Focusing on Jewish law, the book provides a comprehensive analysis of contemporary legal practices in Israel, exploring its unique legal culture and government structure. It delves into the roles of democratic institutions such as the executive, parliament, and judiciary. Key topics include the intersection of law with issues like the Holocaust, religion, constitutionalization, and equality, offering readers a nuanced understanding of the complexities within Israel's legal framework.
Das jüdische Eherecht ist ein zentrales Thema für Rabbiner und hat bis heute Bedeutung für Eheschließung und Scheidung in Israel. Das Buch bietet eine Einführung in das Jüdische Recht und dessen Entwicklung innerhalb der verschiedenen Strömungen des Judentums. Es behandelt die Aspekte der Brautwerbung, Verlobung und Eheschließung, einschließlich Zeugenregeln, Trauterminen und Eheverboten. Wichtige Themen wie Jüdischer Status, Mischehe und Übertritt zum Judentum werden ebenso angesprochen wie die Entwicklung von Polygamie zu Monogamie und die Leviratsehe. Besondere Regeln für Angehörige der Priesterkaste, der Inhalt des Ehevertrags „Ketubba“, der Brauch des Glaszerbrechens sowie die Bedeutung des Eherings und der Segensprüche während der Trauung werden erläutert. Zudem werden eheliche Pflichten nach der Heirat und die Möglichkeit der Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare behandelt. Die Scheidung wird ebenfalls ausführlich betrachtet, einschließlich des Scheidebriefes und der rechtlichen Folgen. Das Buch richtet sich an Rabbiner, Experten des kanonischen Rechts, Juristen im Bereich Familienrecht sowie Theologen und Judaisten, die sich für diese Themen interessieren.
Die Gülen-Bewegung zählt zu den einflussreichsten islamischen Bewegungen. In Deutschland und anderen westlichen Demokratien setzt sie auf Integration durch Bildung und Dialog. Kritiker werfen ihr allerdings vor, eine unterschwellige islamistische Agenda zu vertreten. Dieser Sammelband informiert über gesellschaftliche und religiöse Positionen von Fethullah Gülen sowie über Strukturen und Aktivitäten der Gülen-Bewegung in Deutschland auf dem Weg zu einer islamisch-europäischen Identität.
Wie konnte sich einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts im Nationalsozialismus engagieren, wie nah oder fern steht er zum Antisemitismus? Darüber gab es in den letzten beiden Jahren heftige öffentliche Auseinandersetzungen. Dieses Buch dokumentiert den entstandenen Widerstreit: Führende Heidegger-Forscher und andere Protagonisten des Diskurses stellen kurz und prägnant ihre Sicht zu Heideggers politischen Verirrungen dar. Außerdem werden aus der Korrespondenz zwischen Martin und Fritz Heidegger diejenigen Briefe veröffentlicht, in denen sich die Brüder in den 30er und 40er Jahren über gesellschaftliche und politische Themen austauschen.
Vor 250 Jahren öffnete sich für das Judentum in deutschen Landen das Tor zur Gesamtgesellschaft. Moses Mendelssohn ergriff die Chance der Aufklärung. Es galt sich neu zu orientieren: Wie der Tradition treu bleiben und doch offen sein für die Moderne? Das 19. und 20. Jahrhundert waren geprägt von einem zähen Ringen um die jüdische Identität im christlichen Staat. Persönlichkeiten wie Israel Jacobson, Abraham Geiger, Leo Baeck und Regina Jonas sind Wegmarken eines liberalen Judentums, das sich aus Deutschland weltweit zur größten jüdischen Strömung entwickelte. Heute sind es in Deutschland vor allem das Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam, gut dreißig jüdische Gemeinden der Union Progressiver Juden, aber auch Einheitsgemeinden, die dieses liberale Erbe in aktuelle Bezüge setzen.Das Buch führt in Text und Bild anschaulich vor Augen, wie vielfältig sich das liberale Judentum nach der Schoa hierzulande zeigt: egalitär, zeitgemäß und offen für den Dialog. Es schildert damit einen wichtigen Teil von 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland. Modern aus Tradition.
Wie Islam und Judentum unsere Gesellschaft besser machen
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Judentum und Islam – zwei verfeindete Religionen? Hat nicht bereits der Koran zur Gewalt gegen Juden aufgerufen und damit das Fundament zu einem Jahrhunderte währenden Konflikt gelegt, der noch unsere Gegenwart bestimmt? Und auch im deutschsprachigen Raum wirkt das Verhältnis beider Religionen von starken Gegensätzen geprägt. Wird heute von Antisemitismus gesprochen, dann ist in vielen Fällen muslimischer Antisemitismus gemeint.Doch die beiden Religionen stehen sich näher, als viele vermuten. Judentum und Islam sind eng miteinander verwandt und einander deutlich näher als dem Christentum. Dass ist ein Faktum, das von der Mehrheit unserer Gesellschaft weithin noch übersehen wird.Der jüdische Religionsphilosoph Rabbiner Walter Homolka und der islamische Theologe Mouhanad Khorchide stellen in ihrem ebenso provokanten wie diskussionsfreudigen Buch gängige Klischees infrage und kommen zu einem überraschenden Die Geschwisterreligionen Judentum und Islam haben innovatives Potenzial für die Gesamtgesellschaft.
Rabbiner Walter Homolka beschreibt in seinem Buch die wichtigsten judischen Perspektiven auf Jesus. Trotz der christlichen Unterdruckung, die Juden im Namen Jesu jahrhundertelang erfuhren, setzten sie sich seit jeher mit Jesus auseinander. Homolka diskutiert das wachsende judische Interesse am Nazarener seit der Aufklarung und wie Juden Jesus heute sehen, im religiosen sowie kulturellen Kontext. Das Buch zeigt: Im Zentrum der Beschaftigung mit dem Juden Jesus steht das Ringen des Judentums um Authentizitat und Augenhohe. Jesu Verankerung im Judentum bietet eine Herausforderung fur Christen heute und die Chance auf fruchtbaren judisch-christlichen Dialog.
Die Geschichte des Messias im Judentum ist eine Geschichte enttäuschter Hoffnungen. Immer wieder gab es Heilsfiguren, denen diese Rolle zugeschrieben wurde. Doch die Erlösung von Besatzung und Fremdherrschaft, Exil, Unterdrückung und Verfolgung blieb aus. Deshalb geriet die Erwartung des Messias an die Peripherie jüdischer Theologie. In ihrem Gang durch die jüdische Geistesgeschichte zeigen die Autoren die Abkehr von einem personalen Messias und die Bekräftigung der Hoffnung der Propheten auf ein universales messianisches Zeitalter. Dies betont die Pflicht aller Menschen, an der Heilung der Welt mitzuwirken. Und die Autoren stellen eine besonders provokante These auf: Die Messiasidee kann keine Brücke zwischen Christentum und Judentum sein.