Knihobot

Christiane Heinemann

    Neunhundert Jahre Geschichte der Juden in Hessen
    Der Riesencodex der Hildegard von Bingen
    • Der Riesencodex der Hildegard von Bingen

      Verschollen - Gefunden - Gerettet. Schicksalsjahre 1942 bis 1950. Mit einem Anhang: Margarete Kühn und ihre Briefe

      Der Riesencodex der Hildegard von Bingen, eine bedeutende mittelalterliche Handschrift, umfasst das visionäre Werk der Heiligen sowie ihre Briefe und Kompositionen. Dieses geistige Vermächtnis der Seherin überstand den Zweiten Weltkrieg unversehrt, nachdem es aus Wiesbaden nach Dresden evakuiert wurde. Nach dem Krieg wurde der Codex in der Sowjetischen Besatzungszone festgehalten. Eine mutige Frau gelang es, den Codex heimlich in den Westen zu schmuggeln, indem sie ein Double zurückschickte, was in der Zeit des Kalten Krieges einen potenziellen Staatskonflikt hätte auslösen können. Diese Ereignisse, die sich zwischen 1942 und 1950 abspielten, werden in diesem Buch anhand bisher unbekannter Quellen dokumentiert. Die tragische Heldin, Margarete Kühn, bewahrte den Codex vor dem Verlust und führte die riskante Operation durch, während sie der DDR-Justiz und der Stasi entkam. Unterstützt wurde sie von Nonnen der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard und weiteren Akteuren in Wiesbaden, Dresden und Berlin. Der Codex wird heute in der Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain in Wiesbaden aufbewahrt. Großformatige Fotografien zeigen den Codex erstmals bildlich. Das Buch bietet spannende Einblicke in die Hildegard-Forschung, den Alltag im geteilten Nachkriegsdeutschland und ist ein faszinierender Bildband zur mittelalterlichen Buchkunst.

      Der Riesencodex der Hildegard von Bingen2021
    • Neunhundert Jahre Geschichte der Juden in Hessen

      Beiträge zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben

      • 512 stránek
      • 18 hodin čtení

      Nahezu ein Jahrtausend jüdischer Geschichte in Hessen und am Mittelrhein wird in diesem Band behandelt, der die tragische Geschichte einer Minderheit im Kampf um ihr Überleben in einer andersgläubigen Gemeinschaft beleuchtet. Der Bogen reicht von der mittelalterlichen Judengemeinde in Worms bis zum Wiederaufbau jüdischer Gemeinden nach 1945. In ausgewählten Kapiteln werden jüdisches Leben und Kultur sowie das komplexe Verhältnis zur christlichen Bevölkerung dargestellt. Dies zeigt sich etwa in den frühneuzeitlichen Judenordnungen, die strenge Richtlinien für das Verhalten der Juden festlegten, die am Rande der Gesellschaft lebten. Auch die Möglichkeiten und Grenzen jüdischer Tätigkeiten in Handwerk und Wissenschaft vor 1800 werden thematisiert, ebenso das aufstrebende Hofjudentum, repräsentiert durch Joseph Süß Oppenheimer. Erst im 19. Jahrhundert brachte der liberale Rechtsstaat den Juden Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Aufstieg, sichtbar an den bedeutenden Synagogenbauten um 1900. Doch die Emanzipation führte zu neuer Judenfeindschaft, dokumentiert durch die antisemitische Bauernbewegung Ende des 19. Jahrhunderts. Die nationalsozialistische Machtergreifung führte zur Entrechtung und Vernichtung des hessischen Judentums. Die nach 1945 entstandenen Gemeinden in Hessen verdanken sich weitgehend dem Zuzug einer neuen jüdischen Generation aus Osteuropa. Die Beiträge, von Historikern verfasst, richten sich an Fachleute u

      Neunhundert Jahre Geschichte der Juden in Hessen1983