischen Abstand fast eines halben Jahrhunderts neu entworfen, auf weiten Strecken neu geschrieben: „Badehaus Zwei“.
Eine Reise ins Innere der Seele »Ich werde immerfort angeleuchtet, kann man das nicht sehen, ganz deutlich mit Raumlicht«, sagt Evelyne B. zu ihrem jungen Arzt. Sie ist eine seiner ersten an Schizophrenie leidenden Patienten und weckt in ihm eine Faszination für diese Krankheit, die ihn fortan nicht mehr loslassen wird. Diese Reise ins Innere der Schizophrenie, 1976 erstmals erschienen, ist ein Klassiker und zugleich ein moderner Abenteuerroman der Seele.
1944 wird ein Junge Opfer eines amerikanischen Tieffliegerangriffs. Er imaginiert sterbend das Leben, das er nicht mehr leben kann. Und wie der Junge den Kopf voll hatte von Detektiv- und Mordgeschichten, so ist dieser Traum konsequent aus Versatzstücken der einschlägigen Trivialliteratur gestaltet ..
«Es gibt dort eine Freizone, wo ich alles ablege, alle Bindungen, alle erworbenen Eigenschaften, den Beruf, den Namen, auch Schuhe und Strümpfe und das gesamte Unterzeug.» München im schweren Sommer, im Jakobi-Bad: Zugang nur ohne Kleidung gestattet, und das ist ernst gemeint. Hier erfüllt sich das Geschick eines älteren Herrn, dessen erstes zaghaftes Betreten der weißen Flecke einer Stadtlandschaft in einem erbitterten Existenzkampf mündet, ausgefochten mit nichts als der eigenen Haut. Entwicklungsroman, Reisebericht und Beschreibung eines heimlichen Soziotops, folgt der Roman Die Schule der Nackten territorialen Eroberungen auf der Liegewiese in der Größenordnung von Alexanderzügen, entrollt ein Drama auf Leben und Tod um die schönhüftige Juliane, die ebensogut im frühen Ninife wie in altindischen Tantrakulturen ihren Platz gefunden hätte. Und letzthin findet. Ein leidenschaftlich grimmiges Epos voller Heiterkeit, und das Ganze auf höchst begrenztem Raum unter dem sommerlichen Glockengeläut Münchens. Mit diesem Roman wechselt Ernst Augustin zum Verlag C. H. Beck, der auch seine früheren Bücher neu herausbringen wird.
Gutes Geld. Roman in drei Anleitungen Ein junger Mann macht eine rätselhafte Erbschaft. Der Verstorbene ist sein kauziger Onkel Augustin – wie sich herausstellt ein raffinierter Geldfälscher. Als der Neffe schließlich das Geheimnis um den Nachlass löst, sucht er dessen ganzes Haus nach dem Falschgeld ab, findet aber nur eine große Überraschung. Ein spannender, witziger und ironischer Roman über die hohe Kunst des Geldfälschens.
Es ist die Fabel vom letzten Robinson in einer Welt nicht mehr vorhandener Freiräume. In Grevesmühlen, in blauer Südsee, im Londoner Kerker, im Spiegelhaus auf dem Wyman Tower. Es gibt einen hochpolierten Freitag, eine Dame mit Schritt, es gibt eine abgesoffene Kirche, ein Imperium von Besenkammern und es gibt Luxus, illuminierte Zahnbürsten, Tangomusik, bernsteinfarbenes Licht. Vor allem gibt es eine Unmenge virtuellen Geldes, mit dem man das alles kaufen kann und das sich auf Knopfdruck „löscht“. Und der beste Freund erweist sich dann als der tödlichste. Eine letzte Robinsonade, ja, aber eine poetische von nie gesehener Farbigkeit, genau so – der Autor ist seit drei Jahren erblindet.
Хорошие деньги
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