Ein ottonisches Prachtevangeliar im Historischen Archiv der Stadt Köln
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Die Prachthandschrift wird erstmals umfassend untersucht und in den Kontext der Kölner Buchmalerei der Ottonenzeit eingeordnet. Der Band bietet detaillierte Einblicke in die Vorlagen, die der Handschrift zugrunde liegen, sowie kunsttechnologische Analysen. Zudem wird das Capitulare Evangeliorum eingehend betrachtet, was zu einem tieferen Verständnis der künstlerischen und historischen Zusammenhänge beiträgt.
Das ottonische Kaiserinnen-Evangeliar ist ein bedeutendes Werk der Kölner Buchmalerei aus dem späten 10. Jh. Es zeigt reich verzierte Evangelistenbilder und Medaillons von Otto III. und seiner Familie. Der Prachtcodex wurde restauriert und bietet eine umfassende Würdigung seiner Bedeutung in der ottonischen Malerei und Geschichte.
Die zwölf Romanischen Kirchen in der Kölner Innenstadt sind ein besonderes architektonisches Merkmal der Rheinmetropole. Eine davon: St. Severin. Die auf einen Bau aus dem 4. Jahrhundert zurückgehende Basilika wurde zwischen 2014 und 2017 aufwendig saniert und restauriert – der perfekte Zeitpunkt, um mit neuem Blick die Baugeschichte sowie die Ausstattung zu betrachten. In der aktuellen Ausgabe der „Colonia Romanica“ präsentieren Restauratoren, Historiker, Kunsthistoriker, Bauforscher und Liturgiewissenschaftler ihre Erkenntnisse. Reich bebildert mit spannenden Einsichten in den aktuellen Forschungsstand ermöglicht der Band Blicke hinter die Kulissen von St. Severin.
Das Lyskirchen-Evangeliar aus dem ehemaligen Kanonikerstift St. Georg in Köln gilt in der Forschung als Abschluss der Kölner ottonischen Buchmalerei des 10./11. Jahrhunderts. Die reiche malerische Ausstattung des um die Mitte des 11. Jahrhunderts geschriebenen Codex wurde jedoch erst Anfang des 12. Jahrhunderts hinzugefügt. Sie basiert auf Modellen der ottonischen Malereitradition, nimmt stilistisch jedoch neue Gestaltelemente auf. Neben der prächtigen Ausstattung ist die Handschrift wegen ihrer zahlreichen Nachträge aus dem 14. bis 18. Jahrhundert von Interesse, in denen sich die Geschichte des Georgsstiftes spiegelt. Der vorliegende Band widmet sich in Beiträgen ausgewiesener Spezialisten der Kodikologie, Maltechnik und Paläographie des Evangeliars, seiner ornamentalen und figürlichen Ausstattung, sowie den verschiedenen Nachträgen, die hier erstmals ediert werden, und dem Prachteinband. Eine vollständige farbige Reproduktion aller gestalteten Seiten und aller Seiten mit Nachträgen machen die Handschrift als Kunstwerk und als historische Quelle ersten Ranges erlebbar.
Eine Wiederentdeckung: Ferdinand Kriwet (1942–2018) gehört zu den wichtigsten intermedial arbeitenden Künstlern der 1960er und frühen 1970er Jahre. Mit seinem vielbeachteten Debüt „Rotor“ 1961 erlangte Kriwet große Aufmerksamkeit. Er verfasste „Lesetexte“, „Hörtexte“ sowie „Sehtexte“, die ihn fest in der Avantgarde der Konkreten Poesie wie auch in den Künstlerkreisen der Zweiten Moderne um die Rheinischer Kunstszene verankerten. Auch seine Hörspiele und Kunstausstellungen wurden viel beachtet, bis er sich ab Mitte der 1970er Jahre weitgehend aus dem Kunstbetrieb zurückzog. Der Band analysiert Kriwets Schaffen anhand literaturwissenschaftlicher, kunsthistorischer und kunstphilosophischer Fragestellungen und bietet eine umfassende Untersuchung zur Medialität seiner Arbeiten.
Mit diesem fünfzehnten Band legt der Essener Arbeitskreis die Ergebnisse seiner letzten Jahrestagung vor. Das Buch spannt den Bogen von der Gründung des Frauenstifts Essen über die bauliche Struktur bis hin zur liturgischen Praxis in der Verwendung von Evangeliaren und Sakramentartexten. Dabei werden neue Ansätze mit Forschungsperspektiven zu Frauenstiften auf der Grundlage des bisherigen Diskussionsstandes formuliert. Die materielle Kultur der Reliquien mit ihren textilen Hüllen und Reliquiare werden ebenso behandelt wie die herrschaftliche Funktion von abhängigen Pfarrkirchen und das Verhältnis zu den Schutzherren in der Neuzeit. Neben dem Frauenstift Essen liegen Schwerpunkte auf den Frauenstiften in Thorn und Vreden, deren Geschichte, Liturgie und kirchliche Ausstattung beispielhaft vorgestellt werden. Dabei steht dem Arbeitskreis stets die Frage einer Verallgemeinerbarkeit spezifischer Konstellationen für die Frauenstifte sowie für die kirchliche Kultur weiblicher Institute von den frühmittelalterlichen Gründungen bis zur Aufhebung in der Säkularisation im Mittelpunkt. Ein Register zu den einzelnen Aufsätzen in den Publikationen des Essener Arbeitskreises schließt den Band ab.
Ein Hauptwerk niedersächsischer Emailkunst in interdisziplinärer Perspektive
144 stránek
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Das Reliquiar wird im vorliegenden Band, der Beiträge einer internationalen Hildesheimer Tagung versammelt, erstmals interdisziplinär bezüglich seiner Objektgeschichte, der handelnden Personen, der in ihm enthaltenen Reliquien und Reliquienstoffe, seiner Kunstgeschichte und seiner naturwissenschaftlich untersuchten Materialität erforscht. • Interdisziplinäre Beiträge zur erstmaligen Erforschung eines der Hauptwerke der Goldschmiedekunst des 12. Jahrhunderts • Präsentation von Wegen objektbezogener Forschung in methodischer Breite
Eine Prachthandschrift des 11. Jahrhunderts und die Beziehungen zwischen Köln und Polen in der Zeit Kasimirs des Erneuerers
456 stránek
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Das heute in der Nationalbibliothek von Warschau aufbewahrte Sakramentar aus der Abtei Tyniec bei Krakau beeindruckt durch seine prächtige Ausgestaltung mit fast fünfzig Text- und Bildzierseiten sowie reichem Initialschmuck. Als es im 11. Jahrhundert in Köln entstand, waren die Beziehungen zwischen Köln und Polen sehr eng: Königin Richeza aus dem bei Köln ansässigen Geschlecht der Ezzonen wurde 1013 nach Polen verheiratet. Ihr Sohn Kasimir der Erneuerer errichtete ab 1041 mit Kölner und kaiserlicher Unterstützung die von Kriegen destabilisierte Herrschaft um seinen Sitz in Krakau neu. Das Kölner Sakramentar in Polen steht für diese Verbindungen in beispielhafter Weise. Zugleich erfuhr mit der Gruppe mittelalterlicher Handschriften um das Sakramentar aus Tyniec die ottonische Kölner Buchmalerei eine künstlerische Neuorientierung. Der Band stellt neue Forschungsergebnisse zur Handschrift, ihrer Entstehung und ihrem künstlerischen Umkreis sowie zur Geschichte Polens um die Mitte des 11. Jahrhunderts vor. Weitere Beiträge widmen sich den handelnden Personen auf Kölner wie auf polnischer Seite sowie den architektonischen Zeugnissen unter Kasimir und den frühen Piasten.,
Reliquiare sind Hüllen und Gefäße von Reliquien. Dabei besteht nur bei wenigen Reliquiaren ein direkter formaler Bezug zwischen dem heiligen Inhalt und der Umhüllung. Vielmehr bestimmen Funktionen und Authentizitätsbezüge in vielen Fällen Typus und Formwahl der Reliquiare und prägen auch die Ausgestaltung sowie die figürliche Programmatik.
Keine andere Stadt in Deutschland hat heute noch vier bestehende Garnisonskirchen, die um 1900 erbaut wurden und eng mit der städtebaulichen Entwicklung Kiels verbunden sind. Diese Kirchen sind prägnante Zeugnisse der Ansiedlung der Kaiserlichen Marine und des Reichskriegshafens. Trotz ihrer architektonischen Bedeutung im Spannungsfeld zwischen Historismus und Moderne hat die kunsthistorische Forschung diesen Kirchen bisher nur begrenzt Aufmerksamkeit geschenkt. Sie spiegeln die Reformbestrebungen ihrer Zeit wider, in der über geeignete kirchliche Bauformen diskutiert wurde. Der Band fokussiert sich auf die Pauluskirche am Niemannsweg, die katholische Garnisonskirche St. Heinrich, die bedeutende Petruskirche in der Wik und die Rolle der Marinebauten in Kiel. Sechs wissenschaftliche Aufsätze untersuchen architektonische Einflüsse, Gestaltungskonzepte, Kirchenausstattung und den denkmalpflegerischen Umgang. Dadurch wird ein überraschender und erweiterter Blick auf ein bedeutendes Stück Kieler Stadtbaugeschichte ermöglicht. Beiträge von Oliver Auge, Klaus Gereon Beuckers, Jens Lowartz, Charlott Hannig, Sören Groß und Katharina Priewe bereichern die Diskussion.
Eine spätottonische Prachthandschrift als Geschichtsquelle
Das Gerresheimer Evangeliar gehört zu den prominentesten, stilistisch eigenwilligsten Handschriften der im 10./11. Jahrhundert entstandenen ottonischen Kölner Buchmalerei. Etliche Nachträge zur Ausstattung der Kanonissen sowie von Eidesformeln und Schatzverzeichnissen zwischen dem 11. und 18. Jahrhundert weisen das Evangeliar als zeremonielle Haupthandschrift des ehemaligen Damenstiftes Gerresheim und damit als bedeutende Geschichtsquelle aus. Der Band stellt neue Forschungsergebnisse zur spätottonischen Handschrift, ihrer Maltechnik und ihren Schriften vor und erörtert etliche weitergehende Aspekte zu den Einträgen und der Geschichte des Gerresheimer Evangeliars bis in die Zeit der Barockisierung der Klosterkirche und das 19. Jahrhundert.
Der Hochaltar der ehemaligen Damenstiftskirche St. Servatius zu Quedlinburg hat eine bewegte Geschichte. Seit 1976 steht hier ein spätgotisches Kreuzigungsretabel, das ursprünglich vom Kreuzaltar des Augustinereremitenklosters in Sangerhausen stammt. Trotz seiner hohen Qualität und seiner bewegten Geschichte hat es bisher kaum Aufmerksamkeit gefunden. Der vorliegende Band legt erstmals eine umfassende kunsthistorische Analyse dieses Flügelretabels vor und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur spätgotischen Malereigeschichte im Harzumland. Ein weiterer Beitrag untersucht die Ausstattungsgeschichte des Hochaltars von St. Servatius von seinen Anfängen bis heute, wobei insbesondere der fast vergessene, heute in Heiligenstadt stehende barocke Hochaltar gewürdigt und auf das frühpietistische Milieu in Quedlinburg bezogen wird. Ein dritter Aufsatz stellt aus dem heutigen Domschatz das Laurentius-Reliquiar vom Quedlinburger Münzenbergkloster als ungewöhnlichen Reliquiartypus vor und diskutiert seinen Bildcharakter. Mit Beiträgen von Nora Buse, Klaus Gereon Beuckers und Lydia Zander sowie Fotos von Kathrin Ulrich.
Untersuchungen anlässlich einer Bauaufnahme der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Februar 2013
51 stránek
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Der Westbau der ehemaligen Damenstiftskirche St. Servatius zu Quedlinburg war im Februar 2013 Gegenstand einer Bauaufnahme von Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im Fokus stand die Westwand der Westempore, die erstmals chronologisiert wurde. Sie gibt Hinweise auf unterschiedliche Bauzustände sowie Nutzungen der Westempore vom 12. bis zum 20. Jahrhundert. Der vorliegende Band reproduziert das Planmaterial der Bauaufnahme und interpretiert die Beobachtungen. In wissenschaftlichen Aufsätzen versammelt er Untersuchungen zur Restaurierungsgeschichte des Quedlinburger Westbaus sowie zur kunsthistorischen Stellung der Kapitelle der Nikolauskapelle. Mit Beiträgen von Klaus Gereon Beuckers, Cornelius Hopp und Katharina Priewe, Zeichnungen von Carolin Kreutzfeldt und Fotos von Kathrin Ulrich.
Der in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt aufbewahrte Hitda-Codex ist ein Hauptwerk der ottonischen Kölner Buchmalerei. Mit 22 ganzseitigen, farbenprächtigen Miniaturen, die durchgängig von aufwändigen Tituliseiten begleitet werden, verfügt das Evangeliar über einen umfangreichen christologischen Zyklus. Gestiftet wurde die Handschrift nach Ausweis ihres Widmungsbildes und eines Stiftungseintrages von der Äbtissin Hitda. Deren Identität ist jedoch bis heute nicht eindeutig geklärt. Dieser Band stellt die Kontroverse um die Stifterin in den Mittelpunkt und diskutiert die verschiedenen Identifizierungsvorschläge sowie deren methodische Grundlagen. Zugleich in den Blick genommen werden Fragen der Datierung. Mit Beiträgen von Klaus Gereon Beuckers, Christoph Winterer, Dieter Riemer, Gerhard Weilandt, Thomas Labusiak, Ulrich Kuder, Joshua O’Driscoll und Christian Schuffels.
Die Buchgattung des Liber ordinarius ist als Quelle zum liturgischen Leben mittelalterlicher Kloster- und Stiftsgemeinschaften von herausragender Bedeutung. Der Band stellt den Essener Liber ordinarius und seine kürzlich erfolgte Restaurierung vor, erschließt mit wissenschaftlichen Beiträgen verschiedene Aspekte des Textes und der grundsätzlichen Frage des Miteinanders von Kanonikern und Kanonissen in Essen. Ein zweiter Block stellt die Liturgien mit Essen vergleichbarer Frauenstifte wie Gandersheim, St. Caecilien in Köln, Thorn oder Regensburg vor. Der dritte Teil ist der Gattung des Liber ordinarius insgesamt gewidmet und fasst den Stand der Forschung zusammen. Ein tabellarischer Überblick listet alle bekannten Dom-Ordinarien des Reiches und ihre Editionen. Zusammen mit einer Bibliographie der Veröffentlichungen zum Thema des Liber ordinarius ist der Band so über die Forschungsbeiträge hinaus ein unverzichtbares Nachschlagewerk zum Thema.
Die in diesem Band zusammengetragenen 14 Beiträge behandeln Themen aus den Forschungsfeldern von Clemens Kosch. Sie werden ihm zum 65. Geburtstag und zu seinem Ausscheiden als Kurator des Museums für Klosterkultur in Dalheim bei Paderborn von Freunden und Kollegen dargebracht. Die internationalen Beiträge ausgewiesener Fachleute behandeln sowohl Wechselwirkungen zwischen Liturgie und Kirchenbau als auch Klausurgebäude, liturgische Einbauten und raumverbindende Öffnungen im Kirchenraum bis hin zu Aspekten der mittelalterlichen Wandmalerei und der monastischen Rezeption im 19. Jahrhundert. Dadurch gibt der Band ein facettenreiches Spektrum aktueller Forschungsansätze zur mittelalterlichen Sakralarchitektur vor dem Hintergrund klösterlichen Lebens und kirchlicher Liturgie.
Zum Hiltegerus-Psalter (UB München 4° Cod. Ms. 24 [Cim 15]) und dem stilistischen Umfeld des Komburger Psalters (WLB Stuttgart Cod. Bibl. 2° 46)
208 stránek
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Mit prächtigen Farben, reichen Goldauflagen und einer überbordenden Bildfülle gehören die Psalterhandschriften des 13. Jahrhunderts zu den beeindruckendsten Zeugnissen mittelalterlicher Buchmalerei. In dem vorliegenden Band stellt Ulrich Kuder mit dem Hiltegerus-Psalter (ehem. Würzburg-Ebracher-Psalter) eine der prächtigsten Handschriften der fränkischen Buchmalerei aus der Zeit um 1250 ausführlich vor und analysiert ihr außergewöhnliches Bildprogramm sowie ihr Kalendarium. Die farbige Wiedergabe aller illustrierten Seiten vermittelt den großen Reichtum und die hohe Qualität des Psalters. Im Beitrag von Stefanie Westphal wird ausgehend von dem Komburger Psalter die Handschriftenproduktion der fränkischen Zentren Würzburg und Bamberg für diese Zeit neu chronologisiert und mithilfe der Ornamentik zugeordnet. Der reich ausgestattete, durchgängig farbig bebilderte Band leistet einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Buchmalerei in der Mitte des 13. Jahrhunderts.
Die Kirchen zwischen Rhein, Neckar und Enz bergen eine überraschende Fülle mittelalterlicher Wandmalereien von teilweise bemerkenswerter Qualität. Viele von ihnen sind noch nie besprochen und veröffentlicht worden. Der vorliegende Band stellt erstmals anhand zahlreicher Bildbeispiele die in über 50 Kirchen befindlichen Wand- und Gewölbeausmalungen vor.
Der vorliegende Band versammelt 20 Beiträge ausgewiesener Buchmalerei-Spezialisten aus den Handschriftenabteilungen der großen Bibliotheken sowie den Universitäten und Museen zu aktuellen Forschungsthemen. Er entstand aus einem internationalen Kolloquium zu Forschungstraditionen und Forschungsperspektiven mittelalterlicher Buchmalerei am Kunsthistorischen Institut der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Die Themenschwerpunkte umfassen die frühmittelalterliche Buchmalerei, ottonische und frühsalische Handschriften, Buchmalerei des 12. und 13. Jahrhunderts, Rechtshandschriften des Hoch- und frühen Spätmittelalters sowie einen Ausblick über das 14. Jahrhundert hinaus. Sie geben, reich bebildert und anschaulich, einen vertiefenden Einblick in die aktuelle, richtungsweisende Forschung. Aktuelle Forschungsbeiträge zu Themenschwerpunkten der mittelalterlichen Buchmalerei. Ergebnisse des international besetzten Kolloqiums an der Universität Kiel
Die Universitätsarchitektur spiegelt über 800 Jahre europäischer Universitätsgeschichte das jeweilige Verständnis von Wissenschaft und Lehre wider. Von klösterlichen Bauweisen über palastähnliche Strukturen bis hin zu modernen, rationalen Ansätzen zeigen Universitätsbauten die Entwicklung dieser Perspektiven. Der vorliegende Band umfasst 18 Beiträge zu Universitätsbauten aus verschiedenen Epochen, beginnend mit frühen Universitäten in Italien und der Alten Aula in Tübingen bis hin zu großen, repräsentativen Anlagen um 1900, amerikanischen Wolkenkratzer-Universitäten und der Klassischen Moderne, sowie der Neugründung der Universität von Mexiko-Stadt. Auch die Bauprojekte deutscher Universitäten nach 1945 werden behandelt, darunter Frankfurt am Main, Bochum, Bielefeld, Konstanz, Stuttgart und Kiel. Ein Schwerpunkt liegt auf der Universität Kiel, deren Bauten vom 17. Jahrhundert bis zum 1976 eröffneten Sportforum betrachtet werden. Mehrere Beiträge widmen sich dieser Institution, die aus einer Kieler Tagung hervorgegangen ist. Die Sammlung vereint Arbeiten namhafter Architekturhistoriker und ergänzt sie mit Perspektiven zur Universitätsgeschichte und Architektursoziologie.
Der Kölner Dom zählt seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Er ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Deutschland. Klaus Gereon Beuckers legt mit diesem Band eine kenntnisreiche Darstellung des Kölner Doms und seiner Baugeschichte von den nur lückenhaft bekannten Anfängen in römischer Zeit bis heute vor. Er erklärt Herleitung und Wirkung der Bauformen und erläutert ausführlich die unterschiedlichen Bauphasen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei der gotische Dom, eines der größten und anspruchsvollsten Bauprojekte des gesamten Mittelalters, das erst im 19. Jahrhundert abgeschlossen werden konnte. Heute ist der Dom längst Wahrzeichen Kölns und Anziehungspunkt für viele tausend Touristen jedes Jahr. Entstanden ist so eine grundlegende Einführung für kunsthistorisch Interessierte wie für Besucher und Liebhaber des Kölner Doms.
Das Buch untersucht erstmals das Programm der vor 1049 entstandenen Türen von St. Maria im Kapitol in Köln. Dabei wird die Anordnung der Türfelder, die bis vor wenigen Jahren als vertauscht galten, erstmals inhaltlich erklärt